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Allschwiler Wochenblatt

Freitag, 8. Februar 2019 – Nr. 6

Nachrichten Stellenabbau bei Actelion in Allschwil geplant

asc. Actelionplant, an ihremHaupt- sitz in Allschwil in den nächsten zwei Jahren mehrere Dutzend Stellen abzubauen. Wie das Unter- nehmen vergangene Woche mit- teilte, sollen 2019 und 2020 gewis- se Funktionen von Actelion in die Strukturen von Janssen, der Phar- madivision des Grosskonzerns Johnson & Johnson, eingegliedert werden. Vor fast genau zwei Jahren wurdebekannt,dassdieAllschwiler Actelion für rund 30 Milliarden Dollar an Johnson & Johnson ver- kauft werden soll. Der Deal war dann im Juni 2017 offiziell. Der Actelion-Gründer und -CEO, Jean- Paul Clozel, verliess das Unterneh- menmit demVerkauf und gründete aus demvonActelion abgespalteten Forschungs- und Entwicklungsbe- reich eine neue Firma – Idorsia. Deren Hauptsitz ist ebenfalls im Bachgrabengebiet angesiedelt. AWB. Das überdurchschnittlich warme Wetter im Sommer und der schneereicheWinter im letzten Jahr hatten nicht nur Konsequenzen für dieNatur, sondern auchdafür, dass mehr Leute im Freien aktiv waren. DieswiederumhatteAuswirkungen auf die Unfallzahlen. Wie die Suva mitteilt, verzeichnete sie 2018 deutlich mehr Unfälle beim Biken, Velofahren, Wandern und Spazie- ren. Insbesondere von April bis September 2018 seien die Freizeit- unfälle deutlich gestiegen. Dabei haben laut Suva in dieser Periode vor allem die Unfälle beim Fahrrad- fahren und Biken (+17 Prozent) sowie beimWandernundSpazieren (+17 Prozent) gegenüber dem Vor- jahr stark zugenommen. Über das ganze Jahr registrierte die Suva rund 23’000 Unfälle beim Wan- dern und Spazieren, über 18’000 Unfälle beim Fahrradfahren und Biken, knapp 14’000 Unfälle beim Skifahren und über 2400 Unfälle beim Snowboarden. Einzig bei den unter 20-Jährigen ereigneten sich im letzten Jahr we- niger Freizeitunfälle als im Vorjahr (-1,9 Prozent). Zum Vergleich: bei den über 50-Jährigen nahmen die Unfälle um6Prozent zu. «Offenbar zieht es die Menschen in diesem AlterbeischönemWetterbesonders häufig nach draussen», so Statisti-

Allschwil haben, schreibt das Un- ternehmen. Die möglichen Ände- rungen würden jedoch keinen Ein- fluss auf die Bedeutung des Unter- nehmensstandortes Allschwil ha­ ben: «Allschwil bleibt auch in Zu- kunft einwichtiger Standort sowohl fürActelionals auch für Janssenund Johnson & Johnson.» Actelion und Janssenwerden sich lautMitteilung bemühen, möglicherweise betrof- fene Mitarbeiter eine Stelle bei einem anderen J&J-Unternehmen zu finden. Da die Veränderungen über den Zeitraum von zwei Jahren umge- setzt werden sollen, gehe Actelion davon aus, dass die Zahl von po- tentiellen Entlassungen erheblich niedriger ausfallen wird als die angekündigte Zahl der betroffenen Stellen. Ein Sozialplan soll die Auswirkungen bei den Mitarbei- tern mildern, für die keine interne Stelle gefunden werden kann. AWB. In den letzten Tagen haben sich laut dem Amt für Wald beider Basel die Verkehrsunfälle mit Wildtieren gehäuft. Allein in der letztenWocheseienderKantonspo- lizei zwölf Unfälle mit Rehwild gemeldet worden. Ein Grund dafür könne sein, dass die Tiere auf der Suche nach Streusalzresten auf die Strasssen gelangen, schreibt das Amt für Wald. Nicht nur für Tiere kann eine Kollision fatale Folgen haben. Auch die Fahrzeuglenker und ihre Autos können zu Schaden kommen. Die meisten Unfälle pas- sieren laut Amt für Wald in den Abend- und frühen Morgenstun- den, wobei Übergangsbereiche zwischen Wald- und Feldzonen besondere Gefahrenschwerpunkte darstellen. Dort sei mit regelmässi- gemWildwechsel zurechnen, dadie Tiere zumFressen vomWald auf die Felder ziehen und danach wieder den Schutz des Waldes aufsuchen. DieseGefahrenbereiche sindhäufig mit dem Schild «Achtung, Wild- wechsel» gekennzeichnet. Bei einemUnfall mit einemWildtier sei aus Gründen des Tierschutzes und gemäss Gesetz unverzüglich die Polizei (Telefon112) zubenachrich- tigen. Verletzte Tiere müssen schnell gefunden werden. Wer die Meldung unterlässt, macht sich strafbar. Nachrichten Achtung! Wildtiere auf der Strasse

Die Actelion plant, in Allschwil in den nächsten zwei Jahren bis zu 75 Arbeitsstellen abzubauen. Foto asc

Wie viele Stellen bei Actelion nun genau abgebaut werden, stehe noch nicht definitiv fest. Vorbehalt- lich des Abschlusses der Konsul­

tationsgespräche mit den Arbeit- nehmervertretungen, könnten die geplanten Änderungen Auswir- kungen auf bis zu 75 Stellen in

Suva Schönes Wetter – höhere Unfallzahlen

Das schöne Wetter lockte vergangenen Frühling und Sommer viele Biker ins Freie – entsprechend gab es auch mehr Unfälle. Foto zVg

ker der Suva Peter Andermatt. Die starke Zunahme anUnfällen könne nicht nur damit erklärt werden, dass es in dieser Altersgruppewegen den geburtenstarken Jahrgängen zunehmend mehr Versicherte gebe. Insgesamt verzeichnete die Suva bei ihren Versicherten 2018 über 474’000 Unfälle – 2 Prozent mehr als imVorjahr. Die Zahl der Berufs- unfälle stieg laut Suva um 1,9 Pro- zent , was sichmit der Zunahme der Anzahl Beschäftigter gemäss Bun- desamt für Statistikdecke.DieZahl der Nichtberufsunfälle hingegen

stieg um 2,7 Prozent an und sei höher als die Zunahme der Anzahl Beschäftigter. Die Unfälle bei den als arbeitslos gemeldeten Personen habe gegenüber dem Vorjahr um 6,9 Prozent abgenommen. Dies könne auf die gute Wirtschaftslage und den Rückgang der Arbeitslo- senquote zurückgeführt werden. Generel haben laut Suva in den letzten Jahren die Freizeitunfälle zugenommen, sodass sich heute rund 60 Prozent aller Unfälle in der Freizeit ereignen, 40 Prozent bei der Arbeit.

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