ASIEN-PAZIFIK
INDIEN Zahlreiche neue Flughäfen entstehen
Indiens Luftfahrt hat sich zu einer wettbewerbsfähigen Branche entwickelt. Der Subkonti- nent ist mittlerweile nach den USA, China, dem Vereinigten Königreich und Spanien der fünftgrößte Luftfahrtmarkt der Welt. Getrieben wird die Luftfahrt durch steigende verfügbare Einkommen, eine wachsende Nachfrage nach Reisen und den Ausbau der regionalen Konnektivität. Auch strategische Regierungsinitiativen haben maßgeblich zur Erfolgsgeschichte beigetragen. Die Zahl der Flughäfen in Indien hat sich von 74 im Jahr 2014 auf 159 (Stand: Februar 2025) mehr als verdoppelt. Und die Entwicklung hält an: Die Regierung plant, die Anzahl bis 2047 auf 350 bis 400 zu erhöhen. Ein Trend ist zudem die Einrichtung von Flughäfen in unmittelbarer Nähe zueinander. Der Flughafen Noida soll als sekundäres Drehkreuz für die Hauptstadtre- gion Delhi fungieren, genauso wie der Navi Mumbai Airport für die Metropolregion Mumbai. Die kom- menden Flughäfen in Bengaluru und Chennai werden wahrschein- lich einem ähnlichen Zweck dienen.
Mit solchen „Zweitflughäfen“ können die Haupt-Airports in Spitzenzeiten entlastet werden. GTAI/IHK
Der Boom in der Luftfahrtindustrie zeigt sich im deutlichen Anstieg der Passagier- und Frachtabfertigung. Insgesamt zählten indische Flughäfen im vergangenen Jahr rund 411 Millionen Passa- giere. Im Bild: Der Delhi Indira Gandhi International Airport.
40,8 MILLIARDEN US-DOLLAR prognostizierte Marktgröße des Luftverkehrs in Indien bis 2033 gemäß des Markt- forschungsinstituts IMARC Group. QUELLE: GTAI
CHINA Änderungen im Schiedsgesetz verabschiedet
schriftlich vereinbarten Schiedsort, sofern die Parteien keine andere Rechtswahl getroffen haben. Liegt keine Vereinbarung vor, wird der Schiedsort nach der Schieds- ordnung oder durch das Schiedsgericht unter Berück- sichtigung der Umstände festgelegt. Schließlich stellt das Gesetz klar, dass Online-Schiedsverfahren rechtlich den analogen Verfahren gleichgestellt sind, sofern keine Partei widerspricht. GTAI/IHK Die geänderte Fassung finden Sie auf der Website des chi - nesischen Justizministeriums (nur auf Chinesisch):
China hat eine umfassende Reform seines Arbitra- tion Law verabschiedet. Die Neuregelungen treten im März 2026 in Kraft. Schiedsverfahren mit Auslandsbezug werden künftig deutlich erweitert: Während sie bislang auf Streitigkeiten aus Außenwirtschaft, Handel, Transport und Seefahrt beschränkt waren, gelten diese Bereiche künftig nur noch als Beispiele für auslandsbezogene Fälle. Neu ist zudem die Möglichkeit, in bestimmten Fällen Ad-hoc-Schiedsver- fahren durchzuführen – etwa bei maritimen Angelegen- heiten mit Auslandsbezug oder bei Streitigkeiten zwischen Unternehmen, die in Freihandelszonen oder vom Staatsrat bestimmten Gebieten registriert sind. Das anwendbare Recht richtet sich künftig nach dem
moj.gov.cn/pub/sfbgw/gwxw/xwyw/202509/ t20250913_525029.html
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IHK Global Business 11/2025
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