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Erdungssysteme
Grundlagen
Was wesentlich den Erdübergangswiderstand bestimmt
Spezifischer Widerstand Humus
ca. 50 Ωm ca. 50 Ωm ca. 100 Ωm ca. 160 Ωm ca. 1000 Ωm
Die Bodenbeschaffenheit (resp. der spez. Widerstand des Bodens), die Bodenfeuchtigkeit und die Bodentemperatur sind die entscheidenden Faktoren für den erziehlbaren Erdübergangs- widerstand. Ab einer Tiefe von 70 cm sind Temperaturen und Feuchtigkeits- werte relativ konstant. Entscheidend ist folglich ein kleiner spezifi- scher Widerstand des Bodens (z.B Humus oder Lehm)
Lehm Sand
Kies
Moräne
Korrosion im Erdreich und in Verbindung mit anderen Erdungssystemen
2·10 3
10 5
Das feuchte Erdreich wirkt ausgezeichnet als Elektrolyt und fördert damit die starke Korrosion erdverlegter metallischen Anlagen. Kupfer als edles Metall ist dagegen resistent. Blanke, verzinkte und verkupferte Eisenteile korrodieren und zersetzen sich. Darum schreien die Normen vor, dass erdverlegte Erder nur aus blankes Kupfer verwendet werden darf. Ein Kupfererder ist zudem gegenüber einer Fundamenter- dung (Eisen in Beton) elektrochemisch neutral. So kann auch bei dieser häufigen Verbindung von Erdungssystemen keine schädli- che Korrosion entstehen.
10 4
1·10 3
10 3
I
I: Sand II: Lehm
10 2
II
Feuchtigkeits- gehalt %
Erdtemp. C
10
20 30 40
-10 -0 +0 10 20 30
Spezifischer Widerstand in Abhängigkeit des Feuchtigkeitsgehaltes
Spezifischer Widerstand in Abhängigkeit der Temperatur
Beeinflussung der Schrittspannung durch tiefe Erdelektroden
Je tiefer die Eingrabtiefe einer Erdelektrode ist, desto kleiner wird die Schrittspannung an der Erdorberfläche. Tiefenerder haben dementsprechend optimale Eigenschaften. Maximale Schrittspannung in Abhänigkeit der Eingrabtiefe für einen gestreckten Banderder. (gemessen in Querrichtung zum Erder)
500'000 V
75'000 V
12'000 V
0 V
max. Schrittspan- nung in % der Erdungsspannung
100
80
60
20 40
1
1.5
2
0.5
Eingrabtiefe in m
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