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FReitag, 1.6.2018 97. Jahrgang | Nr. 22

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FONDATION BEYELER Generelles Baubegehren für Erweiterungsprojekt am Bachtelenweg eingereicht Ein grosser Wurf auf dem Prüfstand

Ein gutes Jahr nach Präsentati- on der ersten Pläne vom Atelier Peter Zumthor hat die Fonda- tion Beyeler diese Woche das Generelle Baubegehren für ihr Erweiterungsprojekt «Museum im Neuen Park» eingereicht. Vor gut einemJahr, am5. Mai 2017, war die Riehener Bevölkerung zu einem «Riehener Tag» eingeladen und hatte Gelegenheit, sich über das Erweite- rungsprojekt des Architekten Peter Zumthor zu informieren. Seither ist es, von aussen betrachtet, etwas ruhi- ger geworden umdie Ausbaupläne der Fondation Beyeler. Baubegehren eingereicht Hinter den Kulissen allerdings wurde mit Hochdruck an der Weiter- entwicklung der Projektidee gearbei- tet. Und nachdem man Gespräche mit der Ortsbildkommission, der Denkmalpflege, dem Gemeinderat, den Anwohnern und vielen mehr ge- führt, viele Ideen entgegengenom- men und – so weit möglich und sinn- voll – in das Projekt eingearbeitet hat, ist nun ein weiterer wichtiger Schritt getan: Am Mittwoch wurde beim Bau- und Gastgewerbeinspektorat Basel-Stadt das Generelle Baubegeh- ren eingereicht. Die Begeisterung ist Museumsdi- rektor Sam Keller anzusehen, wenn er das aktuelle Modell betrachtet und sich die Visualisierungen ansieht. Im Zentrum des Erweiterungsprojekts steht der dreistöckige Museumsneu- bau links des Bachtelenwegs, der sich harmonisch in den alten Baumbe- stand am Rand des Iselin-Weber- Parks einfügt undmit seinen grossflä- chigen Fenstern viel Tageslicht in die Ausstellungsräume einlässt, gleich- zeitig aber auch schöne und spektaku- läre Ausblicke in den verwinkelten Iselin-Weber-Park, in den offeneren Berowerpark, zum Museumsgebäude von Renzo Piano und in Richtung Tül- lingerhügel erlauben wird. In der Wei- terbearbeitung habe man gesehen, dass es sich hier wirklich um einen «grossen Wurf» handle, so Keller. PositionundDimensionendes ein- geschossigenPavillons, der inder süd- westlichen Ecke des Berowerparks zu stehen kommen soll, wurden aus Rücksicht auf die historische Bero- wervilla, wo sich das Restaurant und Büros befinden, etwas verändert. Der Rolf Spriessler-Brander

Blick von der Villa Richtung Tüllinger- hügel sei nun offener, der parkähnlich gestaltete Raum zwischen Villa und Pavillon grösser, erläutert Sam Keller. Ein Teil der bestehenden Mauer ent- lang des Bachtelenwegs wird entfernt und durch grosszügige, transparente Metallzäune und Gittertore ersetzt, die tagsüber geöffnet sein werden – in einer Art, wie man sie bei historischen Gärten findet. Man habe viel imDetail gearbeitet, sagt Sam Keller – so wurde etwa die Position der Fenster am «Haus für Kunst» leicht verändert, und das neue Ausstellungsgebäude erhielt eine Dachterrasse über dem Ostflügel, mit einem in die Aussenmauer eingelas- senen, von aussen nicht sichtbaren Treppenabgang in den Park, der gleichzeitig als Fluchtweg dient. Ein fliegendes Dach BeimPavillon imBerowerpark, der tagsüber für Bevölkerung und Muse- umsbesucher frei zugänglich sein, aber auch als Veranstaltungsort für Konzerte, Vorträge oder Bankette die- nen soll, wurde das Dach angehoben. Dieses wird in einer leichtenHolzkon- struktion mit einer Oberfläche aus grossformatigen Schindeln aus vorbe- wittertem Reinzinkblech gestaltet. Die Oberfläche werde wie eine Repti- lienhaut wirken und das Dach werde sozusagen über dem Gebäude schwe- ben, schwärmt Sam Keller – zwischen der Gebäudewand und dem Dach wird es ein etwa einMeter hohes Fens- terband geben, das einen Durchblick Richtung Lange Erlen ermöglicht und auch Licht ins Gebäude einlässt. Das kleine Servicehaus mit Anlie- ferung, Kunstlager und Büros, das sich an die bestehende Häuserzeile links des Bachtelenwegs anschliesst, wurde konkretisiert und auf Anre- gung der Riehener Dorfbildkommis- sion in der Dimension an die beste- henden Baukuben angepasst. Es soll in einer einfachen Holzskelettbau- weise aus Eichenholz konstruiert wer- den und über grosszügige Fensterflä- chen verfügen. Das Erweiterungsprojekt umfasst neu auch einen kleinen Schopf für den Entsorgungscontainer, der hin- ter den aktuellen Ateliergebäuden zu stehen kommen soll und das dortige Ensemble optisch abschliesst. Der Bachtelenweg schliesslich soll breiter als ursprünglich geplant gestaltet werden und eine etwas edlere Ober- fläche erhalten. Er bleibt für Anwoh- ner auch mit dem Auto befahrbar, wird aber künftig keine Parkplätze mehr bieten.

Fondation-Direktor Sam Keller hinter dem aktuellen Projekt-Modell – Blick über das Dach der Berower-Ökonomi- en mit dem Veranstaltungs-Pavillon (rechts mit grossen Flachdach), dem Haus für Kunst (Mitte), hinter dem sich der Iselin-Weber-Park ausbreitet, und dem Anlieferungs- und Bürogebäude (links). Foto: Rolf Spriessler-Brander

Er spüre sowohl aus der Bevölke- rung als auch aus den verschiedenen Gremien, mit denen man gesprochen habe, viel Begeisterung für das Pro- jekt, sagt Sam Keller, und deshalb se- he er der Planauflage des Generellen Baubegehrens zuversichtlich entge- gen. Nach der Planauflage werde der Gemeinderat dem Einwohnerrat den Baurechtsvertrag vorlegen, den es für die Erstellung des Pavillons brauche, da das dortige Areal imBesitz der Ge- meinde sei. Unter idealen Vorausset- zungen könnte 2019 die Baueingabe erfolgen und 2020 gebaut werden – doch so weit in die Zukunft wolle er noch nicht schauen, so Sam Keller. Mannehme Schritt für Schritt und sei überzeugt, hier ein hochwertiges Projekt zu entwickeln, das nicht nur die Fondation als Museum weiter- bringe, sondern auch für die Muse- umsbesucher und vor allem für die Riehener Bevölkerung sehr viel brin- gen werde, nicht zuletzt im Zusam- menhang mit dem bisher privaten Iselin-Weber-Park, der in Zukunft tagsüber öffentlich frei zugänglich sein werde.

Das Erweiterungsprojekt vom Atelier Peter Zumthor: das Haus für Kunst, Sicht aus dem Berower Park. Visualisierung: Courtesy Atelier Peter Zumthor & Partner

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Das Erweiterungsprojekt der Fondation Beyeler vom Atelier Peter Zumthor: Der flache Pavillon mit dem angehobenen Dach und das Haus für Kunst (links), Sicht aus dem Berower Park. Visualisierung: Courtesy Atelier Peter Zumthor & Partner

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