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27. Januar 2017

Riehener Zeitung DI E WOCHENZE I TUNG FÜR R I EHEN UND BETT INGEN

96. Jahrgang | Nr. 4 Grossauflage

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Tagesferien: Gemeinde Riehen baut das Angebot für die Jüngeren aus Seite 2

Museumsnacht: Grosses Angebot in den vier Riehener Museen Seite 7

Natureisfeld: Spontanes Schlittschuhlaufen ist im «Landi» jetzt möglich Seite 11

Volleyball: 1. Liga-Frauen des KTV Riehen sind den Playoffs sehr nahe Seite 27

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Fondation Beyeler Das Jubiläumsjahr des 20-jährigen Riehener Museums beginnt mit der Ausstellung «Monet – Licht, Schatten und Reflexion»

Ein begeisterndes Sehereignis

Zu ihrem 20. Geburtstag prä- sentiert die Fondation Beyeler einen der bedeutendsten und beliebtesten Künstler: Claude Monet. Die Ausstellung ist ein Fest des Lichts und der Farben. «Wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen.» (Friedrich Nietzsche) Für die Ausstellung wurde das Bild umgehängt. Nun eröffnet «Der Seero- senweiher» (Le bassin aux nymphéas) imNordteil der Fondation Beyeler das malerische Spätwerk Claude Monets. Das Triptychon mit dem gewaltigen Mass von je 300 (Breite) auf 200 (Höhe) Zentimetern, zwischen 1917 und 1920 gemalt, ist dasjenige Bild, für das Ernst Beyeler schwärmte. Nachdemer es gekauft hatte und lange Zeit nicht weiterverkaufen konnte, beschloss er, um es herum ein Museum für seine Sammlung zu bauen. Da lag es nun nahe, das 20. Jubiläumsjahr der Fon- dation Beyeler mit einer Monet-Aus- stellung zu eröffnen. Basis der Ausstellung ist der haus- eigene Monet-Bestand, den Kurator Ulf Küster jedoch um 46 Leihgaben aus europäischen und US-amerika- nischen Museen wie auch von priva- ten Leihgebern erweitert hat. Thema- tischer Schwerpunkt ist die Zeit vom Impressionismus bis zu den Seero- senbildern. Um ein erstes Urteil vor- wegzunehmen: Was Küster und sein Team den Ausstellungsbesuchern bieten, ist ein faszinierendes und be- geisterndes Sehereignis, das dazu einlädt, sich die Zeit zu nehmen, vor jedem Bild zu verweilen, suchend zu schauen und zu staunen, wie schön die Welt einmal war. Monets Garten, die Bäume, vor allem die hoch aufra- genden Pappeln, die Rauheit und der belebende Reiz der Atlantikküste, das unruhige Wasser des Meeres und die schroffen Felsen, gegen die es brandet («Sie kennen meine Leidenschaft für das Meer … Ich bin verrückt da- Nikolaus Cybinski

Claude Monet, «Vormittag auf der Seine», 1897. Öl auf Leinwand, 89,9 x 92,7 cm. The Art Institute of Chicago, Mr. and Mrs. Martin A. Ryerson Collec- tion, 1933. Foto: © The Art Institute of Chicago / Art Resource, NY / Scala, Florence

nach.»), der hell sommerliche und wintergraue Lauf der Seine («Ich wur- de ihrer nie müde. Sie ist für mich im- mer neu.»), die Londoner Brücken und der Nebel («Ohne Nebel wäre London keine schöne Stadt. Es ist der Nebel, der London seine wunderbare Weite gibt.»), schliesslich die Seero- sen, solitär gehängt «Der Seerosen- weiher», als Bild gewordener Traum («Ich verfolge einen Traum – ich will das Unmögliche …»). Visuelle Entdeckungsreise Der Gang durch die fünf Säle ist von Beginn an eine visuelle Entde- ckungsreise, die restlos beglückt. ClaudeMonet malte ja nicht ab, was er sah, er malte es, indem er es erfand: die Welt in ständiger Veränderung im Verlauf der Zeit, zum Beispiel eines Tages («Bei Anbruch der Morgendäm- merung, im August, dreieinhalb Uhr …»), imAufschein des Lichtes und sei- ner Reflexe wie seiner Schatten, die Verdoppelung der Dinge, zumBeispiel der Pappeln in ihrer Spiegelung im Wasser. Dann das Aufleuchten der

Farben aus ihrem Innern, sei das nun in den hellen Kleidern der drei jungen Frauen im Kahn, der matte Glanz aus dem Portal der Kathedrale von Rouen oder die Morgendämmerung an der Seine, in der der kommende Tag sich stimmungsvoll auflöst, als wolle er gar nicht beginnen, sondern sei jetzt nur das, was Monet sieht: ein Bild. Grandiose Malerei von beglückender Schönheit und bezwingender Sugges- tion. 20 Jahre Fondation Beyeler in Rie- hen: Das Museumwurde zumGlücks- fall für dieRegioBasiliensis (undnicht nur für sie). Auf jeden Fall eine wun- derbare Gelegenheit zu feiern, und das auch mit einem attraktiven Bei- programm und freiem Eintritt in die Ausstellung für jungeMenschenbis 25 Jahre. Fondation Beyeler: «Monet» – Licht, Schatten und Reflexion. Bis 28. Mai 2017, täglich geöffnet von 10–18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr. 28 Franken Ein- tritt (Erwachsene). Der Katalog kostet 62.50 Franken.

Claude Monet, «Seerosen», 1916–1919. Öl auf Leinwand, 200 x 180 cm. Fondation Beyeler, Riehen/Basel, Sammlung Beyeler. Foto: Robert Bayer

Vom Realismus zum Impressionismus

1870er-Jahren beteiligte sich Monet an verschiedenen Impressionisten- Ausstellungen, an denen auch Künstler wie Pierre-Auguste Renoir oder Edgar Degas teilnahmen, und wurde vor allem vom Kunsthändler Paul Durand-Ruel gefördert. Monets finanzielle Situation blieb bis in die 1890er-Jahre ange- spannt. In dieser Zeit entwickelte er das Konzept der Serie, nach dem er ein Motiv in verschiedenen Licht- stimmungen malte. Daneben be- gann er in Giverny an der Seine sei- nen berühmten Garten anzulegen, den er in der Folge auch alsMotiv sei- ner Bilder nutzte. Hier starb er am 5. Dezember 1926 infolge einer Lun- gensklerose.

rz. Oscar-Claude Monet wurde am 14. November 1840 in Paris geboren. Ab 1845wuchs er imnormannischen Le Havre auf, da Monets Vater dort im Handelshaus seines Schwagers Jacques Lecadre Arbeit fand. Monet besuchte ab 1851 das städtische Gymnasium, an dem auch Zeichnen unterrichtet wurde; die ersten über- lieferten Skizzen von 1856 zeigen Ka- rikaturen seiner Lehrer und Land- schaften um Le Havre. Ende der 1860er-Jahre begann Claude Monet, impressionistische Bilder zu malen. So entfernte er sich vom durch die traditionellen Kunst- akademien geprägten Zeitge- schmack, was seine finanzielle Situ- ation verschlechterte. In den

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