Beitrag des Bürgermeisters
Liebe Hirschbergerinnen und Hirschberger,
Seit Jahren hören wir von Bundes- und Landesre- gierungen sowie auf Kreis- und Gemeindeebene das Schlagwort „Wohnungsnot“. Das Grundrecht auf Wohnen ist ein fundamentaler Teil unseres Sozial - staates. Über 250.000 Wohnungen fehlen allein in Baden- Württemberg. In den Ballungszentren, wie bei uns hier in der Metropolregion Rhein-Neckar und ganz explizit auch bei uns in Hirschberg, sind es bis 2045 über 400! Der Zensus 2022 attestierte unserer Gemeinde einen Rückgang der Einwohnerzahlen um fast 200. Nahezu gleichzeitig war die Gemeinde zu Gruppen- schließungen in Kindergärten bzw. zur Schließung einer Kleinkindkrippe gezwungen. Dies sind Alarm- signale, die uns zum Handeln zwingen! Das Grundproblem ist, dass ganz unterschiedliche Bevölkerungsgruppen in unserer Gemeinde nicht den Wohnraum finden, der für ihre wirtschaftlichen und familiären Situationen geeignet bzw. finanzier - bar ist, z.B.: • Junge Hirschbergerinnen und Hirschberger wol- len den ersten eigenen Hausstand gründen und das elterliche Zuhause verlassen.
• Wohnungssuchende, deren Interesse auf geför- dertem Wohnraum liegen muss. Wohnberechti- gungsscheine werden ausgestellt, aber
Angebot in Hirschberg? Fehlanzeige!
Der Beschluss des Gemeinderates mit einer Mehr- heit von rund 80 % für ein Neubaugebiet ist das Ergebnis von 8 Jahren Beratungen auf der Basis von Fakten und Gutachten mit sorgsamer Abwägung im Spannungsverhältnis zwischen Wohnraumschaffung und Freiraumversiegelung. Die Ausschöpfung der Potentiale bei Bestandsim- mobilien ist nur im Einklang mit den Eigentümerin- nen und Eigentümern möglich. Wer dies in Frage stellt, fordert indirekt den Eingriff in Privateigentum und dies kann und darf kein Hirschberger Weg sein! Stimmen Sie bitte mit NEIN und damit für eine stabile demografische Entwicklung zum Erhalt der Schulen, Krippen und Kindergärten sowie der Zukunftssicherung unseres dörflichen Miteinan - ders in unseren Vereinen und Organisationen.
Wohnraum in Hirschberg? Fehlanzeige!
Ergebnis: Wegzug und wir verlieren eine Generation, die unsere Zukunft bedeutet!
• Planungen von Mitbürgerinnen und Mitbürgern für die Familien- und Elternphase.
Wohnraum in Hirschberg? Fehlanzeige!
• Mitmenschen, deren eigene Immobilie dem Markt zur Verfügung gestellt werden könnte, weil diese nicht mehr den Bedürfnissen für die aktuelle Lebenssituation (Wohnform, Barriere- freiheit, Größe, Raumaufteilung, Lage…) ent- spricht.
Ralf Gänshirt, Bürgermeister
Alternativen in Hirschberg? Fehlanzeige!
Ergebnis: es werden keine Bestandsimmobilien frei
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