ÄGYPTEN GIZEH
DER ZAUBER KAIROS In Kairo begegnet Ihnen die Geschichte auf Schritt und Tritt. Zwischen monumenta- len Pyramiden und prunk- vollen Moscheen, königlichen Mumien und geschä ! igen Basaren entfaltet sich eine Stadt, die ebenso tief in der Vergangenheit verwurzelt ist wie im Hier und Jetzt. HIGHLIGHT: GRAND EGYPTIAN MUSEUM das weltweit größte Museum für die Kulturgeschichte einer ein- zigen Zivilisation. Über 100.000 Exponate erzählen vom reichen Erbe Ägyptens - darunter die sensationelle Sammlung aus dem Grab des Tutanchamun. LUST AUF ÄGYPTEN BEKOMMEN?
Das kürzlich eröffnete Grand Egyptian Museum (GEM) in Gizeh zählt zu den größten archäologischen Museen der Welt und rückt die Schätze des Alten Ägyptens – allen voran die Sammlung Tutanchamuns – erstmals in unmittelbare Nähe zu Pyramiden und Sphinx.
Körper einst rötlich bemalt war, das Kopf- tuch vermutlich blau und gelb leuchtete. Die Sphinx war also kein stilles, monochromes Symbol, sondern ein au ! älliges Machtsignal in Farbe. Erst Wind, Sand und Sonne mach- ten aus ihr das Wesen, das sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt hat. VIELSAGENDER BLICK Die Lage dieses weltberühmten Bauwerks ist allerdings alles andere als zufällig gewählt. Auf den ersten Blick scheint die Sphinx ein- fach als steinernes Vorzimmer der Pyramiden von Gizeh zu fungieren. Doch ihre Position hat sehr viel mehr zu erzählen. Punktgenau ist sie zum Beispiel nach Osten auf den Son- nenaufgang ausgerichtet, was eine bewusste Verbindung zum Sonnengott Re und ein kla- res Symbol für Wiedergeburt und göttliche Ordnung im altägyptischen Weltbild darstellt. Sie fungierte als Wächter # gur des Pyrami- denplateaus, als Schwelle zwischen göttlicher Ordnung und irdischer Macht. Ironischer- weise war sie über weite Teile ihrer Geschich- te kaum sichtbar und lag jahrtausendelang bis zum Hals im Sand begraben. Erst im 19. Jahrhundert wurde sie vollständig freigelegt,
seitdem immer wieder restauriert, erneut fast von Sand verschüttet. Andere populäre Mythen halten einer genaueren Betrachtung aber nicht stand. Die fehlende Nase etwa ist kein Kollateralschaden napoleonischer Kano- nen. Wahrscheinlich wurde sie schon weitaus früher aus religiösem Eifer beschädigt. Und die berühmten geheimen Kammern unter ihr? Geologische Messungen zeigen Hohl- räume im Gestein, doch es handelt sich um natürliche Formationen, nicht um verborgene Schatzkammern. Und zuletzt noch der kor- rekte Artikel: „die“ und nicht „der“ Sphinx. LÖSUNG VIELER RÄTSEL Apropos Schätze: Nur wenige Gehminuten entfernt liegt seit Kurzem das Grand Egyp- tian, das größte archäologische Museum der Welt. Hier wird die Geschichte, die draußen im Wüstensand rätselha " bleibt, erstmals systematisch erzählt: mit modernster Mu- seumstechnik und tausenden Objekten, dar- unter erstmals die vollständige Sammlung der Grabbeigaben Tutanchamuns. Wer Gizeh heute besucht, erlebt eine der spannendsten Schnittstellen zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
5 Tage/4 Nächte Termin: 22. – 25.10.2026; ab € 2.290 p. P.
Die Sphinx verbindet zwei Welten: das fruchtbare Niltal hinter ihr und die trockene Wüste, Sinnbild für Tod und Ewigkeit.
UNSER EXPERTIN
Iris Busche
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COLUMBUS MAGAZIN 33
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