COLUMBUS Magazin Frühjahr 2026

MEXIKO CHICHÉN ITZÁ

„Nur“ ein Kalksteinloch, gefüllt mit Süßwasser und dennoch magisch: Die Cenote Ik Kil befindet sich gleich in der Nähe von Chichén Itzá.

LUST AUF MEXIKO BEKOMMEN?

Zweimal im Jahr scheint die gefiederte Schlange Kukulkán die Stufen der Treppe hinabzugleiten.

ZUM DIA DE LOS MUERTOS Auf dieser einzigartigen Reise erleben Sie hautnah, wie die Mexikaner das Wiedersehen mit den Seelen der Verstorbe- nen in prachtvoller Tradition feiern. Im Stadtteil Coyoa- can tauchen Sie in Paraden, ! eaterstücke und Volkstänze ein, die das Gedenken an die Ahnen lebendig halten. HIGHLIGHT: DER FRIEDHOF XOCO Beim Friedhofsbesuch im Stadtteil von Coyoacan wer- den die Toten praktisch zu- rück zu den Lebenden geholt; das gemeinsame Feiern geht nicht nur still und besinnlich über die Bühne!

AKUSTIK STATT ZAUBEREI Auch der berühmte „Vogelruf“ beim Klatschen vor der Treppe lässt sich erklären, ohne ihm dabei seinen Zauber zu nehmen. Die spezielle Anordnung der Stufen re % ektiert den Schall so, dass ein hohes, zirpendes Echo entsteht – ähn- lich dem Ruf des Quetzal-Vogels, der im Glau- ben der Maya als heilig galt. Ob diese Akustik absichtlich geplant wurde, ist bis heute nicht eindeutig belegt. Sicher ist nur: Die Wirkung funktioniert noch immer einwandfrei. Chichén Itzá war aber auch politisches und militärisches Zentrum, das zeigen Krieger- darstellungen, Säulenhallen und Schädelrei- hen. Der riesige Ballspielplatz – der größte in ganz Mesoamerika – war nicht nur Sport- stätte, sondern Bühne für Rituale mit drasti- schem Ausgang. Die größte Überraschung ist hier aber die Tatsache, dass sich unter der sichtbaren Pyramide eine weitere verbirgt. Und darunter noch eine. Dass in einer die- ser älteren Strukturen ein Jaguar- & ron mit

Jade-Einlagen entdeckt wurde, deutete man als Hinweis darauf, dass dieser Ort über Ge- nerationen hinweg erweitert wurde. Neue Herrscher bauten nicht neu, sondern einfach darüber. Macht wurde buchstäblich immer wieder erweitert. WARUM CHICHÉN ITZÁ VERSCHWAND Im 13. Jahrhundert verlor die Stadt an Be- deutung. Wahrscheinlich war es eine Mi- schung aus politischen Umbrüchen, Um- weltveränderungen und neuen Machtzent- ren. Die Stadt wurde nicht zerstört, sondern einfach verlassen. Was Besucher heute sehen, ist deshalb nicht ausschließlich Originalzu- stand. Große Teile der Anlage wurden im 20. Jahrhundert restauriert und rekonstruiert. Chichén Itzá ist darum auch ein Spiegel mo- derner Archäologie, ein Zusammenspiel aus Forschung, Interpretation und Bewahrung. Ein Ort, der mit unseren Sinnen spielt und daher jeden Besucher stets ein wenig ehr- fürchtig zurücklässt.

Rundreise 17 Tage / 16 Nächte Termin: 30.10. – 15.11.2026; Ab € 5.190 p. P.

Ein genauer Blick lohnt sich: In jedem Detail stecken Anhaltspunkte über die lange und ereignisreiche Geschichte dieses Bauwerks.

service@reisethek.at 0800 560 080

COLUMBUS MAGAZIN 35

COLUMBUS MAGAZIN 35

Made with FlippingBook flipbook maker