DIE STADT AN DER K(L)IPPE
Schönheit ist vergänglich, sagt man. Auf Bonifacio an der Südspitze Korsikas tri ! das jedenfalls zu, denn Teile der historischen Stadt sind nicht für die Ewigkeit gebaut. I n Bonifacio scheinen Gebäude der Schwerkra ! zu trotzen. Hoch oben auf weißen Kreidefelsen gebaut, klebt die Stadt regelrecht an der Südspitze Kor- sikas wie eine Mutprobe. Unten frisst sich das Wasser in den Fels, oben " anie- ren Besucher durch enge Gassen, als wäre nichts dabei. Bonifacio ist spektakulär, foto- gen und vielleicht nicht mehr lange da.
baut ist. Hinter den Felsen ö # net sich ein tief eingeschnittener Naturhafen, gut geschützt und belebt von Fischerbooten, Yachten und Fähren aus Sardinien. Nur zwölf Kilometer trennen Korsika hier von der Nachbarinsel. Der Weg hinauf in die Oberstadt führt vom Hafen vorbei an Restaurants und Bars, dann über die Montée Rastello, eine steile Treppe, die schon im Mittelalter einen der wichtigs- ten und alltäglichsten Wege darstellte. Oben angekommen, ö # net sich der Blick auf die überhängenden Klippen und auf eine Stadt, die sich jahrhundertelang verteidigen musste. HART UMKÄMPFTES JUWEL Die Porte de Gênes war bis 1854 der einzige Zugang zu Bonifacio, dahinter beginnt die Altstadt, die vom Leben unter Dauerbedro-
WO HÄUSER BEINAHE SCHWEBEN Die Lage Bonifacios ist einzigartig: Eine schmale Landzunge, darunter steil abfallende Klippen, in die Wind und Wellen seit Jahr- hunderten Grotten gewaschen haben. Bei Bootsaus " ügen gleitet man durch diese Höh- lenlandscha ! und sieht die Stadt von unten – und erst dann wird klar, wie kühn sie ge-
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