LESE TIPPS
Weil jede Reise auch das perfekte Buch braucht. VOR AUS (GE) LESEN
Nach Paris:
Nach Japan:
Bastian Kresser „Als mir die Welt gehörte“
Judith Brandner „Japan – Inselreich in Bewegung“
Judith Brandner – Japanologin, Buchautorin und ORF-Journalistin – spannt in ihrem neuen Buch den Bogen vom historischen Japan zur heutigen Gesellschaft. Eine spannende Reise durch die Zeit des Inselreiches, das beinahe 270 Jahre lang ohne Kontakt zur Außenwelt war und so eine ganz eigenständige Kultur und Gesellschaft entwickelt hat, die vielen im Westen noch immer fremd erscheinen mag. Lassen Sie sich überraschen, wie die japanische Gesellschaft, die Wirtschaft und die Politik im 21. Jahrhundert aussehen.
Man ist, wer man beschließt zu sein. Victor Lustig, bekannt als der Mann mit den tausend Gesichtern, erfand sich sein Leben lang neu. Vom Taschendieb mauserte er sich zu einem der berühmtesten und kreativsten Trickbetrüger, Geldfälscher und Hochstapler der Geschichte. Neben seinem größten Coup, dem erfolgreichen Verkauf des Eiffelturms an einen Schrotthändler, gelang es ihm unter anderem, Al Capone übers Ohr zu hauen sowie dermaßen viel Falschgeld drucken und in Umlauf bringen zu lassen, dass er beinahe das gesamte amerikanische Finanzsystem aus den Angeln hob.
Nach Barcelona:
Nach New York:
Nach Rom:
Lily Brett „Chuzpe“
Donna W. Cross „Die Päpstin“
Kathrin Benz „Antoni Gaudí – Der Architekt Gottes“
Antoni Gaudí ist zweifelsohne der herausragendste Architekt des Modernisme, dem katalanischen Jugendstil, sieben seiner Bauwerke gehören zum UNESCO- Weltkulturerbe. Wenigen ist jedoch seine doch recht exzentrische Persönlichkeit und sein eigenwilliger Lebensstil bekannt: In seiner Jugend ein lebenslustiger Dandy, zog er sich dann aber immer mehr aus dem sozialen Leben zurück und in seinen späten Lebensjahren lebte er asketisch und zölibatär, gab sich einer mystischen und extrem religiösen Haltung hin und konzentrierte sich am Ende ausschließlich auf die Sagrada Família.
Mein Lieblingsbuch von Lily Brett, die Hu- mor, Wärme und Verstand so unverwech- selbar und charmant mischt. In „Chuzpe“ geht es um Väter und Töchter, polnische Küche und Neurosen, ohne die man kein echter New Yorker ist. Eine herzerfrischen- de Geschichte aus Irrungen und Wirrungen, allesamt ausgelöst durch die neu erwachte Lebensfreude des munteren 87-jährigen Vaters und seiner Leidenschaft für die köstlichen „Klopse“ von Köchin Zofia – und für die Dame selbst, die seiner Tochter mit 69 Jahren allerdings viel zu jung für ihn erscheint. Happy End inklusive!
Die Existenz der Päpstin Johanna gilt historisch als nicht belegt und wird von Historikern überwiegend als Legende eingestuft. Liest man jedoch diesen Roman, erscheint es durchaus realistisch, dass es sie doch gegeben haben könnte – und ihr mythischer Status bewusst herbeigeführt wurde, um etwaige Wiederholungen zu vermeiden und die patriarchalischen Strukturen der römisch-katholischen Kirche nicht zu gefährden. Ein opulenter historischer Roman, spannend und realitätsnah geschrieben, der von der ersten bis zur letzten Seite gefangen nimmt.
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