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SCHULWEG Die Präventionsarbeit von Polizei und Schulen zeigt Wirkung

Gut informierte Kinder gehen Gefahren aus dem Weg Vor Kurzen gab es in Riehen zwei Meldungen betreffend Belästigung eines Kindes auf dem Schulweg – zweimal haben die Kinder gut reagiert.

• Kinder sollen immer wissen, von wem sie abgeholt werden. Für den Fall, dass einmal jemand anders kommt, empfiehlt es sich, ein indi- viduelles und jeweils geheimes Codewort abzumachen. Wenn der Abholende das Codewort nicht weiss, ist klar, dass Mutter oder Va- ter die Person nicht mit dem Abho- len des Kindes beauftragt hat. • Kinder sollen auf ihr Bauchgefühl hören und lieber einmal zu viel wegrennen als einmal zu wenig. Auch wenn sich eine Situation im Nachhinein als ungefährlich her- ausstellt, sollen die Kinder darin bestärkt werden, im Zweifelsfall vorsichtig zu sein und nicht «Mut beweisen zu wollen». Die Polizei bittet bei Bekanntwer- den heikler Vorfälle um sofortige Mel- dung über die Notrufnummer 117. Wichtige Anlaufstellen sind die Kri- minalprävention der Kantonspolizei (kriminalpraevention@jsd.bs.ch, 061 267 82 84) und die Abteilung Kindes- und Jugendschutz (061 267 45 55, akjs@bs.ch). Ausserdem gibt es rund um die Uhr verfügbare telefonische Beratungsstellen (143 für Erwachse- ne, 147 für Kinder und Jugendliche). Die Gefahr des Versteckten Ein zunehmendes Problem sind Belästigungen von Kindern im Inter- net oder über Mobiltelefone. Hier blei- ben Annäherungsversuche oft lange unbemerkt, weil sie gegenseitig ano- nym und im Versteckten geschehen – ein abschreckendes Beispiel ist der Fall «Paul», als ein 12-jähriger Knabe aus Solothurn von einem 35-jährigen Deutschen übers Internet kontaktiert und danach in Düsseldorf festgehal- ten und sexuell missbraucht wurde. ImGegensatz zumAnsprechen auf der Strasse sind sich die Kinder und Jugendlichen der Gefahren im Inter- net offenbar viel weniger bewusst. Die Polizei ist bedacht, das Bewusstsein auch für diese Gefahren verstärkt zu wecken und zu schärfen.

Rolf Spriessler-Brander

Am Montag, 28. Januar, wurde beim Bahnübergang Inzlingerstrasse eine Schülerin am frühen Nachmittag von einem Automobilisten gebeten, zu ihm ins Auto zu steigen. Die Schülerin rannte weg und ging auf einem Um- weg zur Schule. Und am Montag, 11. Februar, wurde eine Schülerin eben- falls am frühen Nachmittag bei der Einmündung des Pfaffenlohwegs in die Aeussere Baselstrasse von einem Mann gebeten, ihm zu folgen. Er war zu Fuss unterwegs und hatte einen grossen Hund mit Maulkorb dabei. Hier fuhr die Schülerin mit ihrem Trottinett sofort weg und informierte in der Schule die Lehrerin. Zwei Fälle von Belästigung auf ei- nem Riehener Schulweg innert zwei Wochen. Muss man sich Sorgen ma- chen? Stefan Camenisch, Abteilungs- leiter Bildung und Familie der Ge- meinde Riehen, sagt Nein. In den vergangenen Jahren sei nie ein Kind zu Schaden gekommen – und zwar nicht zuletzt deshalb, weil sich die Kinder in heiklen Situationen immer richtig ver- halten hätten. Das sagt auch Thomas Galli vom Polizeiposten Riehen. Nicht immer böser Wille Auch Katja Arnold und Daniel Soll- berger von der Jugend- und Präven- tionspolizei bestätigen dies. «Es gibt Flyer zu den Themen Schulwegsicher- heit und Kinder allein unterwegs», sagt Katja Arnold. Und auch unabhän- gig davon werde das Thema offenbar von vielen Familien zu Hause bespro- chen. Die Kinder seien auf der Hut, gingen Situationen, die ihnen gefähr- lich erschienen, aus dem Weg, und

Der Schulweg ist für Kinder ein wichtiges Thema – hier das Schulhaus Hinter Gärten.

Foto: Rolf Spriessler-Brander

• Eltern sollen ihre Kinder auf mög- liche Gefahren aufmerksam ma- chen, mit Botschaften wie: nie mit jemandem mitgehen, anderen von Erlebtem erzählen (Eltern, Er- wachsenen, Lehrpersonen), sich PersonenundDingemerken (Fahr- zeugtyp, Farbe, Nummernschild). • Eltern sollen den Schulweg ihrer Kinder kennen und Kinder sollen grundsätzlich immer denselben Schulweg benutzen. • Kinder sollen gemeinsam mit an- deren Kindern zur Schule und wie- der nach Hause gehen. Kinder kennen auch Abkürzungen und Schleichwege – diese sollen auch den Eltern bekannt sein. • Kinder sollen auf ihren Wegen, die sie öfters gehen, «Inseln» haben, zu denen sie gehen können, wenn ih- nen etwas nicht geheuer ist – ein Laden zum Beispiel, wo sie sich an eine Verkäuferin oder einen Ver- käufer wenden können, eine be- kannte Adresse unterwegs, wo sie klingeln können, belebte Orte, wo es sicher Leute hat.

manchmal komme es auch zu Miss- verständnissen, wie zum Beispiel in jenem Fall, als vor einem Basler Schulhaus ein Mann auffiel, der im Sommer mit den Schülern Panini- Fussballbildchen tauschen wollte, einfach weil er wusste, dass viele Schüler diese Bildchen sammelten. Dies bedeutet aber nicht, dass Poli- zei und Schule die Meldungen nicht ernst nehmen würden – Stefan Came- nisch redet von durchschnittlich ein bis zwei Fällen pro Jahr in Riehen. Gehe eine solcheMeldung zeitnah ein, werde sofort uniformierte Polizei zumOrt des Geschehens geschickt, um die Sicher- heit der Kinder zu gewährleisten, sagt Katja Arnold. Die Patrouillentätigkeit im betreffenden Gebiet werde erhöht, man suche nach Informationen. In Riehen werden bei Vorfällen auf dem Schulweg in der Regel die Eltern über Elternbriefe ihrer jeweiligen Schule informiert, und zwar jeweils schulhausübergreifend. «Im Zeitalter der elektronischen Medien bringt es nichts, wenn irgendwelche Halb- wahrheiten und Gerüchte kursieren,

da informieren wir lieber richtig und einheitlich», sagt dazu Stefan Came- nisch. Die Kinder vorbereiten Die grosse Herausforderung be- steht darin, das hohe Gefahrenbe- wusstsein der Kinder und Familien hochzuhalten, obwohl eigentlich nichts Schlimmes passiert. Denn dass es in Riehen – wie im ganzen Kanton – keine Fälle gibt, bei denen Kinder entführt, verschleppt oder auf irgend- eine Weise missbraucht worden sind, ist so selbstverständlich auch wieder nicht. Man weiss ja nicht, was passiert wäre, wenn das Mädchen beim Bahn- übergang ins Auto eingestiegen oder das Mädchen beim Pfaffenloh mit dem Mann mitgegangen wäre. Einfache Massnahmen helfen, die Kinder für Gefahren auf dem Schul- weg zu sensibilisieren. Zum Beispiel: • Kinder sollen nach aussen selbst- bewusst auftreten. Erfahrungsge- mäss sprechen potenzielle Täter bevorzugt unsicher und unselb- ständig wirkende Kinder an.

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