MAPA_KW11_2019

Muttenz

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Freitag, 15. März 2019 – Nr. 11

Trotz Sturmtief konnte das

Fasnacht

Feuer entfacht werden Dieses Jahr stand der Fackelumzug auf der Kippe, konnte letzten

Sonntag aber doch noch durchgeführt werden.

Von Tamara Steingruber

17.45 Uhr: Das OK Muttezer Fas- nacht, die Stützpunktfeuerwehr und der Verkehrsverein hielten eine Sitzung ab und besprechen, ob der Fackelumzug und das Höhenfeuer zustande kommen. Am Nachmit- tag des Füürsunntigs fegte das Sturmtief Eberhard mit bis zu 166 Kilometer in der Stunde übers Land. Gegen Abend beruhigte sich der Sturm und es regnete lediglich ein bisschen. «Wenn dasWetter wie am Nachmittag geblieben wäre, hätten wir das Höhenfeuer abge- sagt», so Steven Suter, der als Prä- sident für den Verkehrsverein ein- gesprungen war. Schlussendlich wurde beschlossen: «Wir machen es!» Steven Suter und Rainer Wied- mer steigen in eines der Fahrzeuge der Gemeinde und bringen die Fa- ckeln und warme Getränke hinauf zur mittleren Ruine. Wegen des windigen Wetters versammelten sich dieses Mal nicht so viele Leute um den Holzstapel wie letztes Jahr. Immerhin: 120 Fackeln wurden ausgehändigt. Der Geruch von Diesel liegt in der Luft und mit etwas Verzögerung ent- zündete die Feuerwehr das das Höhenfeuer. Das dauerte etwas länger, weil das Holz nass war. Dieses Jahr war das Feuer mit Vorsicht zu geniessen. Hin und wieder sorgte eine Böe dafür, dass der Rauch in das Publikum zog. WegendesWindesundderenormen Hitze waren neben glücklich auch etwas ängstliche Gesichter zu sehen. Als das Feuer schön brannte, wurden die Fackeln entzünde und Leute marschierten los, hinunter ins Dorf. «Ziggi zaggi, ziggi zaggi, hoi hoi hoi», war es durch denWald zu hören. Unten im Dorf wartet man ge- spannt auf die Fackelträger und darauf, dass der Umzug durch das Dorf startet. Mit von der Partie waren die Heuwänder-Gugge, die Schogger-Gugge sowie die Burg- gass-Waggis, der Robi-Spielplatz

In der Dämmerung zündete die Stützpunkt-Feuerwehr

Muttenz das Höhenfeuer an.  Fotos Tamara Steingruber

und einige weitere Gruppierungen. Auf dem Dorfplatz sorgten die Gugger für festliche Stimmung. In den Festzelten und verschiedenen Lokalitäten wie dem Burgchäller und dem Mittenza konnten sich Fasnachtsbesucher aufwärmenund wurden von den Schnitzelbänken bestens unterhalten. So heisst es auf dem Zeedel der Felgä Furzer Binggis: «D Retter vo dr Rütihard hänge überall e Plakat, direkt vor e Pool im Garte – was für e Spagat. S Salz söll me hole in färne Länder, e Huffe Lkws gfüllt bis unter d Ränder.» Und zur Bundesfeier: Me dänggts nit, aber es isch woor, d Kirchturm-Uhr zeigt d Zyt syt 100 Joor. Was dä Zäiger alles scho het dörfe mitbicho: dr offeni Dorfbach het me denn scho vor Joore gnoo. E mänge erschte Auguscht mit und ohni Gchlöpf, au d Verhaftig letscht Joor vo ne paar arme Tröpf.» Die jubilierenden Burggass-Waggis meinen dazu: «Und au dä viile Chinderli ver- teile me Kabelbinderli. D Polizei luegt, dass uns nüt pas- siert, bi dere Geschteschar e keine sich verliert. Am beschte wärs, mir vo dr Burg- gass würde das Dorf regiere. Denn bruuchte mir au kaini Poli- zyschte, mir packe Terrorischte äifach in e Kischte.

Weil beim Feuer eine enorme Hitze entsteht, mussten einige ihr Gesicht abwenden.

Interessanter als die sagenhafte Aussicht von der mittleren Ruine war am Füürsunntig natürlich das Höhenfeuer.

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