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Allschwiler Wochenblatt

Freitag, 6. Dezember 2019 – Nr. 49

Dank für einen Weihnachts- markt, «den es sonst so nirgends gibt» Ängelimärt

Gemeindepräsidentin Nicole Nüssli (Mitte links) hatte bei ihrer Ansprache zwei Kerzenträger zu ihrer Seite. Das Ängelimärt-Team, Eva Simon, Fleure Hintermann, Irene Vogt, Sarina Jenni, Verena Lauber und Caroline Jenni (von links) war wie gewohnt in Weiss vor Ort. Fotos Bernadette Schoeffel

Am diesjährigen Ängelimärt erhielten Organisatorin Verena Lauber und ihre Helferinnen den dritten Allschwiler Preis verliehen.

chen», so Nüssli. In vergangenen Jahren waren Margrit Mensch und Schwester Bonifatia mit dem Preis ausgezeichnet worden. Wie Nüssli ausführte, zeige sich das grosse Engagement desTeams auchdaran, dass es den Märt bereits seit 24 Jahrenorganisiert. Speziell sei diese Leistung auch, wenn man zurück- denke, wie 1996 alles begann: «Damals hat man angefangen mit 15 Marktständen und etwa 100 Besuchern – ein kleines Grüppchen imVergleich zu dem, was wir heute draussen sehen.» Schon nach wenigen Ausgaben sei klar geworden, dass das Ver- kehrsregime an die Grenzen stiess und eine Sperrung des Dorf für den Individualverkehr nötig war. Dies habe die Organisatorinnen dazu bewogen, den Märt jeweils am Vorabend des Klausenlaufs durch- zuführen, um Synergien zu nutzen, so Nüssli. Seit einigen Jahren ist die Verbindung zum Klausenlauf nicht mehr gegeben, da er nicht mehr durchs Dorf führt. Der Klausenlauf seinerseits hat dieses Jahr auch etwas zu feiern: Diesen Sonntag findet die 40. Ausgabe statt. Nüssli betonte in ihrer Anspra- che, dass der Ängelimärt zu den Allschwiler Anlässen von überregi- onaler Bedeutung gehöre. «Man kann fast sagen, von weltweiter Bedeutung!», so die Gemeindeprä- sidentin.ImVerlaufderJahrehätten die Organisatorinnen es geschafft, den Märt immer wieder neu zu er- finden und neue Attraktionen zu bieten. Von einer Feuertänzerin, verschiedenen Chören zu Prämie-

rungen des schönsten Marktstan- des oder des besten Glühweins. «Mit dem Engagement, das ihr an den Tag gelegt habt, war der Änge- limärt wirklich jedes Mal ein Uni- kat», soNüssli.Nicht zuletztwegen der fantasievollen Dekoration be- sitze derÄngelimärt einen einzigar- tigen Charme und Zauber. Nur dank dem Einsatz des OK-Teams habe Allschwil einen Weihnachts- markt, «den es sonst so nirgends gibt». Nach der Übergabe des Preises – er ist mit 2000 Franken dotiert – bildete das Orgelspiel von Matthias Krüger den Abschluss der Feier. Die Anwesende begaben sich danach

zum Landhus für einen Apéro oder gesellten sich zu den über tausend Besuchern für einen Rundgang durch den Märt. An knapp 150 Ständen gab es viele Dekoartikel, aber auch Essen und Trinken zu kaufen. Angesichts der eher kalten Temperaturen freu- ten sich viele über heissen Punsch und Glühwein. Wie in den letzten JahrengabesinderAltenDorfkirche ein musikalisches Programm. Die Kollekte kommt derRenovationder Kirche zugute. Bei friedlich heimeli- ger Atmosphäre lud der Änglimärt einmal mehr zum längeren Verwei- len und zum ausgiebigen Plaudern mit alten und neuen Bekannten ein.

Von Andrea Schäfer

«Ich habe als Pfarrer in dieser Kir- che schon vieles machen dürfen, aber das heute ist eine Premiere», sagte Thomas Zellmeyer am letzten Samstagabend in der Alten Dorf- kirche, als er die Anwesenden zur dritten Verleihung des Allschwiler Preisesbegrüsste.«Ichdarfnämlich Kerzenträger sein für die Gemein- depräsidentinvonAllschwil,Nicole Nüssli. Das freut mich sehr.» Für die Preisverleihung war die Kirche nur mit Kerzen beleuchtet. NebendenKerzen leuchteten einzig die mit Lämpchen ausgestatteten Mützen und Schärpen des Ängeli- märt-Teams. OrganisatorinVerena Lauber und ihre Helferinnen Irene Vogt, Caroline Jenni, Eva Simon, Fleure Hintermann und Sarina Jenni, waren wie gewohnt ganz in Weiss als Engel verkleidet. Wie Nicole Nüssli in der Lauda- tio erörterte, vergibt derGemeinde- rat den Allschwiler Preis an Einzel- personen oder an Gruppen, die sich ganz besonders für die Gesellschaft in Allschwil engagieren. «Es ist mir und dem Gemeinderat Allschwil eine ganz grosse Freude, euch für das langjährige Organisieren und Durchführen des Ängelimärts den drittenAllschwiler Preis zuüberrei-

Die Heiligen Drei Könige verdankten die Spenden zugunsten der Versteckten Armut mit einem kräftigen Poltern ihrer Stöcke.

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