RZ_KW32_2017

AZA 4125 Riehen 1

11. AUGUSt 2017

Riehener Zeitung DI E WOCHENZE I TUNG FÜR R I EHEN UND BETT INGEN

96. Jahrgang | Nr. 32

Redaktion und Inserate: Riehener Zeitung AG Schopfgässchen 8 , Postfach 198 , 4125 Riehen 1 Telefon 061 645 10 00 , Fax 061 645 10 10 www.riehener-zeitung.ch Erscheint jeden Freitag Preis: Fr. 2.– , Abo Fr. 80.– jährlich

«No Biz Chille»: Ein friedliches Musikfestival in passender Umgebung

Ausstellung: Kurt Wyss’ Fotografien ab morgen im Kunst Raum Riehen

Sommerlager: Abenteuer in Arth-Goldau für die Jungschar Riehen-Dorf SEItE 8

Basler Cup: Erst nach 120 Minuten erreichte der FC Amicitia I die zweite Runde SEItE 9

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Claraspital ist neu ein Referenzzentrum rz. Das Bariatrische Zentrum am Claraspital vor den Toren Riehens hat sich als Referenzzentrum visitieren lassen und ist damit das zweite Spital in der Schweiz, in dem die Swiss Socie- ty for the Study of Morbid Obesity and Metabolic Disorders (SMOB) ein Audit vor Ort durchgeführt hat. Gemäss ei- ner Medienmitteilung ist das Claraspi- tal Bariatriezentrum das grösste der Nordwestschweiz und verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung, ein hoch- spezialisiertes Angebot und eine inter- national renommierte Forschung. Die Bariatrie ist eine multidiszipli- näre Fachrichtung zur Diagnose und individualisierten Behandlung der chronischen Krankheit Adipositas. Der Status «Bariatrisches Referenz- zentrum» ist in der Schweiz die höchs- te Auszeichnung auf dem Gebiet und erfordert seitens der SMOB die Erfül- lung eines umfangreichen Anforde- rungskatalogs. Dieser beinhaltet die interdisziplinäre Zusammensetzung des behandelnden Teams, die Fall- zahlen und die Möglichkeit, hoch- komplexe Revisionseingriffe, aber auch bariatrische Routineeingriffe bei multimorbiden Patienten durch- führen zu können. Das bariatrische Referenzzentrum ist Voraussetzung, dass am Claraspital das ganze Spekt- rum der bariatrischen Chirurgie im Rahmen der hoch spezialisierten Me- dizin angeboten werden kann. Gelebte Interdisziplinarität Die Auditoren der SMOB hätten sich während ihres Besuchs im Clara- spital besonders beeindruckt von der hohen gelebten Interdisziplinarität, der lückenlosen Dokumentation so- wie der hohen Nachkontrollrate ge- zeigt, heisst es im Communiqué. «Da bariatrische Therapien hochkomplex sind, sind Selektion und Vorbereitung ebenso wichtig wie ein korrekt durch- geführter chirurgischer Eingriff und eine lückenlose Nachbehandlung», lässt sich Ralph Peterli, Stv. Chefarzt Viszeralchirurgie, zitieren. Und wei- ter: «Im Claraspital arbeiten Stoff- wechselspezialisten, Chirurgen und Psychiater sehr eng und vor allem ganz gleichberechtigt zum Wohle der Patienten zusammen.» Die bariatrische Forschung des Cla- raspitals spielt für das Bariatriezent- rum eine grosse Rolle. Die Entdeckung bestimmter Stoffwechselreaktionen durch Forschende des Claraspitals hät- ten dazu geführt, dass die bariatrische Chirurgie heute nicht mehr nur das Ge- wicht im Fokus habe, sondern auch die Begleit- und Folgeerkrankungen – allen voran Diabetes, aber auch Fettstoff- wechselstörungen wie hohes Choleste- rin, hoher Blutdruck und Gefässer- krankungen, schreibt das Claraspital.

SCHULBEGINN Am kommenden Montag beginnt das Schuljahr 2017/18

Mehr Primarschulkinder brauchen mehr Platz

Zwei erste Primarschulklas- sen mehr als vergangenen Sommer gibt es im kommen- den Schuljahr in den Gemein- deschulen von Bettingen und Riehen – nicht nur deshalb bleibt der Schulraum ein wichtiges Thema. Am kommenden Montag ist es wieder so weit: Das neue Schuljahr beginnt und viele Kinder gehen zum ersten Mal in den Kindergarten oder in die erste Klasse der Primarschule. Da heisst es besonders aufgepasst für alle Verkehrsteilnehmenden, insbesonde- re für diejenigen, die mit dem Auto unterwegs sind und in verschiedenen Haupt- und Quartierstrassen die Schulwege der neuen Kindergärtler und Erstklässler kreuzen. Diese bewe- gen sich auf neuem Schulweg und oh- ne viel Erfahrung noch nicht so sicher im Strassenverkehr wie ihre älteren Kolleginnen und Kollegen – und aus- serdem nehmen Kinder den Strassen- verkehr ganz anders wahr als die Er- wachsenen. Viele neue Primarschulkinder Diesmal sind es in den Gemeinde- schulen von Bettingen und Riehen be- sonders viele Kinder, die vom Kinder- garten in die Primarschule kommen, nämlich 235 (im Vorjahr waren es 203). Diese Steigerung führt dazu, dass im Schulhaus Erlensträsschen zwei erste Klassen gebildet werden statt nur einer und in den Schulhäu- sern Wasserstelzen und Niederholz je drei statt zwei erste Klassen den Schulbetrieb aufnehmen. Berück- sichtigt man, dass im Schulhaus Hin- ter Gärten wieder zwei statt wie im letzten Jahr drei erste Klassen zu Hau- se sind, bedeutet dies eine Steigerung von 11 auf 13 erste Primarschulklas- sen auf das neue Schuljahr. «Damit ist nun ein Höhepunkt er- reicht, die gegenwärtigen Kinderzah- len lassen für die kommenden Jahre einen leichten Rückgang erwarten», sagt Stefan Camenisch, Co-Leiter der Gemeindeschulen Bettingen Riehen. Neu in den Kindergarten kommen 184 Kinder (im Vorjahr waren es 196), das zweite Kindergartenjahr nehmen 212 Kinder in Angriff. Insgesamt besu- chen im neuen Schuljahr 1697 Kinder (im Vorjahr 1663) die Riehener und Bettinger Kindergärten und Primar- Rolf Spriessler-Brander

Mit diesen Plakaten macht die Kantonspolizei auf den Schulbeginn aufmerksam – jetzt ist besondere Aufmerk- samkeit geboten, denn viele Kinder haben einen neuen Schulweg. Foto: Rolf Spriessler-Brander

schulen an den sechs Standorten Bet- tingen, Burgstrasse, Erlensträsschen, Hinter Gärten, Niederholz und Was- serstelzen. Im Niederholz und im Wasserstel- zen konnte der Raummehrbedarf für die zusätzliche Primarschulklasse je- weils durch die Zusammenlegung der Fachräume für die Fächer «Natur Mensch Gesundheit» und «Zeichnen» geschaffen werden. «Damit sind im Wasserstelzen nun aber die Raumre- serven restlos ausgeschöpft», sagt Ca- menisch. Schulraum bleibt ein Thema Grosse Neuerungen gibt es imHin- blick auf das neue Schuljahr für ein- mal keine – ausser dass das Rektorat und einige Schulstandorte neue Tele- fonnummern erhalten haben. Das hängt damit zusammen, dass die ver- alteten Hauszentralen der einzelnen Standorte durch das Telefonsystem der Zentralen Dienste Basel-Stadt er- setzt werden, was grössere Kapazitä- ten und mehr Flexibilität erlaubt. Weiterhin ein wichtiges Thema sein wird der Schulraum, zumal die Gemeinden vom Kanton die Verant- wortung für ihre Schulbauten über- nommen haben. Das Kindergarten- und Tagesstrukturprovisorium auf der Essiganlagewird von denGemein- deschulen noch bis voraussichtlich

Februar 2018 benötigt, dann kann der Neubau an der Paradiesstrasse mit ei- nem Doppelkindergarten und einer Tagesstruktur bezogen werden. Da- mit wird auch das CVJM-Haus an der Kornfeldstrasse als Kindergartenpro- visorium nicht mehr benötigt.

es auch in Zukunft für die kantonalen Brückenangebote nutzen. Deshalb wolle der Kanton die Tagesbetreuung nicht mehr im alten Niederholzschul- haus haben, erläutert Stefan Came- nisch den Hintergrund. Um den nöti- gen Raum für die Tagesbetreuung zur

Das in die Jahre gekommene Kindergartengebäude am Siegwaldweg ist sanierungsbedürftig und soll in naher Zukunft durch einen Neubau ersetzt werden.

Ursprünglich war geplant, daran anschliessend den Kindergarten am Siegwaldweg ins Provisorium auf der Essiganlage zu zügeln, um am Sieg- waldweg einen Neubau zu realisieren. Da nun aber am Siegwaldweg zuerst noch abgeklärt wird, ob der Neubau zusätzlich zum Doppelkindergarten auch noch Wohnungen beherbergen soll, hat es dort eine Verzögerung ge- geben. Eine entsprechende Vorlage liegt derzeit bei der zuständigen Ein- wohnerratskommission. Tagesstruktur Niederholz In Abklärung ist ausserdem, ob das bestehende Provisorium beim Schul- haus Niederholz auf dem «Hebelmätte- li» durch die Gemeindeschulen weiter- hin genutzt werden soll. Hintergrund dazu ist ein Mehrbedarf an Raum im Zusammenhang mit der Tagesstruktur. Die Tagesstruktur des Gemeindeschul- standortes Niederholz ist gegenwärtig noch im alten Primarschulgebäude an der Niederholzstrasse untergebracht. Dieses Schulhaus hat der Kanton der Gemeinde – trotz entsprechendem Interesse – nicht verkauft und möchte

Verfügung zu haben, sei man deshalb weiterhin auf das Provisorium auf dem Hebelmätteli angewiesen. Ent- sprechende politische Entscheide ste- hen allerdings noch aus. Info-Abend zum Bettinger Schulhaus In Bettingen laufen die Vorberei- tungen für das Erweiterungs- undUm- bauprojekt des Primarschulhauses. Im Herbst sollen die Bauarbeiten für ein Primarschulprovisorium auf dem Parkplatz der Bettinger Badi beginnen. Bezugsbereit sein soll das «Übergangs- Schulhaus» auf Beginn der kommen- den Fasnachts-Schulferien (10.–24. Fe- bruar 2018), wie Projektmanagerin Dagmar Schünemann vom Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt auf Anfrage bestätigt. Das erweiterte und umgebaute Primarschulhaus Bettin- gen soll dann im Juli 2019 bezugsbereit sein, rechtzeitig auf das Schuljahr 2019/20. Am Donnerstag, 21. Septem- ber, findet in Bettingen eine öffentli- che Informationsveranstaltung zur Bettinger Schulhaussanierung statt (19.30 Uhr, Dorfhalle Bettingen).

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Noch bis voraussichtlich Februar 2018 beherbergt das Provisorium auf der Essiganlage Kindergarten und Tagesstruktur – dann ist der Neubau an der Paradiesstrasse bezugsbereit.

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