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SIEGWALDWEG Die Gemeinde Riehen stellt ein Generelles Baubegehren für das Projekt eines neuen Doppelkindergartens

Geteilte Meinungen zum neuen Kindergarten Siegwaldweg

Mit einer Petition haben Anwohner Änderungen am Neubauprojekt eines Doppel- kindergartens am Siegwaldweg verlangt, eine erste Antwort des Gemeinderats liegt nun vor. Im vergangenen September wurden die Ergebnisse des Wettbewerbsver- fahrens für einen neuen Doppelkin- dergarten amSiegwaldweg vorgestellt. Die heutigenKindergartengebäude am Siegwaldweg sind stark sanierungsbe- dürftig und entsprechen nicht mehr den Raumstandards, wie sie heute von einem Kindergartengebäude gesetz- lich verlangt werden. Weil sich für die kommende Zeit ein Mehrbedarf an Kindergartenplätzen abzeichnet, mussten die Wettbewerber ausserdem aufzeigen, wie zu einem späteren Zeitpunkt ein dritter Kindergarten hinzugefügt werden könnte. Aussenmauer weckt Kritik Das siegreiche Konzept «vita hor- tus» der Morger Architekten AG in Ba- sel löst das Platzproblem damit, dass die Kindergartengebäude samt einem dazwischen liegenden Mehrzweck- raum eingeschossig und U-förmig an der Parzellenaussengrenze gesetzt wurden, wodurch in der Mitte ein grosszügiger Innenraumals Freiraum und Spielfläche für die Kinder ent- stand. Dort, wo keine Gebäude an der Parzellengrenze stehen, wird das Kin- dergartengelände von einer Mauer eingefasst. Diese Mauer würde an der südöstlichen Ecke des Grundstücks, also am Siegwaldweg Richtung Gren- zacherweg, bei einer Erweiterung zur Rolf Spriessler-Brander

Visualisierungen des Siegerprojekts: Blick von der Strasse Richtung Kindergarten und Blick aus demMehrzweckraum in den Hof.

Das Modell zeigt U-Förmig die beiden Kindergärten mit dem verbindenden Mehrzweckraum, daran anschliessend die Mauer. Fotos: Rolf Spriessler-Brander

senmauern generell um drei Meter gegen innen versetzt werden sollen, damit die Kinder rund um das Gebäu- de laufen können und auch aus Rück- sicht gegenüber den Nachbargrund- stücken. Petenten werden informiert Der Gemeinderat hat sich inzwi- schenmit der Petition befasst und den Petenten zugesichert, ihre Bedenken und Anregungen in die Weiterent- wicklung des Projektes einfliessen zu lassen, sagt die zuständige Gemein- derätin Silvia Schweizer auf Anfrage. Ein definitives Bauprojekt besteht nämlich noch nicht. Bei den Wettbe- werbsbeiträgen handelt es sich um architektonische Konzepte, noch nicht um ausführungsreife Projekte. Kurz nach Ostern wird die Ge- meinde nun auf Basis des Sieger­ beitrags ein Generelles Baubegehren stellen, das Grundsatzfragen klärt und für die weiteren Planungsschritte Rechtssicherheit schaffen soll. Im Rahmen des Baubegehrens werde die Topografie in den Plänen eingezeich- net sein. Dadurch werde ersichtlich, wie hoch die geplante Mauer von wel- cher Stelle her effektiv sein werde, so Silvia Schweizer weiter. Dass auf die geplante Mauer ganz verzichtet wer- den könne, glaubt sie nicht. Mehr Durchlässigkeit könne aber durchaus ein Thema sein. Die Planer hätten diesbezüglich ihre Offenheit signali- siert. Nach Abschluss des Generellen Baubegehrens folgt die Ausarbeitung

eines Vorprojekts, in dessen Verlauf die Änderungsvorschläge der Peten- ten geprüft werden sollen. Anschlies­ send werden die Petenten informiert, welche ihrer Vorschläge aufgegriffen worden sind und welche verworfen und welche Überlegungen zu diesen Entscheiden geführt haben. Vorausgesetzt es gibt keine Ein- sprachen, die zu Verzögerungen in der Planung führen, könnte im Sommer 2020 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Diese werden auf rund zwei Jahre veranschlagt. In dieser Zeit würde der Kindergarten Siegwaldweg an einem Ersatzstandort geführt, der noch zu bestimmen ist. Planen in engem Rahmen «Ein Problem scheint mir zu sein, dass die Kritiker des Projekts dieses mit dem heutigen Zustand verglei- chen und nicht mit den anderen Wettbewerbsbeiträgen», sagt Stefan Camenisch, Abteilungsleiter Bildung und Familie der Gemeinde Riehen. Natürlich habe der heutige Kindergar- ten am Siegwaldweg mit seinem von aussen einsehbaren Garten einen ganz anderen Charakter als ihn der Neubau haben werde. Das heutige Raumprogramm sei ja auch wesent- lich kleiner als das nun neu geplante. Der Neubau werde ausserdemauch einen Mehrwert für das Quartier brin- gen, ergänzt Camenisch. Der Mehr- zweckraum, der mit beiden Kinder- gärten verbunden ist und von diesen tagsüber genutzt werden kann, werde

Gebäudeaussenmauer eines dritten Kindergartens. Die geplanten Mau- ern, die den neuen Kindergarten ein- fassen sollen, sind bei Anwohnenden auf Kritik gestossen. In einer Petition, die von über 200 Personen unterzeichnet wurde und an den Gemeinderat ging, fordern sie den Verzicht auf die Mauer. Diese sol- le erst dann erstellt werden, wenn der Bau des dritten Kindergartens nötig würde. DieMauernwürdendenLärm- pegel innerhalb des Kindergartenare- als verstärken und so den Stresslevel für Kinder und Betreuer erhöhen. Auch gehe durch die geplante Mauer wertvolles Tageslicht verloren, wird imPetitionstext argumentiert. Ein Pe- tent verlangt ausserdem, dass die Aus­

abends und an Wochenenden gemie- tet werden können. Er wäre geeignet für kleinere Veranstaltungen, etwa Lesungen und Konzerte, für ein Publi- kum von etwa bis zu vierzig Personen, sagt Camenisch. Das wäre eine gute Ergänzung zu den heute bereits ver- fügbaren Lokalen. Grössere Anlässe können schon heute zum Beispiel im Saal der Kornfeldkirche oder im Andreashaus durchgeführt werden. Eine andere Philosophie Alle Wettbewerbsteilnehmer hät- ten sich schwergetan mit der Auf­ gabe, auf dem zur Verfügung stehen- den Raum neben dem notwendigen Gebäudeprogramm genügend Frei- und Spielflächen unterzubringen. Viele hätten mehrstöckige und damit wesentlich wuchtigere Gebäude vor­ gesehen. Die Idee der Wettbewerbs­ gewinner, durch die Anordnung der Gebäude entlang der Parzellengrenze in der Mitte des Areals Freiräume zu schaffen, sei gerade das Überzeugen- de. Dies bedeute aber auch, dass der neue Kindergarten eine andere Philo- sophie verfolgen werde als der alte. Die Planer sprechen von einer «Kloster­ atmosphäre». Natürlich sei das eine ganz andere Philosophie als jene, die den heutigen Kindergarten Siegwald- weg präge. Beide Philosophien hätten aber ihre Berechtigung, sagt Came- nisch. Gerade in einer Zeit zunehmen- der Reizüberflutung hätte die Idee einer Konzentration nach innen durchaus ihren Reiz.

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Der Plan zeigt den Kindergarten im Vollausbau, der Teil rechts unten wird vorläufig nicht gebaut und nur mit einer Aussenmauer eingefasst.

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