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Birsfelder Anzeiger

Freitag, 20. November 2020 – Nr. 47

haben wir bestimmen können. Aber woher diese dann das Mobi- liar beziehen, das konntenwir nicht beeinflussen», so Schürmann. Im- merhin kommen die Möbel nicht direkt aus Amerika. Produziert werden sie in München. Die Einrichtungsgegenstände für den Pausenraum sowie einige Bespre- chungstische in den Büros stammen hingegen von anderen Produzenten. Im ersten Fall ist das die Brunner AG mit Sitz in Schönbühl, im letzteren eine Schreinerei in Liestal. Über drei Etagen verteilt Was beim neuen Standort anders als beim alten sein wird, ist die Trennung zwischen dem Kunden- und demMitarbeiterbereich. Nebst den Schaltern wird es genügend Räumlichkeiten für Kundenbera- tungen geben – natürlich auch so gestaltet, dass die Diskretion ge- wahrt bleibt. Die neue Gemeinde- verwaltung erstreckt sich über drei Stockwerke. Im Erdgeschoss befin- den sich die Information, die Ein- wohnerdienste sowie die Abteilung Finanzen und Steuern; der erste

Sowohl die Arbeitsplätze als auch der Pausenraum sind fast vollständig eingerichtet. Fehlen tut nur noch der Feinschliff.

den ebenfalls im obersten Stock zu finden sein. Drei Sitzungszimmer bieten in der zweiten Etage ausser- dem ausreichend Platz für Bespre- chungen und Anlässe. Es wird nicht mehr lange dau- ern, bis die Birsfelderinnen und Birsfelder an der neuen Verwaltung begrüsst werden können, freute sich Martin Schürmann. Die Un- kosten, die durch die Verzögerung des Umzugs entständen, seien ef- Respekt gegenüber politischem Gegner Aktuell zieren unzählige Plakate mit Werbung für die Konzern­ verantwortungsinitiative (korrekt: Volksinitiativefürverantwortungs­ volle Unternehmen) Birsfeldens Strassen. Viele der Plakate werben mit Kindergesichtern für das An- liegen. Hat es deswegen einen Shit- stormgegebenwie beimSVP-Video über die Begrenzungsinitiative, in dem ebenfalls ein Kind vorkommt? Nein. Wieso auch? Die SVP steht ja nicht dahinter. Regelmässig werden in Birsfel- den rund 50 Prozent der SVP-Pla- kate beschädigt, zerstört, be- schmiert, abgerissen oder gleich ganz «entsorgt». Die aktuellen Plakate der Konzerninitiative sind alle unbeschädigt. Die geneigte Le- serschaft kann ihre eigenen Schlüsse daraus ziehen, aus wel- chem politischen Lager die unde- mokratischen Plakatzerstörer kom- men dürften, die für sich selbst re- klamieren, ach so demokratisch zu sein. Das Demokratieverständnis en- det wohl bei einigen, sobald ein Anliegen dem eigenen Weltbild auch nur ein bisschen entgegen- steht. Währenddessen respektiert die angeblich so sture und rück- ständige SVP-Wählerschaft die Pla- kate der politischen Kontrahenten. Peter Sumsander, Mitglied SVP Birsfelden

fektiv noch nicht absehbar, teilte er auf Anfrage des Birsfelder Anzei- gers mit. «Wir sind gerade mit der Umzugsfirma und dem IT-Unter- nehmen im Gespräch. Es kann schon sein, dass durch die kurzfris- tige Stornierung unseres Vorhabens gewisse Kosten anfallen werden.» Die Erleichterung, dass trotz des Zwischenfalles nun doch noch alles bald seinen Lauf nehmen wird, überwiegt aber. Leserbriefe Geben Sie immer Ihren vollstän- digen Namen und Adresse an. Die maximale Länge eines Leser- briefes beträgt 1300 Zeichen inklusive Leerschläge. Wir ver- öffentlichen keine offenenBriefe. Schicken Sie Ihren Leserbrief an redaktion@birsfelderanzeiger.ch oder an Birsfelder Anzeiger, Grei- fengasse 11, 4058 Basel. Wir sind bestrebt, alle Leserbriefe abzu- drucken, und kürzen, wenn nö- tig ist, mit der entsprechenden Sorgfalt. Redaktionsschluss ist jeweils montags, 12 Uhr.

Stock beherbergt die Bereiche Si- cherheit und Rettung und die sozi- alen Dienste; im dritten Stock wer- den diejenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr Büro haben, die für die Abteilungen Bau, Ver- kehr und Umwelt, Gesellschaft, Freizeit und Kultur sowie für die Stadtentwicklung zuständig sind. Das Sekretariat und die Verwal- tungsleitung sowie der Gemeinde- präsident Christof Hiltmann wer- setzt nicht alle unter den Generalver- dacht, Mörder, Diebe, Umweltver- schmutzer oder sonst irgendwelche Verbrecher zu sein. Also, lasst euch von solchen Scheinargumenten nicht einlullen. Franz Büchler, Birsfelden Menschenrechte sind das Mindeste Verantwortung ist ein oft gebrauch- tes Wort in der Wirtschaft. Viele nehmen sie auch vorbildlich wahr, doch gerade im Ausland vergessen einige Firmen, dassMenschenrechte allen zustehen und dass Umwelt- schutz überall wichtig ist. Manche tun dies auch, weil sie wissen, dass sie dort keine Strafen erwarten und sie ihre Verantwortung so nicht wahrnehmen müssen. Verantwor- tung heisst, bereits frühzeitig mög- liche Probleme zu erkennen, recht- zeitig zu handeln und Schaden zu verhindern. Verantwortung heisst, für Fehler geradezustehen. Genau das verlangt die Konzernverantwor- tungs-Initiative. Nicht mehr. Es ist nicht zu viel verlangt, wenn wir den Anspruch an global han- delnde Konzerne haben, dass sie ihre Aktivitäten korrekt ausführen. Wer die Qualität von Rohstoffen über Kontinente und Ozeane hin- weg kontrollieren kann, muss auch die Einhaltung von Menschenrech- ten garantieren. Ich stimme darum Ja zur Konzernverantwortungs-Ini- tiative. Florian Schreier, Birsfelden

Leserbriefe Wir sprechen über Menschenrechte

Auch wenn Economiesuisse, Swiss- mem, Swiss Banking und Inter- pharma nicht über Menschenrechte sprechen wollen, wie der Tages-An- zeiger berichtete: Wir tun es. Dazu brauchen wir keinen Bernhardiner, der sich in den Schwanz beisst und auch kein KMU-Teufelchen, denn gegen KMU haben wir nichts. Es sei denn, diese KMU würde zum Bei- spiel mit Gold oder Diamanten han- deln, die mit Kinderarbeit gefördert wurden. Und Kinderarbeit ist eine Verletzung der Menschenrechte. Auch die Betonung der Gegner der Konzernverantwortungsinitiative, dass 99,9 Prozent der Schweizer Unternehmen sauber arbeiten wür- den und es darum für 0,1 Prozent der Unternehmen kein Extragesetz brauche, ist nicht stichhaltig. Da ist nichts von Generalverdacht. Schliesslich habenwir jedeMenge Gesetze, die nur 0,1 Prozent der Bür- gerinnen und Bürger betreffen. Das

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