SafetyCompanion 2019 Deutsch

Simulation & Engineering

Materialmodelle von Kunststoffen und Schäumen für die Crashsimulation Beschreibung

Voraussetzung für die Teilnahme sind mindestens 1 Jahr Erfahrung mit FEM-Programmen wie LS-DYNA, PAM-CRASH und RADIOSS. Inhalte „ „ Übersicht der imAutomobilbau verwendeten Polymerwerkstoffe „ „ Übersicht über die Validierungs- und Verifizierungsprozedur für Kunststoffe „ „ Grundlagen der Werkstoffmechanik „ „ Simulation von elastischen und visko-elastischen Polymerwerkstoffen mit Volumenelementen „ „ Übersicht verfügbarer Materialmodelle in expliziten Rechenprogrammen „ „ Einführung in die Elastoplastizität „ „ Simulation von Kunststoff-Bauteilen als Validierungsbeispiele „ „ Berechnung von Strukturbauteilen aus kurzfaserverstärkten Kunststoffen

Die numerische Simulation ist heute elementarer Bestandteil des Entwicklungsprozesses von Kraftfahrzeugen. Viele wich- tige Entscheidungen, besonders im Crash-Bereich, basieren auf Simulationsergebnissen. Zunehmend kommen im Fahr- zeugbau Kunststoffe wie Polymerschäume, Elastomere und Thermoplaste zum Einsatz. Deren Werkstoffeigenschaften sind allerdings wegen ihrer Vielfalt und Struktur wesentlich komplizierter zu beschreiben als klassische Konstruktions- werkstoffe wie Stahl und Aluminium. Die mechanischen Eigenschaften von Polymerwerkstoffen stellen somit eine große Herausforderung für den Simulationsexperten dar. Inzwischen stehen dafür verschiedene Modelle in expliziten FEM-Programmen wie LS-DYNA, PAM-CRASH oder RADIOSS zur Verfügung. Die Anwendung dieser speziellen Materialmo- delle erfordert solide theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrung. Das Seminar gibt eine Übersicht über die im Auto- mobilbau verwendeten Kunst- und Schaumstoffe und deren Phänomenologie. Am ersten Tag erhalten Sie eine Einführung in die Simulation von elastischen und visko-elastischen Poly- merwerkstoffen, wie Elastomeren und elastischen Polymer- schäumen mit Volumenelementen. Dabei lernen Sie die in expliziten Rechenprogrammen verfügbaren Materialmodelle detailliert kennen. Am zweiten Tag liegt der Schwerpunkt auf der Beschreibung von Kunststoffen, wie Thermo- und Duroplasten, welche mittels Elastoplastizität mit isotroper Verfestigung beschrieben werden können. Abgerundet wird der Kurs mit der Anwendung isotroper und anisotroper Materialgesetze für die Berechnung von kurzfaserverstärkten Kunststoffen. Wer sollte teilnehmen? Das Seminar wendet sich an erfahrene Berechnungsingeni- eure und Leiter von Berechnungsabteilungen mit Interesse an der Simulation von Kunststoffen und Schaumwerkstoffen.

Prof. Dr.-Ing. Stefan Kolling (Technische Hochschule Mittelhessen) ist Professor für Me- chanik an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen. Sein Arbeitsgebiet umfasst die Simulation von Impakt-Vorgängen sowie die entsprechende Materialmodellierung, insbesondere von Glas- und Polymer- werkstoffen. Er blickt auf eine langjährige Tätigkeit als Berechnungsingenieur imMercedes Technology Center in Sindelfingen zurück, wo er neben der Pkw-Entwicklung auch für neue Methoden in der Crashsimulation verantwortlich war. Stefan Kolling studierte Bauingenieurwesen in Saarbrücken und Mechanik in Darmstadt, wo er auch promovierte und habilitierte. Mit seiner Arbeit und als Autor zahlreicher Publikationen und Bücher hat er einen großen Beitrag zur Verbreitung und Weiterentwicklung der rechnerischen Simulation im Bereich Fahrzeugsicherheit geleistet.

DATUM KURS ID

ORT

DAUER PREIS

SPRACHE

22.-23.05.2019

37/3313

Alzenau

2 Tage 1.340,- EUR bis 24.04.2019, danach 1.590,- EUR

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