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24. März 2017

Riehener Zeitung DI E WOCHENZE I TUNG FÜR R I EHEN UND BETT INGEN

96. Jahrgang | Nr. 12 Grossauflage

Redaktion und Inserate: Riehener Zeitung AG Schopfgässchen 8 , Postfach 198 , 4125 Riehen 1 Telefon 061 645 10 00 , Fax 061 645 10 10 www.riehenerzeitung.ch Erscheint jeden Freitag Preis: Fr. 2.– , Abo Fr. 80.– jährlich

«Verkehrsflut»: Anwohner des Grenzacherwegs reichten Petition ein SeiTe 2

AHa-Theater: Gelungene Premiere des neuen Stücks im Andreashaus SeiTe 9

Frühlingsbilder: Der warme Lenz hat auch in Riehen Einzug gehalten SeiTe 23

Schach: Deutlicher Sieg der SG Riehen in der ersten Meisterschaftsrunde SeiTe 31

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Tangoabend Die Kulturkommission bat zum Tanz und Anfänger wie Fortgeschrittene liessen sich gerne bitten Führen und geführt werden

Erwartungen übertroffen

mf. Der Tangoabend vom Samstag war eine von vielen Veranstaltun­ gen, die in der letzten Sommer eröff­ neten Baslerhofscheune in Bettin­ gen bereits stattgefunden haben. Das bestätigt Gemeinderätin Eva Biland. Der Veranstaltungsort werde rege genutzt, nicht nur für gemeinde­ interne Anlässe, sondern auch von Externen, also Privatpersonen, Ver­ einen und Firmen. Eine kleine Sta­ tistik vom 11. November 2016 zeigt, dass die Baslerhofscheune im ersten Betriebshalbjahr 58 Mal vermietet wurde. «Ursprünglich rechneten wir mit zwei Vermietungen pro Woche und mit dieser Zahl erst nach zirka zwei Jahren», sagt Biland. «Dass die­ se Zahl schon ab Betriebnahme übertroffen wird, das haben wir nicht erwartet.» Auch für das Jahr 2017 waren im November bereits 32 Reservationen vorhanden, davon die vier Anlässe der Kulturkommission, vier gemeindeinterne Anlässe, eine Ziviltrauung und 23 externe Anlässe. «Uns vom Gemeinderat freut auch das breite Spektrum der Anlässe von Gesundheitsvortrag über Herbst­ fest, Adventsausstellung, Theater und Fotoshooting bis zumRockkon­ zert», so Biland. es nach dem Bier wohl besser oder schlechter geht?», fragt sich ein Paar schmunzelnd. Nach der Pause folgt das Einzige, was schöner ist als Tango­ tanzen: Tangotanzen zu Livemusik! Das Duo Guardia Vieja mit Pedro Gneist am Bandoneon und Humberto Cosentino an der Gitarre fasziniert uns mit den mal heiteren und mal melancholischen Klängen aus ver­ schiedenen Zeiten. Nun tanze ich also zur Livemusik. Immer imKreis, aber nicht immer mit demselben Tanzpartner. Das anfäng­ liche Sprichwort hat sich also be­ wahrheitet! Daran denke ich auf dem Heimweg, nachdemdie letzte Zugabe, der langanhaltende Applaus und das fröhliche Geplauder verklungen sind. Doch auch wenn das mit der Umar­ mung mit den Unbekannten funktio­ niert hat – Tango ist natürlich noch viel mehr als das.

Tangotanzen in einer ehemaligen Scheune? Wenn dies die schmucke Basler­ hofscheune ist, die sich zum Kulturort gemausert hat, gerne. Ein Erfahrungsbericht. «Tango ist die erlaubteUmarmungmit einem Unbekannten.» Na, wenn das nicht verheissungsvoll klingt! Also packe ich meine Tanzschuhe ein und mache mich auf den Weg in die Bas­ lerhofscheune, wo die Kulturkom­ mission Bettingen zu einem Tango­ abend mit Einsteigerkurs, Konzert und natürlich Milonga lädt – so heisst der Ball in der Tangosprache. Erfreut stelle ich fest, dass noch einige andere den gleichen Vorsatz wie ich gefasst haben: Rund 30 Frauen und Männer lauschen gespannt den einführenden Worten von Cécile Sidler und Romeo Orsini, die 1988 die Tango Schule Basel gegründet haben und zu Euro­ pas Pionieren des Tango Argentino gehören. Improvisation mit System Und nun geht es schon los. Alle stehen von ihren Stühlen auf – auch viele, die sich anfangs noch dachten, nur ein bisschen zuzuschauen. «Es können auch zwei Frauen miteinan­ der tanzen», sagt Romeo – beim Tan­ gotanzen ist man per Du. Ich bleibe vorerst noch sitzen. Die Anwesenden stellen sich paarweise auf und fassen sich bei denUnterarmen. Dannmacht der Mann oder die Person, die führt, einen Schritt zur Seite. Die Frau folgt nach. So geht es immer hin und her, mit konzentriertem Blick. Der Trick dabei ist, so erfahren wir vom Lehrer­ paar, die Partnerin nicht einfach mit­ zureissen, sondern ihr mit dem Kör­ per anzuzeigen, inwelche Richtung es geht. Der argentinische Tango ist nämlich ein Improvisationstanz, der keine festgelegten Schrittabfolgen kennt. Michèle Faller

Nach kurzer Zeit ist es so weit: Die Paare bewegen sich über die Tanzfläche, als hätten sie nie etwas anderes getan.

wärts, immer im Gegenuhrzeigersinn, denn auch bei einerMilonga gibt es Ver­ kehrsregeln. Wir gehen gemeinsam, harmonisch, im Gleichschritt, bis plötzlich … Hoppla! Ein Schritt zu viel, danneinkleines Stolpern.Nunverstehe ich eins zu eins, was Cécile vorhin er­ klärt hat. Der Mann ist nicht für alles verantwortlich. Ich darf mich nämlich nicht nur auf den Rhythmus der Musik oder die eigene Vorstellung von der

«Aber das ist doch kein Tango, oder?», höre ich die leise Frage vom Stuhl nebenan. Natürlich sieht dieses HinundHerschaukelnnochnicht sehr nach argentinischer Tanzleidenschaft aus, dochwartenwirs ab. TrotzKonzen­ tration lächeln die meisten Kursteil­ nehmer vergnügt, also will ich es auch wissen. Ich stehe auf, finde einen Tanz­ partner und nun gehen wir im Takt der Musik im Kreis. Er vorwärts, ich rück­

Tanzgeschwindigkeit verlassen. Meine Aufgabe ist, genaudenBewegungendes Mannes zu folgen, dessen Unterarme ich da umfasst halte. Leuchtende Augen allenthalben Es folgen weitere Übungen wie etwa das Nebeneinandergehen Hand in Hand. Und dann kommt eine Schrittvariation ins Spiel. Immer mehr nimmt der Tanz Formen an. Ich blicke um mich und sehe lauter lächelnde Gesichter. Paare, die sich offensichtlich schon länger kennen, haben ein Leuchten in den Augen, das von etwas ganz Neuem kündet. Ande­ re haben früher, vielleicht sogar viel früher, oft getanzt, das kann man sehen. Und dies holen sie nun in die Gegenwart zurück. Fertiggebracht hat dies dieses Tanzlehrerpaar. Den Bewegungen sieht man die jahrzehn­ telange Erfahrung an, aber die Freude am Tanz und am Vermitteln dessel­ ben ist taufrisch. Nun kommt als Letztes die Umar­ mung hinzu und der Tango ist damit komplett. Die meisten tanzen noch zurückhaltend, andere, für die der Tango offenbar nicht neu ist, etwas sportlicher. Freude ist offensichtlich bei allen da. Nach einigen Runden ist aber schon eine Pause angesagt. «Ob

Das virtuose Duo Guardia Vieja in Aktion.

Fotos: Michèle Faller

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