BiBo_KW47_2020

ETT INGEN

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19. NOVEMBER 2020 | NR. 47

«Mit 24 Jahren folgte ich meiner Liebe nach Ettingen» In der Ausgabe 44 vom 29. Oktober haben wir an dieser Stelle über den Stabwechsel beim Guggerzytli be- richtet. Walter «Wäppi» hat das Kommando an Thomas «Thommy» Aegerter übergeben. Grund genug für uns, diese Persönlichkeit näher vorzustellen.

sikalischen Kenntnisse weiter vertiefen und erlernte das Dirigieren. Von 1991 bis 1996 war ich Dirigent des Musikvereines Ettingen. Zudem dirigierte ich den Mu- sikverein Riehen und spielte in diversen Formationen, von Big Band bis Rock. Auf- grund meiner beruflichen Situation ist es kaummehr möglich, regelmässig in einer Formation zu üben und zu spielen. Des- halb bin ich heute eher «projektmässig» unterwegs und organisiere als Präsident den Summerblues Basel oder eben neu das Guggerzytli. Wird es markante (Ver-)Änderungen bezüglich des «Guggerzytli» geben? Und wie sehr tangiert das Corona­ virus die Aufführungen? Am Gesamtkonzept werden wir nichts ändern. Es wird weiterhin zwei Vorfas- nachtsabende mit feinem Nachtessen und fasnächtlicher Unterhaltung geben. Ich bin froh, dass der Vorstand und ein Grossteil des Schauspiel-Ensembles weiterhin an Bord sind und möchte mich an dieser Stelle auch herzlich dafür bedanken. Man darf sich wiederum auf pointierte Schnitzelbängge (vom Dorf und fremde…), lustige Rahmenstückli, fetzige musikalische Einlagen, melan- cholische Momente und vieles mehr freuen. Auch wird das Guggerzytli wei- terhin von einer Liveband begleitet. Da jedoch Wäppi nicht mehr aktiv dabei sein wird, wird auch die Basler Kultband Diefflieger nicht mehr Teil des Gugger- zytli sein. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an Walti Aeppli für seine grossartige Arbeit – ich freue mich dar- auf, das Guggerzytli auch in seinem Sinne weiterzuführen. Mein Ziel ist es, die Dorfvereine und Cliquen stärker ins Guggerzytli einzubinden. In Ettingen ist unglaublich viel Kreativität vorhan- den – wenn es uns gelingt, diese noch stärker zu bündeln und ins Guggerzytli einzubauen, können ganz tolle und lus- tige Momente entstehen. Lassen Sie sich überraschen! Wir erwarten, dass Schweizer Unter- nehmen und ihre abhängigen Tochter- unternehmen sich auch in Ländern ohne funktionierende Rechtssysteme oder korruptem Machtapparat an die Sorgfaltspflicht halten und diese Situ- ation nicht schamlos zur Gewinnopti- mierung ausnutzen. Wer die Abstim- mungsunterlagen genau liest, erfährt, dass von der Konzernverantwortungs- initiative weder die grosse Mehrheit unserer KMUs betroffen sind noch eine Beweisumkehr stattfindet. • Ja zu den Corona-Geschäftsmieten! Bis eine allfällige Bundeslösung für einen generellen Mieterlass beschlos- sen ist, sagt die SP für unsere KMU Ja zu den Corona-Geschäftsmieten im Baselbiet!

Corona ist natürlich ein grosses Thema. Der Schutz unserer Gäste und der Aktiven steht im Vordergrund. Wir sind in Kontakt mit der Gemeinde, den Behörden und dem Fasnachtskomittee und haben ein entsprechendes Schutz- konzept erarbeitet. Dieses sieht vor, dass nur halb so viele Gäste pro Vorstel- lung teilnehmen dürfen. Deshalb haben wir entschieden, am Sonntagnachmittag zusätzlich eine dritte Vorstellung durch- zuführen. Um 13 Uhr startet das Mittag- essen und um 15 Uhr die Vorstellung.Wir verfolgen die Situation sehr eng und hof- fen natürlich alle sehr, dass wir das Gug- gerzytli durchführen können. Wie würden Sie einem Ortsfremden Ihr «Ettigä» beschreiben/schildern? Mittlerweile habe ich über die Hälfte mei- nes Lebens in Ettingen verbracht und ich fühle mich pudelwohl. Viele tolle Freund- schaften sind über die Jahre entstanden und wir sind als Familie aktiv ins Ettinger Dorf- und Vereinsleben eingebunden. Prä- gende Momente meines Lebens haben in Ettingen stattgefunden: die Verlobung, unsere Hochzeit, die Familiengründung, unser eigenes Heim und vieles mehr. Ettingen ist landschaftlich so schön gelegen, verkehrstechnisch gut einge- bunden, stadtnah und von Feldern und Wald umgeben – was will man mehr. Man grüsst sich, man kennt sich und man macht mal ein kurzes Schwätzchen. Wer sich aktiv ins Dorfleben einbringt, ist sofort akzeptiert und fühlt sich zu Hause. Das Vereinsleben ist intakt und bietet für jeden etwas. Eigentlich fehlt nur ein See… man könnte Därwil fluten… (oh, ich bin wohl gedanklich schon wieder beim Guggerzytli). Es ist mir ein grosses Anliegen, Herrn Aegerter (merci, Thommy) für seine spon- tane Bereitschaft zu diesem Gespräch zu danken. Wir alle hoffen, dass das Gug- gerzytli wie geplant durchgeführt wer- den kann.  Georges Küng Bestellungen: Bestellen Sie, wenn immer möglich die gewünschten Medien im Online-Katalog. Die detaillierten In- formationen dazu finden Sie auf www. bibliothek-ettingen.ch. Wenn Sie Prob- leme mit dem Online-Katalog haben, nehmen wir während der Öffnungszei- ten Ihre Bestellungen auch telefonisch entgegen (Tel. 061 726 87 79) oder per E-Mail. Risikogruppen: Für Personen, die zur Risikogruppe gehören, bieten wir einen Lieferdienst an. Medienrückgabe: Im Foyer vor der Bibliothek stehen dafür vorgesehene Kis- ten bereit. Der Medienrückgabekasten ist immer (ausser während der Schul­ ferien) geöffnet. Wenn Sie uns in der Bibliothek besuchen möchten, beachten Sie bitte Folgendes: • Auf demgesamten Schulareal herrscht Maskenpflicht. Ansonsten gelten die Vorgaben des BAG. Alle aktuellen Informationen finden Sie auf unserer Webseite, Facebook und Instagram. Bleiben Sie gesund! Ihr Bibliotheksteam

Seit ein paar Wochen müssen wir flexibler denn je sein und ab und zu auch «impro- visieren». Sie wissen, das Coronavirus… Aus aktuellem Anlass haben wir daher in der letzten Ausgabe Benno Kaiser porträ- tiert, der viel für den Fussball (FC Ettingen, FC Basel) gemacht hat. Kein Thema für uns ist derzeit der US-Wahlkampf, den wir vielleicht dereinst thematisieren werden, wenn der Verlierer zur «Räson» gelangt ist (was allerdings unwahrscheinlich ist). Viel näher, und wichtiger, sind uns aber die Menschen in Ettingen. Leute, die et- was bewegen, die sich engagieren, die bodenständig und erdig sind. Das fol- gende Interview ist Genuss pur! BiBo: Dürfen wir ein paar Eckdaten zu Ihrer Person und den beruflichen Werdegang erfahren? Thommy Aegerter: Ich bin im Kleinbasel aufgewachsen, in Basel zur Schule ge- gangen und habe meineAusbildung zum Bankkaufmann beim damaligen Bank- verein absolvieren dürfen. Nach ein paar Jahren als Kundenberater hatte ich die Möglichkeit, einige Zeit im Ausland zu arbeiten. Und meine damalige Freundin und heutige Frau Nicole konnte mich be- gleiten. Im Alter von 24 Jahren folgte ich meiner Liebe nach Ettingen und fühle mich seither glücklich und wohl in die- sem herrlichen Dorf. Mittlerweile bin ich knapp 50 Jahre alt, glücklich verheiratet und Vater von zwei tollen Kindern/ Jugendlichen im Alter von 20 und 17 Jah- ren. Beruflich arbeite ich als Regional­ direktor bei der UBS in Basel. Ein Job, der viel Spass macht und unglaublich ab- wechslungsreich ist.

Sie haben neu die Regie des «Gug- gerzytli» übernommen. Gab es hier- für einen bestimmten Grund, dass Sie der Nachfolger vonWalter Aeppli (Wäppi) sind? Vor vielen Jahren, als ich noch «Major» in der Gugger-Gugge war, hatte ich die Idee, eine Vorfasnachtsveranstaltung in Ettingen ins Leben zu rufen. Diese Idee wurde im Verein intensiv diskutiert und wir hatten uns dann doch dagegen ent- schieden. Kurz darauf wurde das Gug- gerzytli «erfunden» und ich war begeis- tert. Es ist grossartig, dass in unserem Dorf diese herrliche Veranstaltung be- reits fünfmal durchgeführt wurde. Wäppi, der Vorstand, das Ensemble und die Diefflieger haben eine unglaubliche Arbeit geleistet und eine tolle Veranstal- tung auf die Beine gestellt. Als ich ver- nahm, dass Wäppi aufhören möchte und die Weiterführung des Guggerzytli sogar in den Sternen stehe, habe ich mein Interesse bekundet und bald dar-

auf ein erstes Gespräch mit dem Vor- stand führen dürfen. Das Guggerzytli muss weiterleben und ich freue mich schon heute auf viele weitere tolle Ver- anstaltungen. Welche Affinität haben Sie zur Ettin- ger Fasnacht? Stimmt es, dass Sie auch sehr mit der Musik, primär Jazz, verbunden sind? Mit der Ettinger Fasnacht verbindet mich viel. Ich war 17 Jahre Mitglied der Gug- ger-Gugge, Nicole war ebenfalls 14 Jahre dabei und unsere beiden Kinder sind in der Zwischenzeit auch aktive Fasnächtler in Ettingen. Und ja, Musik ist meine grosse Leidenschaft und mein Ausgleich. Ich hatte das Glück, dass ich bereits als kleiner Knirps ein Instrument erlernen und später viele Jahre in der Knabenmu- sik Basel eine tolle Zeit verbringen durfte. Als Teenager entdeckte ich meine Liebe zum Jazz und Blues. Im Militärspiel und beim Abverdienen konnte ich meine mu- beverband, Schweizerischer Bauernver- band sowie die kantonalen Industrie- und Handelskammern sagen Nein zur Unternehmensverantwortungsinitiative! Mit einem Nein ist der Weg frei für den Gegenvorschlag, der vom Parlament im Juni 2020 beschlossen wurde. Er nimmt die berechtigten Anliegen der Ini- tiative auf. FDP.Die Liberalen Ettingen

KOMMISSIONEN

PARTEIEN

ENERGIEKOMMISSION

FDP.DIE LIBERALEN ETTINGEN Unternehmens­ verantwortungsinitiative Wir sagen Nein! Die Forderungen der Initianten sind zwar gut gemeint aber juristisch nicht umsetz- bar. Sie fördern Korruption und zusätz­ liche Armut in Entwicklungsländern. Da- mit wird das Gegenteil dessen erreicht, was die Initiative verspricht. Wirksame Armutsbekämpfung ist der zentrale Schlüssel für Verbesserungen von Menschenrechten und Umweltmass- nahmen. Durch Covid-19 wird die Armut weiter steigen. Arme Länder sind auf unternehmerische Aktivitäten zur Schaf- fung von Arbeitsplätzen angewiesen. Schweizer Firmen gehören zu den ver- antwortungsvollsten Unternehmen welt- weit. Deren Investitionen in armen Län- dern sollten deshalb gefördert, nicht ab- geschreckt werden. Schweizer Recht und Richter sollen über ausländisches Recht und Richter ge- stellt werden. Damit würde die postkolo- niale Arroganz weitergeführt und der in- ternationalen Zusammenarbeit Schaden zugefügt werden. Über 80’000 Schweizer Firmen wä- ren von aufwendigen Sorgfalts- und Überwachungspflichten betroffen. Viele KMUs geraten als Zulieferer von Gros- sunternehmen in einen unnötigen büro- kratischen Sog. Die Initianten gaukeln vor, dass es nur grosse Konzerne treffe – das ist falsch: Das Wort Konzern wird im Initiativtext nirgends erwähnt. Bundesrat, Ständerat, Nationalrat, CVP, FDP, SVP, Schweizerischer Arbeit­ geberverband, Schweizerischer Gewer-

Weihnachtsbeleuchtung oder Lichtverschmutzung?

SP ETTINGEN

Abstimmungen vom 29. November

• Ja zur Kriegsgeschäfte-Initiative. In- vestitionen haben eine Wirkung, wo- für der Investor bzw. die Investorin auch eine Verantwortung trägt. Wer Aktien einer Waffenfabrik kauft, nimmt Krieg, Verletzte, Tote und Ver- triebene sprich Flüchtlinge in Kauf. Die Rüstungsindustrie kann nur mit Kriegen und Bürgerkriegen die von den Anlegern gewünschte Rendite er- zielen. Die Flüchtlinge, welche vor Ge- walt und Elend flüchten, sind dann gleichzeitig meist unerwünscht. Wir müssen auch im Anlagebereich mehr Verantwortung für Menschen und na- türliche Ressourcen übernehmen. Die Kriegsgeschäfte-Initiative will, dass kein Schweizer Geld in die Finan- zierung von Kriegsmaterial fliesst. Mit einem JA zur Kriegsgeschäfte-Initia- tive leisten wir einen Beitrag zu einer friedlicheren Welt. • Ja zur Konzernverantwortungsinitia- tive. Die Initiative verlangt, dass Kon- zerne, die auf Kinderarbeit setzen, ihreArbeiter/innen wissentlich Gefah- ren aussetzen oder Flüsse verschmut- zen, dafür geradestehen – eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Nun kommt wieder die Zeit der Weih- nachtsbeleuchtungen an Hausfassaden und in Gärten. Diese sorgen für festliche Stimmung – führen aber manchmal auch zu einer ungesunden Konkurrenzierung unter dem Motto: Wer hat die schönste resp. die umfangreichste Beleuchtung? Wenn aber die Nacht durch das künst- liche Licht taghell erleuchtet wird, spricht man von Lichtverschmutzung. Wenn es von draussen hell ins Zimmer scheint, können wir nicht schlafen.Auch die Fauna und Flora wird durch zu viel Licht aus ih- rem Gleichgewicht gebracht. Es ist des- halb nicht sinnvoll, dass die Beleuchtung die ganze Nacht eingeschaltet bleibt. Als Richtlinie für die Einschaltdauer dient ein Bundesgerichtsurteil von 2013, dass eine Weihnachtsbeleuchtung in der Weihnachtszeit (1. Advent, d. h. 29. No- vember bis 6. Januar) um 1 Uhr abzu- schalten ist. Vor dem 29. November und nach dem 6. Januar muss diese bereits um 22 Uhr abgeschaltet werden. Als Be- gründung dient ein gewichtiges öffent­ liches Interesse, unnötige Lichtimmissio- nen zu begrenzen. Energiekommission Ettingen

www.sp-ettingen.ch Für alle statt für wenige

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BIBLIOTHEK ETTINGEN

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bestellen leicht gemacht – sorglos abholen Wir freuen uns, dass die Bibliothek trotzt der aktuellen Covid-19 Situation weiter- hin für Sie geöffnet bleiben kann. Um Ihren Bibliotheksbesuch so kurz wie möglich zu gestalten, bieten wir ab so- fort wieder die Möglichkeit an, Medien zu bestellen und sie während der Öff- nungszeiten in der Bibliothek oder auch bei unserer Fensterausleihe abzuholen.

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