RZ_KW36_2017

AZA 4125 Riehen 1

8. SEPTEMBER 2017

Riehener Zeitung DI E WOCHENZE I TUNG FÜR R I EHEN UND BETT INGEN

96. Jahrgang | Nr. 36

Redaktion und Inserate: Riehener Zeitung AG Schopfgässchen 8 , Postfach 198 , 4125 Riehen 1 Telefon 061 645 10 00 , Fax 061 645 10 10 www.riehener-zeitung.ch Erscheint jeden Freitag Preis: Fr. 2.– , Abo Fr. 80.– jährlich

Gemeinderat: Bürgerliche Allianz und die GLP präsentieren Kandidaturen SEITE 2

Referendum: SVP wendet sich gegen Bebauungsplan für Tiefgarage im Dorfkern SEITE 2

Lasergame: Neuartiges Spielangebot im Sarasinpark

Sport: Schachgesellschaft Riehen fällt aus der Titelentscheidung SEITE 15

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DORFFEST Dank Improvisationsvermögen und guter Laune der Samstagsnässe getrotzt

MEINUNG Machtkampf

Ein Fest für die Dorfgemeinschaft

Die Parteien rechts und links blasen zum Macht- kampf, wenn am 4. Februar 2018 der Ge- meinderat neu gewählt wird. Mit einem Fünfer- ticket will die

«Bürgerliche Allianz» nicht nur die bisherigen vier Sitze von LDP, FDP und CVP mit «ihrem» parteilos- bürgerlichen Gemeindepräsiden- ten verteidigen, sondern die bür- gerliche Macht mit dem Gewinn eines SVP-Sitzes ausbauen. Auf bürgerlicher Seite treten also für den Gemeinderat die Bisherigen Silvia Schweizer (FDP) und Daniel Albietz (CVP) sowie die Neulinge Daniel Hettich (LDP) und Felix Wehrli (SVP) an. Sie wollen den Gemeindepräsidenten Hansjörg Wilde behalten und setzen auf die Kraft des gemeinsamen Tickets. Die SP hält dagegen und schickt neben ihrem bisherigen Gemeinde- rat Guido Vogel ihren Ex-Co-Präsi- denten Martin Leschhorn ins Ren- nen, und zwar nicht nur für den Gemeinderat, sondern auch als Kandidat fürs Präsidium. Zusam- men mit der Grünen Cornelia Birchmeier und den bisherigen EVP-Gemeinderätinnen Christine Kaufmann und Annemarie Pfeifer stellt sich dem bürgerlichen Fün- ferticket ein Quintett aus Links- Grün-Mitte entgegen, das «die bürgerliche Macht brechen» und wieder Konsenslösungen möglich machen will. Sozusagen zwischen den Fronten steht die grünliberale Kandidatin Katja Christ, die sich als Mittlerin sieht. Der Machtkampf der politischen Extreme scheint mir nicht das, was Riehen in den nächsten Jahren weiterbringen könnte. Es wird Gewinner und Verlierer geben und die Gewinner werden in starke Versuchung geraten, ihre Positio- nen ohne Wenn und Aber durchzu- setzen. Was Riehen aber braucht, ist ein Gemeinderat, der Lösungen findet, die sich auch innert nützli- cher Frist umsetzen lassen. Und politische Gremien, die über länge- re Zeit einer bestimmten Linie treu bleiben und nicht auf halbem Weg wieder kehrtmachen oder sich in Uneinigkeit blockieren. Rolf Spriessler-Brander

Drei Tage Geselligkeit und Spass: der Lunapark im Sarasinpark, der am Riehener Dorffest ein Anziehungspunkt für die Jugend war.

Fotos: Philippe Jaquet

Trotz doppelt verregnetem Samstag wurde das Riehener Dorffest vom vergangenen Wochenende ein Erfolg und hat sozusagen die heisse Phase des Wahlkampfs eingeläutet. In jüngerer Zeit hatte das Dorffest seine Bedeutung als Plattform der Parteien im Hinblick auf die kommenden Ge- meindewahlen etwas verloren. Dies- mal allerdings waren die politischen Parteien präsenter als auch schon. Man besuchte sich gegenseitig in den ent- sprechenden Beizen und Bars. Die FDP hatte zu verschiedenen Polit-Talks ein- geladen und auch bei der LDP und SVP waren die kantonalen Parteispitzen zu Gast. Die SP übte sich an ihrem Pizza- stand mit echtem Pizzaofen in Zusam- menarbeit mit der Gemeinderratskan- didatin der Grünen und die EVP suchte im Webergässchen intensiv das Ge- spräch mit der Basis. Zu besprechen gab es einiges, hatte doch erst amMor- Rolf Spriessler-Brander

gen des ersten Dorffesttages die Bür- gerliche Allianz ihr Fünfer-Ticket vor- gestellt und demonstrativ bürgerliche Einheit beschworen – derweil die SVP still und heimlich das Referendum ge- gen die Tiefgarage im Dorf ergriffen hatte, eine Nachricht, die auch am Dorffest langsam die Runde machte. Begegnungen im Mittelpunkt In erster Linie aber war das diesjäh- rige Dorffest intensiver als auch schon ein Fest von Riehen für Riehen. Die per- sönlichen Begegnungen standen im Mittelpunkt, weniger die grossartigen Attraktionen. Die Stimmung war aus- gelassen, aber friedlich. Es kam zu kei- nen nennenswerten Zwischenfällen. Diesmal gab es keine zentrale Fest- bühne. Was nicht heisst, dass es nicht kulturelle Höhepunkte gegeben hätte. Am Freitag- und Samstagabend domi- nierten verschiedene Guggenmusiken, die ihre Platzkonzerte gaben. Zehn Basel-Städter Blasmusikvereine prä- sentierten imRahmen ihrer «Musiksta- fette» ihr Können am Samstag und Sonntag an drei verschiedenen Schau- plätzen und das Philharmonische Or- chester trat im Festtrubel mit einem Horn-Quartett undmit einer Salonmu- sikbesetzung auf. Ein Handörgeler brachte die Leute zum Schunkeln, beim FC Amicitia ging mit einemmusi- kalisch vielseitig begabtenDuo die Post ab und beimVerein «Zur Chässchnitte» überzeugte dieBluesrockband «Moira’s Junkyard». Die Stadt-Jodler sangen, di- verse DJs sorgten für lautstarke Stim- mung – und die Alphütte, die verschie- dene Handwerker extra für die drei Festtage ans Gemeindehaus gezim- mert hatten, war abends so proppen- voll, dass kaum mehr reinkam, wer nicht rechtzeitig drin war. Am Morgen allerdings hatte es viel Platz in dieser Festhütte der Extraklasse … Abschied für OK-Chef Bärtschi Die elfte Auflage des Dorffestes seit der Premiere zur 450-Jahr-Feier war das letzte Dorffest für OK-Präsident Hans- ruedi Bärtschi. Im Rahmen der Fester- öffnung vom frühen Freitagabend wur- de Bärtschi von Gemeindepräsident Hansjörg Wilde für seine langjährige intensive Arbeit gebührend gewürdigt und mit einer exklusiven Riehen-Uhr belohnt. Zuvor hatte Bärtschi, fotogen flankiert von Mitgliedern des Bunten Haufens Basel in historischen Kostü- men, als Ehrengast Robert Kalman Raduly nach vorne gebeten. Der Bür-

Robert Kalman Raduly, Bürgermeister von Miercurea-Ciuc/Csíkszereda, sprach an der Festeröffnung auf dem Dorfplatz.

dings ohne die Rechnung mit Petrus gemacht zu haben, denn der liess es zwischen sieben und neun nochmals so richtig schütten, was immerhin für volle Festzelte sorgte. Und in vielen Beizen für ordentlich Umsatz. So viel, dass einige am Sonntag nicht mehr das volle Angebot anbieten konnten. Da- nach blieb es bis zum Festende am Sonntagabend trocken. Am Sonntag schien sogar lange Zeit die Sonne.

germeister aus Riehens rumänischer Partnerstadt Miercurea-Ciuc/Csíksze- reda lobte in seiner auf Englisch ge- haltenen Rede die demokratischen Strukturen in der Schweiz. Geteilte Aufnahme fand der Auftritt von Dorfkirche-Pfarrer Dan Holder, der zum Abschluss ein Gebet sprach. Die einen fanden es schön, den anderen ging der Segensgruss dann doch etwas zu weit. Auf jeden Fall hatten sich die Freikirchen mächtig ins Zeug gelegt und in ihremZelt auf demDorfplatz ein Unterhaltungsprogramm auf die Beine gestellt, das sich sehen lassen konnte – und das nicht nur für die Streng- gläubigen … Lunapark und Pfadi Eine Attraktion vor allem für das jüngere Publikumwar der Lunapark im Sarasinparkmit einemKettenkarussell und einer Botschautobahn. Der Renner für die Kinder war aber einmal mehr der riesige Stand der vereinigten Riehe- ner Pfadis, die diesmal zum Space- bubble-Spielen einluden und wieder ihren beliebten Kinderpass anboten, zum Thema «Pfadi im All». Ein Dauerthema war das Wetter. Hält es? Hält es nicht? Das war schon Tage vor dem Fest die bange Frage. Am Freitagabend war es noch trocken, aber am frühen Samstagmorgen regnete es in Strömen. So litten der Morgen und der frühe Nachmittag unter den schwierigen Verhältnissen – bis es um drei Uhr nachmittags auftat und die Leute aufs Festgelände strömten. Aller-

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Weitere Bilder vom Dorffest gibt es auf den Seiten 12 und 13.

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