ASIEN-PAZIFIK
INDIEN Chemieindustrie profitiert vom Wirtschaftswachstum
Als Basisindustrie der Wirtschaft profitiert die Chemiebranche in Indien vor allem vom soliden, branchenübergreifen- den Wirtschaftswachstum. Infrastrukturinves- titionen treiben die Nachfrage nach Zement und Stahl und damit nach Basischemikalien. Wichtige Industriezweige wie beispielsweise die Kfz-Industrie wachsen. All das sind Gründe, die auch deutsche Unternehmen mit langfristi- gem Interesse an Indien positiv stimmen. Dabei ist Indien sowohl als Absatzmarkt wie auch als Produktionsstandort interessant. Der Chemiesektor zählt zu den wichtigsten Industriezweigen Indiens. Die Branche ist geclustert, mit Schwerpunkten in den Bundes- staaten Gujarat, Maharashtra, Tamil Nadu und Uttar Pradesh. Pharmazie und Chemikalien sind Bestandteile der „Make in India“-Kam- pagne. Die aktuelle Marktgröße beträgt rund 278 Milliarden US-Dollar. Bis 2028 soll die Nachfrage nach Chemikalien um jährlich rund 5 Prozent wachsen, so die Indian Brand Equity Foundation. Brancheninsider berichten, dass es in Indien insbesondere an Produktionsstandorten für sogenannte „Building Blocks“ – also petro- chemische Basischemikalien wie Ethylen, Propylen oder Benzol fehlt. Sowohl staatliche als auch private Unternehmen wägen derzeit Investitionsentscheidungen ab, um die Import- abhängigkeit in diesem Bereich zukünftig zu verringern. GTAI/IHK
Die Chemiebranche ist für Indien von großer Bedeutung. Laut Branchenver- tretern trägt sie zwischen 6 und 7 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei.
SINGAPUR / EU Digitales Handelsabkommen in Kraft
Das „EU-Singapur Digital Trade Agreement (DTA)“ ist seit 1. Februar 2026 in Kraft. Es ist
offene, wettbewerbsfähige digitale Märkte gestärkt werden. Im Jahr 2024 erreichte der gesamte Waren- und Dienst- leistungshandel zwischen der EU und Singapur ein Volumen von rund 131 Milliarden Euro – davon entfielen 83 Milliarden Euro auf Dienstleistungen und 48 Milliar- den Euro auf Waren. Ein Großteil des Dienstleistungs- handels wurde digital abgewickelt, was die wachsende Bedeutung digitaler Formate für den bilateralen Austausch unterstreicht. IHK
das erste eigenständige bilaterale Digitalhandelsabkom- men der EU. Das Abkommen stärkt den bilateralen Handel durch transparente Regeln für digitale Transaktionen. Es soll vor allem die Rechtssicherheit für Unternehmen schaffen, in dem es unter anderem die Gültigkeit elektro- nischer Signaturen, Verträge und Rechnungen gewährleis- tet und Zölle auf elektronische Übertragungen verbietet. Darüber hinaus unterstützt das Abkommen einen fairen digitalen Handel. Es verbietet ungerechtfertigte Anforde- rungen zur Datenspeicherung vor Ort und die erzwungene Offenlegung von Software-Quellcodes. Damit sollen pro- tektionistische Praktiken verhindert und das Vertrauen in
Weitere Informationen finden Sie auf der Website der EU-Kommission:
ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/mex_26_301
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IHK Global Business 03/2026
ihk.de/rhein-neckar
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