EDITORIAL
Liebe Leserinnen und Leser, 2025 war ein schwieriges Jahr für die deut- sche Exportwirtschaft. Und sie steht weiter unter Druck. In der aktuellen IHK-Konjunk- turumfrage nennen 54 Prozent der Unter- nehmen „geopolitische Risiken“ als zentrale Herausforderung. Auch die Binnennachfrage stagniert. „Buy European“, wie jüngst auf EU- Ebene diskutiert, kann nicht die Lösung sein. Deutsche Produkte sind im Ausland nach wie vor gefragt: Die Exporte wuchsen 2025 trotz Einbruch in den USA und China unterm Strich um 1,0 Prozent. Erreicht wurde dies durch mehr Ausfuhren innerhalb Europas, aber auch durch deutliche Steigerungen in viele Länder in anderen Weltregionen. Die Diversifizierung der Absatzmärkte ist ein guter Weg, um wider- standsfähiger gegen globale Verwerfungen zu werden. In unserem Titelthema beleuchten wir daher einzelne Märkte mit überdurch- schnittlich hohem BIP-Wachstum, die beson- ders gute Chancen für deutsche Unternehmen bieten. Aber auch in anderen Ländern gibt es hervor- ragende Möglichkeiten in einzelnen Branchen, wie etwa der Luft- und Raumfahrttechnik in Italien, der Biotechnologie in Kanada oder der Medizintechnik in Marokko. Mehr dazu in unseren Länderrubriken. Immer wichtiger wird zudem der globale Digitalhandel. Auch hier sind verlässliche Partner essenziell. Umso erfreulicher, dass das Digital Trade Agreement der EU mit Singapur nun in Kraft getreten ist. Ich wünsche Ihnen eine angenehme Lektüre und viele neue Impulse für Ihr Auslandsge- schäft. Herzlichst Ihr
8 Polen:
Pharmamarkt bietet gute Chancen
11 Peru:
Bergbautechnologie gefragt
Georg Müller Außenwirtschafts- informationen
14 Vietnam:
Textilindustrie will unabhängig werden
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IHK Global Business 03/2026
ihk.de/rhein-neckar
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