Writing Workshop at Lisbon Congress

“Happiness is love, nothing else. Whoever can love is happy,” a line from Hermann Hesse came to her mind. She yawned heartily, the wave of relaxation flowing through her all the way down to her toes.

Filiz Dogan, German Psychoanalytical Association; Karl Abraham Institute Berlin

Am ersten April zog eine kleine alte Frau in die Wohnung nebenan . Ich wusste ohne nachzählen zu müssen, dass sie die vierte Mieterin ist, die in die Wohnung gegenüber einzog, seit ich hier wohne. Seit 12 jahren habe ich die Wohnung im Erdgeschoß, die eigentlich nur für den Übergang sein sollte, als ich aus meinem Auslandsjahr wiederkam und bei meiner besten Freundin unterkam, aber es mir da schnell zu viel wurde. Es war dann die erste Wohnung , die ich mir ansah - ich habe sie genommen, obwohl ich immer dachte, ich würde nie ins Erdgeschoss ziehen. Die kleine alte Frau kam als letzte an, erst nachdem alle ihre Habseligkeiten in der Wohnung waren, sie kam mit zwei jungen Männern, vielleicht ihre Enkel. Ich dachte, sie ist eine, die auch nie im Erdgeschoß wohnen wollte, aber - wie Frau W., die Mieterin vor ihr, die vielen Treppen nicht mehr gehen konnte. On April 1, a little old lady moved into the apartment next door . I knew without having to count that she was the fourth tenant to move into the apartment across the hall since I've lived here. For 12 years, I've had the ground floor apartment, which was actually only supposed to be temporary when I came back from my year abroad and stayed with my best friend, but it quickly became too much for me. It was the first apartment I looked at—I took it even though I always thought I would never move into a ground floor apartment. The little old woman was the last to arrive, only after all her belongings were in the apartment. She came with two young men, perhaps her grandsons. I thought she was someone who also never wanted to live on the ground floor, but—like Mrs. W., the tenant before her—could no longer climb the many stairs.

Als er sich an die versammelten Gäste wenden wollte, versagte ihm die Stimme . Er hörte sein Herz pochen, Panik. Alle sehen mich an, alle warten darauf, dass ich etwas sage, aber ich kann nicht, dache er voller Angst. Es wurde ihm heiß und kalt zugleich. Da fiel ihm seine erste Stunde auf der Couch bei seinem ersten Analytiker ein, nach 4 Stunden im Sitzen und einer zweiwöchigen Pause sollte nun seine Analyse beginnen. Er hatte den Stuhl angesteuert, der Analytiker hatte mit dem Kopf in Richtung Couch

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