NATIONAL GEOGRAPHIC SPECIAL

EUROPÄISCHE EROBERER

Julius Caesar

Regierungszeit: 46 bis 44 v. Chr.

K aum ein Römer hätte dem jun- gen Julius Caesar (um 100 bis 44 v. Chr.) zugetraut, dass er der- einst einen beispiellosen Sieges- zug durch das Römische Reich führen und ihre Welt dominieren würde. Aber als er seine Truppen über den Rubikon führte und damit dem Senat trotzte, schlug er einen Weg ein, der die große Republik bald in ein Imperium ver- wandeln würde. Den politischen Durchbruch schaffte Caesar im Alter von 40 Jahren. Zusammen mit dem General und Staatsmann Gnae- us Pompeius Magnus sowie Marcus Licinius Crassus, einem der reichsten Männer

im heutigen Frankreich. Sein sieben Jahre andauern- der Feldzug gipfelte 51 v. Chr. in einem glorreichen Sieg . Der gallische Anführer Vercingetorix wurde in Ketten durch Rom geführt und schließlich erdrosselt. Mehr als eine Million Gallier kamen ums Leben oder wurden verklavt. Dieser überwältigende Sieg ver- schärfte die Rivalität mit Pompeius, der inzwischen Caesars Amt als Konsul übernommen hatte. Im Januar 49 v. Chr. überschritt Caesar mit seinen Soldaten den Rubikon, einen Grenzfluss, der die norditalienische Provinz vom römischen Kernland trennte. Das war seinen Trup- pen untersagt. Der gewagte Schachzug wurde als Kriegserklärung an Pompeius und dessen Truppen verstanden, der einen Bürgerkrieg nach sich zog.

Roms, bildete er das Erste Trium­ virat. Dieses Bündnis ermög- lichte ihm 59 v. Chr. die Wahl zum Konsul.

Obwohl Pompeius eine dop- pelt so große Armee kom- mandierte, schlug Caesar ihn bei Pharsalos .

Um sich auch jenseits der Politik einen Namen zu machen, strebte Cae- sar nach einem militäri-

Pompeius floh nach Ägypten, wurde jedoch

LINKS: Julius Caesar leitete Roms Wandel von der Republik zum Impe- rium ein. RECHTE SEITE: Romulus und Remus, gesäugt von einer Wölfin.

schen Triumph. Also brach er auf, die Gallier zu unterwerfen, jene notorisch aufsässigen Kelten

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DENKER, HERRSCHER, MACHER

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