IHK-Global Business Ausgabe 10/2026

AMERIKAS

USA Trendwende auf dem Maschinenmarkt

im Maschinenbau teils sehr unterschiedlich. So treiben riesige Investitionen in Datencenter sowie in neue Halb- leiter- und Pharmafabriken den Bedarf an Industriema- schinen und Klimatechnik an. Auch im Öl- und Gassektor sowie im Bergbau stehen die Zeichen auf Expansion. Im Automobilsektor leiden die Unternehmen zwar unter sinkenden Absätzen. Gleichzeitig verlagern aber die Herstel- ler Teile ihrer Produktion zurück in die USA, auch wenn es sich dabei um keinen Massentrend handelt. Entsprechend wächst die Nachfrage nach Metallbearbeitungsmaschinen. US-Unternehmen sind vor allem bei Universalmaschinen gut aufgestellt. Bei Spezialmaschinen besteht hingegen eine mitunter hohe Importabhängigkeit. Im Jahr 2025 be- liefen sich die Einfuhren von Maschinen und Anlagen laut der U.S. International Trade Commission auf 313 Milliar- den US-Dollar, ein Minus von 3 Prozent zum Vorjahr. Im 1. Halbjahr 2026 legten sie aber wieder um knapp 3 Pro- zent zu. Die deutschen Lieferungen – 2025 noch mit einem Rückgang von 11 Prozent – legten mit einem Plus von gut 5 Prozent überdurchschnittlich stark zu. Insbesondere die Einfuhren von Bau- und Bergbauma- schinen stiegen zuletzt stark an und verzeichneten allein im 1. Halbjahr 2026 einen Zuwachs von 12 Prozent zum Vorjahr. Die Importe „made in Germany" legten hier sogar um 50 Prozent zu. Für den Anstieg maßgeblich war die leb- hafte Nachfrage nach Abbau-, Tunnelbohr- und Straßen- baumaschinen. Die Importe von Klimatechnik legten in den ersten sechs Monaten 2026 um knapp 6 Prozent zu und erreichten damit einen Rekordwert. Auch hier konn- ten deutsche Anbieter mit einem Zuwachs von 12,9 Pro- zent überdurchschnittlich stark punkten. GTAI/IHK

Spezialmaschinen „made in Germany“ sind begehrt: In eini- gen Sparten verzeichnen deutsche Lieferungen in die USA wieder zweistellige Wachstumsraten.

Das vergangene Jahr war für den deutschen Maschi- nenbau im US-Geschäft besonders herausfordernd. Die erratische Handelspolitik verunsicherte Produzenten und Abnehmer. Doch im Spätsommer 2026 mehrten sich die Anzeichen, dass die Talsohle durchschritten ist. Die US-Zentralbank in St. Louis ermittelte einen nomina- len Umsatzzuwachs des US-Maschinenbaus zwischen Juni 2025 und Juni 2026 um 10 Prozent. Die Auftragseingänge legten sogar um 15 Prozent zu. Sie gelten als wichtiger Frühindikator, da zwischen Bestellung und Auslieferung im Maschinenbau bis zu zwei Jahre liegen können. Trotz der allgemeinen Trendwende verläuft das Geschäft

WEBINAR

6. NOVEMBER 2026 Haftungsrisiken im USA-Geschäft

Der amerikanische Markt bietet enormes Potenzial, birgt für deutsche Unternehmen aber auch recht - liche Fallstricke. Ob Produkthaftung, Personenschäden, Arbeitsrecht, IP-Recht oder Datenschutz-Compliance: Im US-Geschäft können bereits kleine Fehler teure Klagen nach sich ziehen. In unserem Webinar zeigen wir Ihnen praxisnah, wo die größten Stolperfallen lauern und wie Sie sich wirksam schützen. Sie erfahren, wann eine US-Klage droht, wie Sie Verträge und Versicherungen optimal anpassen und welche Schritte im Ernstfall vor Geri cht entscheidend sind. Zudem besteht die Gelegenheit, Ihre individuellen Fragen mit unseren Experten zu besprechen. Das Webinar richtet sich an a lle Unternehmen, die bereits in den USA aktiv sind oder den Markteintritt planen.

TERMIN UND UHRZEIT: Freitag, 6. November 2026, 10:00 bis 12:30 Uhr, online TEILNAHMEENTGELT:

120 Euro pro Person für IHK-Mitglieder 170 Euro pro Person für Nichtmitglieder PROGRAMM UND ANMELDUNG: ihk.de/rhein-neckar/usa-haftung IHRE ANSPRECHPARTNERIN:  Kathrin Fausel 0621 1709-226

kathrin.fausel@rhein-neckar.ihk24.de

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