n das Erreichen der „Massen- strombalance”, in der die Zu- luft- und Abluftmenge überein- stimmen, unabhängig von ver- schmutzten Filtern und unter- schiedlichen Temperaturniveaus beim Zu- und beim Abluftstrom. Nötig dafür eine Automatik bei Einregulierung und Anpassung. Komfort Die Zulufttemperatur darf 16,5°C nie unterschreiten. Dies erfordert eine Vorerwärmung der Außenluft durch ein Frostschutzheizregister, einen Solewärmetauscher oder ei- nen Erdreichwärmetauscher, um auch Temperaturspitzen von minus 15 oder minus 20°C zu begrenzen. Durch die hohe Speicherfähigkeit des Erdreichs werden Austritts temperaturen von 2–4°C nicht un- terschritten. Danach ist eine hoch- effiziente Wärmeübertragung von der Ab- auf die Frischluft im Lüf- tungsgerät erforderlich, um die gewünschten Zulufttemperaturen ohne weitere Nacherwärmung zu erreichen. Durch den Einsatz von Feinstaubfil - tern der Filterklasse F7 bis F8 ge- langt die Außenluft in jedem Fall sauberer in den Raum, als sie es über geöffnete Fenster tun würde. Sowohl die Kanäle und der Wär- meübertrager bleiben durch diese Feinfilter dauerhaft staubfrei und sauber. Die dichte Bauweise kann in Verbindung mit geschlossenen Fenstern während der Heizperiode zu einer starken Reduktion akus- tischer Probleme durch Verkehrs- lärm und so weiter führen. Kompaktgerät Mit dem Lüftungs-Kompaktaggre- gat wird sowohl Wärme von der Raum-Abluft auf die Frischluft übertragen als auch der Abluft die verbliebene Restwärme mit- tels einer Wärmepumpe entzo- gen. Mit der so gewonnenen Rest- wärme kann die in die Wohnräume eingebrachte Frischluft nacher- wärmt werden – in einem Passiv- haus meist die einzige zentrale „Heizungs”einrichtung. Die Abluft-Filterklasse F4 ist in der Lage, die Gerätekomponenten gut und dauerhaft vor Verschmutzung zu schützen. Ein hochwertiger Feinstaubfilter (F7 bis F8) sollte aus hygienischen Gründen bereits
tabel ist die Komfortlüftung nicht allein durch das Wegfallen wieder- holter Lüftungsvorgänge, sondern vor allem dadurch, dass die Luft- qualität im zeitlichen Mittel viel höher ist. Eine Fensterlüftung wird vollautomatisiert dann „aktiviert”, wenn der Fühler (die Nase) einen Anstieg der Schadstoffe über die Grenze des Wohlbefindens meldet. Zu diesem Zeitpunkt ist aber die Luft bereits schlecht. Die bekannte Empfehlung, stünd- lich zehn Minuten lang quer zu lüf- ten, ist in der Praxis kaum zu reali- sieren. Doch es geht noch weiter: Was macht das berufstätige Ehe- paar nach der morgendlichen Du- sche? Feuchtigkeit raus über das dann ganztägig gekippte Fenster? Nein, die Feuchtigkeit bleibt also und nagt langsam, aber konstant an der Bausubstanz. Im Schlafzimmer steigt bei ge- schlossenem Fenster der CO 2 -Ge- halt der Raumluft (vom Menschen ausgeatmetes Gas) auf bis zu 3000 ppm. Die Pettenkofer-Grenze (Max von Pettenkoffer = Chemiker im 19. Jhdt.) von 1000 ppm wird erst einige Stunden nach dem Öffnen des Fensters wieder unterschritten, also üblicherweise dann, wenn der Raum nicht mehr benutzt wird. Sicher sind es viele Menschen ge- wohnt, bei gekipptem Fenster zu schlafen, aber komfortabel ist es nicht. Lüftungsgerät Die zentrale Komponente einer Wohnraumlüftungsanlage ist die Wärmerückgewinnung. Der Wär- mebereitstellungsgrad muss min- destens 75% betragen, was nur mit dem Einsatz eines Kanal-Gegen- stromtauschers oder eines kom- binierten Kreuz-Gegenstromtau- schers erreicht wird. Fast ebenso wichtig ist der geringe Energieverbrauch der Ventilatoren: Um den Grenzwert für beide Ven- tilatoren inklusive Umwandlungs- verluste von 0,4 Watt pro beför- derten m 3 /h zu unterschreiten, ist der Einsatz von Gleichstrommoto- ren, aber auch die druckverlustmi- nimierte Ausführung der gesamten Anlage erforderlich. Zwei weitere wesentliche Kriteri- en sind: n die interne Geräte-Dichtheit, damit keine Wärme durch Lecka- gen verloren geht und Falschluft transportiert wird
Franz Kramer, Seniorchef Kramer Haus- technik GmbH Wagrain
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Die automatische Komfortlüftung gehört bei den bestens gedämm- ten und luftdichten Wohngebäu- den zur Grundausstattung und be- deutet: n kein Kaltlufteinfall durch Fens- terlüftung n permanente pollenfreie Frisch- luftzufuhr in den Aufenthaltsbe- reichen n permanente Entlüftung der Ba- dezimmer, WCs und Abstellräu- me n keine unangenehmen Gerüche in der Wohnung n ständige Abführung von Luft- schadstoffen aller Art n Werterhaltung der Immobilie durch Verminderung von Ge- bäudeschäden durch Feuchtig- keit bzw. Schimmelbefall n Energiekosteneinsparung durch Wegfall von geöffneten Fenstern und durch ca. 85% Wärmerück- gewinnung aus der Fortluft. Es gilt allerdings auf eine Reihe von Qualitätskriterien zu achten, damit die Wohnraumlüftung auf lange Sicht den bestmöglichen Nut- zen für die Bewohner bietet. Dazu gehört neben einer bedarfs- und fachgerechten Anlagenplanung und Ausführung vor allem regelmäßige Filterkontrolle, Filtertausch sowie Geräte- und Anlagenwartung. im Ansaugstutzen installiert wer- den. Dies ist aber nicht zuletzt auch aus wirtschaftlichen Grün- den sinnvoll: Um bei niedrigem Druckverlust eine Einsatzzeit des Filters von nicht weniger als ei- nem Jahr zu erreichen, muss eine relativ große Filterfläche in einem entsprechend großen Gehäuse zur Verfügung stehen. Im Innenraum oder sogar im Lüftungsgerät ist diese Dimension wesentlich teu- rer als im Freien.
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