le (Zehntel) Watt pro Sekunde und pro Quadratmeter zur Aufrechter- haltung der Temperaturdifferenz aufgewendet werden müssen, dann ist die Dämmwirkung des Bauteils schlecht. Kleiner U-Wert = gute Dämmwerte. Bei einem Fenster (einschließlich Rahmen) sind 0,7 W/(m²K) Niedrig- energiehaus-Standard und bei ei- ner Außenwand 0,2 W/(m²K). Bei einer Dachschräge kommt man mit 16 cm Dämmung in etwa auf einen U-Wert von 0,3 W/(m²K) und mit 30 cm Dämmung auf 0,15 W/ (m²K). Das entspricht übrigens aufs Jahr umgelegt einem Heizölver- brauch von rund 1,5 l/m². Kurze Historie Die Wärmedämmung von Gebäu- den hat eine Geschichte von ledig- lich wenigen Jahrzehnten, obwohl Heizenergie in Form von Brennholz und später Kohle in früheren Zei- ten knapp und teuer war. In Woh- nungen bzw. Häusern wurde da- mals meist nur ein einziger Raum beheizt. I n den 1950ern waren sporadisch Heraklith-Platten aus zementgebun- dener Holzwolle auf Ziegelmau- ern (als Innendämmung!) im Ein- satz, die vom Dämmwert her den Namen Wärmedämmung kaum verdienten. Mit ziemlich jucken- der (und lungengängiger) Glas- wolle wurden in Dachböden die oberste Geschoßdecke gedämmt. Da diese Dämmung weich wie Wat- te und nicht begehbar war, musste sie mit einem Bretterboden abge- deckt werden. Ab den 1960er Jahren stand Heizöl ausreichend und billig zur Verfü- gung. Dies und steigende Ansprü- che an den Wohnkomfort bewirk- ten die Verbreitung von Zentral- heizungen. Erst ab der ersten Ölkrise 1973 ent- stand – auch im Zusammenhang mit der Diskussion um die Klimaerwär mung – ein Bewusstsein für den öko- logischen und wirtschaftlichen Nut- zen der Wärmedämmung. Doch die Dämm-Zentimeter wurden nur schleppend mehr. Noch Anfang der 1990er musste sich beispielsweise der Energiespartüftler Ing. Heinz Eggert für die 16-cm-Dämmung seines Hauses in der Moosstraße in Salzburg ein eigenes Befestigungs- system zusammenbasteln, weil da- mals seitens der Industrie bei 8 cm Dämmstärke Schluss war.
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