PEGaktiv für Senioren, Pflege und Reha | April 2026

Einkauf

Lieferantenmanagement Nachhaltige Lieferantenpartner Lieferantenbewertung Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz Bewertung Nachhaltigkeitssiegel Supplier Code of Conduct

Nachhaltige Produkte Nachhaltige Beschaffungskennzahlen Benchmark Ausschreibung Förderung

Nachhaltige Beschaffung

in Senioren- und

Nachhaltige Beschaffung

Pflegeeinrichtungen

Dienstleister

IT-System

Erneuerbare Energie Medizin- und Haustechnik Mobilitäts- und Logistiklösungen Hygiene und Reinigung Abfall

Nachhaltige Lieferanten Lieferantenbewertung Benchmark Bestellsystem Informationssystem

Nachhaltige Beschaffung ist daher ein zentraler Hebel für Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und gesellschaftliche Verant- wortung. Gleichzeitig sind Bewohnerinnen und Bewohner besonders empfindlich gegenüber Hitze und Extremwetter. Einrichtungen tragen damit eine doppelte Verantwortung: für ihre eigene Klima- und Ressourcenbilanz sowie für den Schutz einer vulnerablen Zielgruppe.

Prävention und Digitalisierung als Treiber

Mitarbeitende können im Alltag durch bewussten Ressour- ceneinsatz – etwa bei Lebensmitteln, Hygieneartikeln oder Energie – spürbare Effekte erzielen.

Nachhaltigkeit beginnt bei Prävention und Gesundheitsför- derung: Bewegungsangebote, ausgewogene Ernährung, Hitzeschutz und Sturzprävention senken langfristig Ver- sorgungsaufwand und Ressourcenverbrauch. Digitalisierung unterstützt diese Entwicklung, indem digitale Pflegedoku- mentation Papier und Zeit spart,Telemedizin Fahrten reduziert und intelligente Systeme den Energie- und Wasserverbrauch optimieren.

Beratung und Unterstützung: gemeinsam besser beraten

Wirtschaftlicher Druck trifft Verantwortung

Leitungsteams in Senioren- und Pflegeeinrichtungen stehen täglich vor komplexen Herausforderungen: wirtschaftliche Zwänge, Qualitätsanforderungen, Personalengpässe und steigende Vorgaben. Die PEG unterstützt mit einem ganzheit- lichen Angebot, das weit über klassische Einkaufsberatung hinausgeht: Verpflegungsmanagement: Planung und Optimierung von Speisen, Lieferanten- und Rezepturmanagement für gesunde, wirtschaftliche Ernährung Effizienz & Hygiene: Optimierung von Abläufen, Verbes- serung von Hygienestandards und Kostensenkung bei Reinigung und Textilversorgung Technik & Nachhaltigkeit: Analyse von Infrastruktur, Energiemanagement und nachhaltigen Strategien Nachhaltigkeit im Alltag: Weiterbildung der Mitarbeiten- den zu Nachhaltigkeitsscouts für dauerhaft ressourcen- schonende Maßnahmen Fachwissen, Weiterbildungen und ein starkes Netzwerk er- möglichen es Einrichtungen, strategisch zu handeln, Kosten zu senken und gleichzeitig die Lebensqualität der Bewohne- rinnen und Bewohner zu sichern. Nachhaltige Beschaffung ist ein strategischer Erfolgs- faktor. Mit der Unterstützung der PEG wird dieser Hebel wirksam: für Klimaschutz, Effizienz, Qualität und ein lebens- wertes Umfeld in Senioren- und Pflegeeinrichtungen.

Pflegeeinrichtungen stehen unter starkem Kostendruck: stei- gende Sachkosten, Personalmangel, regulatorische Vorgaben und Lieferengpässe erschweren Planungen. Gleichzeitig ist das günstigste Produkt nicht automatisch das wirtschaft- lichste. Minderwertige Qualität kann zu höherem Verbrauch, Ersatzbeschaffungen oder Entsorgungskosten führen. Nachhaltige Beschaffung bewertet Produkte daher ganzheit- lich, wobei Lebenszykluskosten, Energieverbrauch, Haltbar- keit, Reparierbarkeit und Entsorgung miteinbezogen werden. So entstehen oft ökologische und ökonomische Vorteile. Dazu zählen geringere Betriebs- und Energiekosten oder effizientere Prozesse. Auch soziale Faktoren wie die Entla- stung knapper personeller Ressourcen spielen eine Rolle.

Ambulant und stationär: unterschiedliche Schwerpunkte

Stationäre Einrichtungen haben großes Potenzial bei Ge- bäuden, Energie und Verpflegung. Energetische Sanierungen, LED-Umrüstung, Photovoltaik oder Energiemanagement senken emissions- und kostenintensiven Verbrauch. Eine klimafreundliche Gemeinschaftsverpflegung reduziert zudem Lebensmittelabfälle. Im ambulanten Bereich steht Mobili- tät im Mittelpunkt: Routenoptimierung, E-Fahrzeuge oder E-Bikes und die Berücksichtigung von Lebenszykluskosten reduzieren Emissionen und Kraftstoffkosten.

Konkrete Maßnahmen

Lieferantenmanagement als Schlüssel

Der Standard ISO 20400 definiert nachhaltige Beschaffung als Einkauf mit bestmöglichen Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft über den gesamten Lebens- zyklus. Für Senioren- und Pflegeeinrichtungen bedeutet das: Regionale, saisonale und gesundheitsförderliche Lebensmittel Energieeffiziente Geräte in Küche, Haustechnik und IT Langlebige, reparierbare Hilfsmittel und Textilien Mehrwegprodukte, wo Hygienevorgaben es zulassen Eco-Label-Reinigungsmittel und Dosiersysteme Digitale Lösungen, die Papier, Wege und Doppelstrukturen reduzieren Lieferanten mit transparenten Umwelt- und Sozialstandards So wird Nachhaltigkeit Teil der Unternehmensstrategie und wirkt sich auf Pflegequalität, Finanzierung und Klima- schutz aus.

Nachhaltige Beschaffung endet nicht beim Produkt. Liefe- rantenkodizes, ESG-Kriterien, Angaben zu Lebensdauer und CO 2 -Fußabdruck sowie langfristige Partnerschaften stärken die Versorgungssicherheit – besonders in Zeiten von Engpäs- sen. Der Einkauf wird dadurch zur strategischen Steuerungs- funktion, die Qualität, Kosten und Nachhaltigkeit verbindet.

Strategischer Hebel für Klimaschutz, Prävention und Wirtschaftlichkeit

Fünf Erfolgsfaktoren für Pflegeeinrichtungen

Das Gesundheitswesen verursacht rund 5–6 % der Treib- hausgasemissionen in Deutschland. Ein Großteil entsteht in der Lieferkette, demnach durch eingekaufte Produkte und Dienstleistungen (Scope 3). Auch Senioren- und Pflegeein- richtungen verbrauchen erhebliche Mengen an Lebensmit- teln, Medizin- und Pflegeprodukten, Textilien, Energie und Einwegmaterialien.

1. Klare Nachhaltigkeitsstrategie mit verbindlichen Zielen 2. Verantwortlichkeiten, z. B. Nachhaltigkeitsbeauftragte 3. Nachhaltigkeitskriterien in Ausschreibungen und Verträgen 4. Transparenz über Lieferketten und Produktauswirkungen 5. Schulung und Einbindung der Mitarbeitenden

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Ausgabe April 2026

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