Rütter – Das Magazin

SPIELEN

Im Spiel lernt der Welpe, was erlaubt ist und was nicht

„Spiel mit mir! “ Wenn Menschen mit einem Hund spielen, ist fast immer ein Gegenstand im Spiel und damit auch eine Erwartung an den Hund: Er soll etwas bringen, etwas hergeben und Ähnliches. Es ist aber auch möglich, ganz ohne eine Gehorsamsübung frei und sozial miteinander zu spielen und so die gemeinsame Beziehung zu festigen

Z u mir als Hundetrainerin kommen Menschen, die Prob- leme mit ihrem Hund haben oder bestimmte Trainings- ziele erreichen möchten. In einem ersten Gespräch stelle ich eine Reihe von Fragen, um mehr über das Zusammenleben genau dieses Mensch-Hund-Teams und ihrer Beziehung zuein- ander zu erfahren. Eine essenzielle Frage ist dabei immer: „Mit was und wie intensiv beschäftigst du deinen Hund?“ Frage ich meine Kunden, wie sie mit ihrem Hund spielen, bezieht sich deren Antwort tatsächlich meistens auf ein Spiel mit Gegen- ständen. Es werden fast immer Objektspiele mit dem Hund durch- geführt, also Spiele mit Gegenständen wie einem Stöckchen (Ach- tung, Verletzungsgefahr! Nicht zu empfehlen), einem Ball, Futterbeutel oder Kong, einer Frisbee oder einem Zerrseil bzw. Spieltau. Der Gegenstand wird dementsprechend dann geworfen und vom Hund geholt – oder eben auch nicht. Bitte ich meine Kun- den, mir das Spiel mit ihrem Hund doch einmal zu zeigen, endet es oft damit, dass der Hund dem Ball hinterherrennt, ihn aufnimmt und dann wieder fallen lässt. Erst wenn der Mensch den Ball geholt und erneut geworfen hat, interessiert sich der Hund wieder dafür.

Christine Waubke ist seit Ende 2017 DOGS Coach und betreut das Gebiet Rostock und Stralsund. Sie plant aktuell, ein Hundezentrum auf Rügen zu errichten. www.martinruetter.com/rostock-stralsund

50 Martin Rütter 7/2022

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