40 Days of Grace Excerpt (German)

sein will, so sei er von allen der Letzte und aller Diener! Und Er nahm ein Kind und stellte es mitten unter sie; und nachdem Er es in die Arme genommen hatte, sprach Er zu ihnen: Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt Mich auf; und wer Mich aufnimmt, der nimmt nicht Mich auf, sondern Den, der Mich gesandt hat.« Gleich nachdem Jesus ihnen gesagt hatte, dass Er hingehe, um gefangen und getötet zu werden, sagten sie nicht: »Herr, nein, nein, das kannst Du nicht zulassen. Was sollen wir ohne Dich machen?« Sie waren nicht von Trauer erfüllt. Nein, sie verstan- den gar nicht erst, was Er gesagt hatte. Es passte nicht zu ihrer Vorstellung vom verheißenen Königreich des Messias. So be- gannen sie, miteinander zu streiten, wer von ihnen der Größte sei. Das ist es, was die Sünde bei uns allen bewirkt. Was wir eigentlich wünschen, ist, dass wir unsere eigenen Interessen und unseren Willen durchsetzen können, an unseren Arbeitsplätzen und in unseren Familien. Uns gefällt es, groß zu sein. Uns gefällt es, unseren eigenen Weg zu gehen. Es ist demütigend, zuzuge- ben, aber wir sind den Jüngern mehr ähnlich als unähnlich. Es war also ein Augenblick wunderschöner Gnade, als Jesus Sei- ne ichbezogenen Jünger anblickte und sagte: »Fürchte dich nicht, du kleine Herde; denn es hat eurem Vater gefallen, euch das Reich zu geben« (Lk. 12,32). Damit sagte Er: »Versteht ihr nicht? Ich bin nicht gekommen, um ein irdisches Reich aufzubauen und Meine Macht auszuüben, damit ihr euch hier ein gutes Leben machen könnt, sondern um euch aus Gnade in einem viel besse- ren Königreich willkommen zu heißen, als ihr es von euch aus jemals hättet wünschen können.« Einerlei, wie unlogisch es dem natürlichen Menschen erscheint, so bleibt es doch wirklich wahr,

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