IHK-Magazin Ausgabe 7/2026

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Betriebe ergibt sich nach dem Regie- rungswechsel im Juli derzeit noch ein differenziertes Bild: Kurzfristig bleiben die administrativen Belastun- gen des Brexit bestehen. Mittel- und langfristig könnten eine pragmati- sche EU-UK-Annäherung und eine britische Investitionsagenda neue Chancen eröffnen. Bedeutet: Wer den Markt bereits bearbeitet, sollte bestehende Prozesse überprüfen und mögliche Erleichte- rungen aufmerksam verfolgen. Wer neu einsteigen will, sollte den Markteintritt sorgfältig planen, lokale Partner einbeziehen und frühzeitig klären, welche Nachweise, Geneh- migungen und Zuständigkeiten im konkreten Fall relevant sind.

Unternehmen spürbar entlasten. Eine Verbindung der Emissionshandelssys- teme könnte zudem helfen, Doppel- belastungen durch CO 2 -Grenzaus- gleichsmechanismen zu vermeiden. Gerade die von Burnham angekün- digte Agenda könnte neue Ansatz- punkte bieten. Wenn öffentliche Beschaffung stärker zur Stärkung der britischen Industrie genutzt wird, entstehen zwar möglicherweise neue Anforderungen an lokale Wertschöp- fung. Gleichzeitig können deutsche Zulieferer, Technologiepartner und Investoren profitieren, wenn sie früh- zeitig Kooperationen aufbauen, Lie- ferketten anpassen oder ihre Präsenz vor Ort stärken. Zusammengefasst: Für deutsche

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STAHL HALLEN Andre -Michels.de

UK CBAM

Das gilt ab 2027

Zum 1. Januar führt das Ver- einigte Königreich einen eigenen Carbon Border

Auch wenn die Abgabe in der Regel vom britischen Impor- teur entrichtet wird, rücken

Adjustment Mechanism (CBAM) ein. Mit dem UK CBAM will die britische Regierung sicherstellen, dass importierte Waren und im Inland hergestellte Produkte vergleichbaren CO₂-Kosten unterliegen. Ziel ist es, Wettbewerbsverzer- rungen zu vermeiden und die Verlagerung von Emissionen in Länder mit geringeren Klimaschutz- anforderungen zu verhindern. 2027 beginnen. Betroffen sind zunächst Waren aus den Bereichen Eisen und Stahl, Aluminium, Zement, Düngemittel und Wasserstoff. Für diese Produkte werden künftig Angaben zu den bei der Herstellung entstandenen Emissionen benötigt. Die Höhe der Abgabe orientiert sich an den CO₂-Kosten, die ver- gleichbare Hersteller im Ver- einigten Königreich über das britische Emissionshandelssystem tragen. Für deutsche Unternehmen mit UK-Geschäft bedeutet das: Die Vorbereitung sollte nicht erst

deutsche Lieferanten stärker in die Verantwortung. Denn die erforder- lichen Emissionsdaten liegen häufig entlang der Lieferkette und müssen rechtzeitig verfügbar sein. Exporteure sollten daher welche Daten benötigt werden und wer im Unternehmen die Prozesse koordiniert. INFO: Das IHK-Kompetenzzent- rum UK bietet regelmäßig Informati - ons- und Schulungsveranstaltungen zum UK CBAM an. Im Mittelpunkt prüfen, ob ihre Waren in den Anwendungsbereich fallen, stehen die Betroffenheitsanaly - se, die Verfügbarkeit belastbarer Emissionsdaten und die organisa- torischen Schritte bis zum Start des Systems.

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IHK Magazin Rhein-Neckar 07 | 2026

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