07 | 2026 IHK Magazin
EU-Verpackungs- verordnung Welche Betriebe betroffen sind SEITE 49
DIGITALISIERUNG
Die Schneiders: Sicher dank IHK SEITE 12
Susan und Philipp Schneider, Metropol Fahrschule Heidelberg
AUS DEN UNTERNEHMEN Luisa Gallardo Leon: Jetzt auch mit Café SEITE 33
E-RECHNUNGSPFLICHT Das müssen Betriebe ab 2027 beachten SEITE 43
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STANDPUNKT
Echtes Wachstum statt Strohfeuer
B undesregierung und Forschungsinsti- tute korrigieren gerade die Konjunktur- erwartungen für 2026 nach oben. Das ist erfreulich. Wir brauchen Wachstum. Ein guter Teil dieser Entwicklung ist indes schuldenfinanziert. Der private Konsum sowie die Unternehmensinvestitionen darben weiter. Dass unsere strukturellen Probleme nach wie vor ungelöst sind und auch keine deutliche Verbesserung in Sicht ist, zeigt sich auch am Ausbildungsmarkt. Die Zahl der zum 1. September in unserer Region neu abgeschlossenen Ausbildungs- verträge ist um zehn Prozent auf 3.100 gesunken. Warum das so ist? Der Aus- bildungsmarkt wird gleichzeitig von zwei Seiten unter Druck gesetzt.
dass Unternehmen Kapazitäten verlagern oder abbauen und im gleichen Umfang auch ihre Personal- und damit Ausbil- dungskapazitäten nach unten anpassen. Zudem verliert der Ausbildungsmarkt durch Betriebsschließungen Ausbildungs- betriebe. Der Druck wird sich erst lösen, wenn die Unternehmen in der Breite wieder mit besseren Erwartungen in die Zukunft blicken. Die Bundespolitik ist gefordert, die Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Handeln deutlich zu verbessern und das weitaus beherzter, als sie es bisher in ihren Reformvorhaben skizziert hat. Doch auch die Bundesländer müssen handeln! In der aktuellen PISA-Studie ist Deutschland bekanntermaßen auf die nied- rigsten Werte bei Naturwissenschaften, Le- sen und Mathematik seit Start der Studien- reihe im Jahr 2000 gefallen. Unser Land hat ein massives Bildungsproblem. Besonders problematisch aus Sicht der Wirtschaft sind die fehlenden Basiskompetenzen. Ohne sie ist eine Ausbildung kaum möglich.
Mehr zum Aus- bildungsmarkt in der Region auf Seite 26
Nachfrage: Auf der einen Seite gibt es Passungsprobleme zwischen
1.
Bewerbungen und den angebotenen Stellen: regional und aufgrund fehlender Qualifikation der Jugendlichen bzw. deren Berufswünsche, die nicht mit dem Angebot matchen. Hinzu kommt die insgesamt schrumpfende Zahl potenzieller Bewerber aufgrund des demografischen Wandels.
Im Bund Weichen für bessere Rahmenbedingungen stellen, in den Ländern für bessere Bil- dung: Wenn das gelingt, ha- ben wir bald echtes Wachs- tum und kein Strohfeuer.
2. Angebot: Auf der anderen Seite führt die mehrjährige wirtschaft- liche Stagnation dazu,
Unser Land hat ein massives Bildungs- problem.
Manfred Schnabel Präsident der IHK Rhein-Neckar
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IHK Magazin Rhein-Neckar 07 | 2026
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INHALT
IHK Magazin 07 | 2026
KOMPAKT
6 Wirtschaft und Region im Überblick
TITEL | ENERGIE & UMWELT
12 Metropol Fahrschule Heidelberg Das Ehepaar Schneider setzt für Cybersicherheit auf IHK-Tipps 14 CustomAIzed KI-Start-up aus Osterburken nutzt IHK-Digitalisierungswissen 16 Experteninterview Auf diese Bedrohungsszenarien sollten sich Unternehmen vorbereiten
17 EU-Maschinenverordnung Welche Rolle IT-Sicherheit spielt
18 Einsat z von KI Das rät die IHK
30 Engagiert Christine Beil hat viele Ideen für die Innenstadt von Eppelheim.
19 IHK-Weiterbildungen Gut aufgestellt für KI und Co.
20 Cyber Resilience Act Was Betriebe wissen müssen
21 IT-Sicherheit Darum geht es beim EU AI Act
32 Vereint Jan, Lilli-Sophie, Katrin und Dominik Schimscha (von links) stellen die fünfte Generation
AUS DER IHK
26 Analyse So ist die Lage auf dem Ausbildungsmarkt
28 Interessenvertretung Was die IHK-Organisation bewegt
STANDORT
des Industrie- unternehmens Schimscha.
30 Innenstadtberatung Welche IHK-Vorschläge in Eppelheim umgesetzt wurden
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IHK Magazin Rhein-Neckar 07 | 2026
IHK-Magazin digital lesen:
AUS DEN UNTERNEHMEN
34 Elizabeth Maal Vom Zirkus ins eigene Aerodance-Studio
35 `s Fachl Max Schulz und sein Reich der Fächer
37 Media Manufacture Mannheim Gründerinnen setzen Hotels digital in Szene
38 Tramsen Media Mannheimer haben Compliance-Software entwickelt
39 Mexi Die Gewinner des Mannheimer Existenzgründungspreises
TIPPS
40 Ausbildung 42 Recht & Steuern 44 Unternehmensführung 46 International 48 Weiterbildung 49 Umwelt & Energie 50 Innovation
40 Motiviert
Ivana Strobel aus Ghana hat ihre Ausbildung zur Köchin erfolgreich abgeschlossen.
IHK-SERVICE
9 Impressum 52 Öffentliche Bekanntmachungen 55 IHK-Börsen 56 Jubiläen
48 Tipp: Weiterbildung
SO LADE ICH MEINEN AKKU AUF
58 Kein Mast- und Schotbruch. Lars von Osten ist ein echtes Nordlicht. Wasser spielt in seinem Leben eine besondere Rolle, beruflich wie privat.
Planen Sie bereits die Coachings Ihrer Mitarbeiter für 2027? Wie wäre es mit einem Seminar für alle vor Ort im Unternehmen?
VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNGEN
22 Industrie im Wandel
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KOMPAKT
Die Telfo-Gründer Santiago Morelli (links) und Deniss Danilciks. Alle Team-Mitglieder sind unter 28 Jahre alt.
TELFO KI made in Mannheim
natürlich. Neben den Einblicken in die KI-Welt in den USA stand auch Morellis Vater Pate bei der Gründung. „Er ist selbstständig und versäumt im Arbeitsalltag regelmäßig Anrufe. Unser Ziel ist es, Unternehmen zu entlasten, die wie er wegen des Fachkräftemangels An- rufe und damit potenzielle Aufträge verpas- sen”, so Morelli weiter. Rund 70 Kunden hat Telfo bereits, nach eigenen Angaben vor allem Handwerksbetriebe, Kanzleien, Hausverwal- tungen und Freiberufler. Unterstützt werden die Gründer auch von der Universität Mann- heim, an der Beide studieren. Die Gründer können unter anderem Räumlichkeiten nutzen und erhalten Unterstützung durch erfahrene Betreuer. Zudem profitieren sie von Kontakten des universitären Netzwerks. MB
ERST 20, NOCH IM BWL-STUDIUM UND DOCH BEREITS UNTERNEHMER: Die Inspiration für ihr im Frühjahr gegründetes Start-up Telfo er- hielten Deniss Danilciks und Santiago Morelli während eines Studienaufenthalts in San Francisco. „Wir haben gesehen, wie selbstver- ständlich dort KI-gestützte Sprachassistenten eingesetzt werden“, erzählt Danilciks. „Uns war klar: Das brauchen wir auch in Deutsch- land. Und zwar mit authentischen, deutschen Stimmen und angepasst an die Anforderungen des hiesigen Marktes. Wir wollen zeigen, dass innovative KI-Lösungen auch in Deutsch- land entstehen können”, ergänzt Morelli. Das Konzept des mittlerweile neunköpfigen Telfo-Teams: eine DSGVO-konforme KI-Tele- fonassistenz für kleine und mittelständische Unternehmen. Diese beantwortet Anrufe, vereinbart Termine, trägt sie direkt in den Kalender ein und führt Gespräche möglichst
Wir wollen zeigen, dass
innovative KI- Lösungen auch in Deutschland entstehen kön- nen.
Santiago Morelli
telfo.ai
? Wie wird die Gewerbe- steuer berechnet? FRAGE DES MONATS
ZAHL DES MONATS
Die Höhe der Gewerbesteuer hängt von mehreren Fakto- ren ab. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Hebesatz der Gemeinde, in der das Unter- nehmen seinen Sitz hat. ihk.de/rhein-neckar/ gewerbesteuer
verzeichnete die IHK Rhein-Neckar zum 1. September, ein Minus von zehn Prozent zu 2025. Mehr auf Seite 26
3.124 NEUE AUSBILDUNGSVERTRÄGE
QUELLE: IHK RHEIN-NECKA R
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KOMPAKT
O-TON DES MONATS
ein zukunftsfähiges Ener- giemanagement durch Wasserstoffnutzung und Batteriespeichersysteme unterstützt werden kann.
TIPPS & TERMINE
Ich wollte etwas mit den Händen machen, Skills fürs Leben lernen.
Sind Sie betroffen? Bei der NIS-2-Richtlinie gibt es Änderungen. Das bringt für Unternehmen vieler Branchen neue Pflichten, insbesondere für die Geschäftsleitun- gen, mit sich. Wer nicht handelt, riskiert Bußgel - der und Haftung.
ihk.de/rhein-neckar/ energieversorgung
Wer ist für Sie ein Touris- musheld? Noch bis zum 31. Oktober können Persönlichkeiten und Teams aus Gastronomie, Beherbergung, Camping - wirtschaft, Touristik, Kul- tur, Freizeit sowie aus den Bereichen Nachwuchs - förderung und Integration für die Auszeichnung nominiert werden. www.messe-stuttgart. de/cmt/tourismus helden
Ivana Strobel wurde im Badischen Hof zur Köchin ausgebildet.
Mehr auf Seite 40.
ihk.de/rhein-neckar/ nis-2
Nutzen Sie Überschuss- strom sinnvoll? Immer mehr Unternehmen erzeugen eigenen Strom aus Photovoltaik. Erfahren Sie in der IHK-Veranstal- tung am 11. November, wie
MEIN TOPSELLER
„Ausruhen bei Freunden“ TOMAS MARTINO: Unser kulinarischer Topseller sind Empanadas aus Argentinien und Venezuela: Teigtaschen, zum Beispiel gefüllt mit Rindfleisch oder Käse. Unser Getränke-Topseller ist Fernet Cola – bitterer Kräuterlikör Fernet-Branca und Coca-Cola, serviert auf viel Eis, und sehr beliebt in meinem Heimatland Argentinien. Für andere Geschmäcker haben wir Weine, Biere sowie wei- teres Fingerfood aus Mittel- und Südamerika im Angebot. Sonntags steht bei uns immer ein anderes Land im Fokus, zuletzt Ecuador. Unsere Bar ist ein Ort für unsere Freunde: „Pana“ heißt Kumpel in Venezuela, wo mein Mit-Inhaber Raphael geboren ist. In Argentinien rufen wir „Che“. „Resto“ heißt Ausruhen. Zur Ruhe kommt auch unser Stammgast Frank. Er war bereits in der Florianstube regelmäßig hier. Über seinem Platz hängt ein Bild, das ihn während der Pandemie zeigt.
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Damals haben in der Stadt viele Kneipen zugemacht, in denen sich unsere Landsfrauen – und -männer getroffen haben. So kamen Raphael und ich auf die Idee, unserer Community einen neuen Wohlfühl-
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ort zu geben.
Ru
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Mit der Che Pana Resto Bar haben Tomas Martino (links) und Raphael Pulgar Schwartz der ehemaligen Florianstube in Heidelberg neues, lateinamerikanisches Leben eingehaucht. Im Sommer sind sie auch mit einem Foodtruck unterwegs.
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KOMPAKT
IHK-REGION Vereint bei Kartoffelsalat und Kuchen
MANNHEIM Neues Konzept: Unicake-Grün- derin Luisa Gallerdo Leon hat in der Mannheimer Innenstadt ein Café eröffnet. Mehr auf Seite 33.
OSTERBURKEN Neue Herausforderungen: Wie reagiert das KI-Start-Up CostumAIzed auf den EU AI Act? Mehr auf Seite 14.
BUCHEN Ausblick: Der Sanierung, Modernisie- rung und Erweiterung der Überbe- trieblichen Ausbildungswerkstätte Buchen (ÜAB), die seit 1975 besteht, ist auf der Zielgeraden. Mehr in der kommenden IHK-Magazin-Ausgabe.
Weinheim
Walldürn
Mudau
Hirschberg
Buchen
Ladenburg Mannheim
Eberbach
Waldbrunn
Osterburken
Schönbrunn
Heidelberg
Ravenstein
Brühl
Eppelheim
EVENTS 5.-15. November
Schwetzingen
Obrigheim
Mosbach
Mannheim + Heidelberg Vorhang auf: Das Film- festival Mannheim/ Heideberg geht unter dem Motto Imagine Futures!“ in die 75. Auf- lage. Bereits im Oktober finden über die Metropolregion verteilt zahlreiche Veranstaltungen statt, unter anderem Lesun- gen und Konzerte. www.iffmh.de 7. und 8. November Mosbach Reise zurück ins Mit- telalter: Der Rathaus- platz in Mosbach ver- wandelt sich in einen historischen Markt mit Handwerk, Krämern, Speisen, Musik und Gaukelei. www.mosbach.de
Hockenheim
Walldorf
Wiesloch
Sinsheim
EPPELHEIM Neue Netzwerke : Christine Beil gehört zu den Unter - nehmerinnen und Unter- nehmern, die in Eppelheim gemeinsam mit IHK-Unter- stützung die Innenstadt attraktiver gestalten wollen. Mehr auf Seite 30.
RAVENSTEIN Neue Ideen: Welche
Rolle Kartoffelsalat beim Metallverarbeitungsunter- nehmen Schimscha spielt? Mehr auf Seite 32.
HOCKENHEIM Neue Position: Yannick Stumpf war bei Promedia erst Mitarbeiter, jetzt ist er beim Medientechnik-Profi alleiniger Geschäftsführer. Mehr im kommenden Heft.
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KOMPAKT
DIE ANALYSE
STECKBRIEF
KALENDERBLATT
Andreas Klingel: „Eigene Sicht einbringen“
24. Dezember
Haben Sie schon Ihre interne Weihnachtsfeier geplant? Auf Seite 44 lesen Sie, wie Sie Betriebs - veranstaltungen steuerlich sauber abwickeln.
Herr Klingel, Sie engagie- ren sich ehrenamtlich im IHK-Handelsausschuss. Weshalb? Wir beschäftigen uns mit hoch relevanten Themen des Handels. .Es macht sehr viel Freude, sich hier- an zu beteiligen, die eigene Sicht der Dinge einzubrin- gen und die IHK beratend zu unterstützen. Und es ist natürlich auch für unser eigenes Unternehmen von großem Nutzen, wenn sich die IHK auf richtungswei- sende Empfehlungen des Handels stützen kann, um so Weichen in Politik und Wirtschaft zu stellen. Zu- sätzlich ist der Austausch untereinander immer sehr wertvoll und inspirierend. Welche Schwerpunkte setzt der Ausschuss? Relevant sind unter ande- rem Stadtentwicklung samt der äußerst schwierigen Verkehrssituation in Mann-
heim (Stichworte Mobili- tätspakt und Brücken - sperrung), Ladendiebstahl, Verpackungsverordnung, Fachkräftemangel und Ladenöffnungszeiten bis hin zu EU-Themen wie Ent- waldungsverordnung oder Recht auf Reparatur. Auch der Abbau der extremen Regulatorik des Gesetzge- bers steht immer wieder im Fokus unserer Arbeit. Ru
Andreas Kempff ist IHK-Ge- schäftsführer Industrie, Dienst- leistungsgewerbe und Unter- nehmensförderung. Keine Firma ist immun Wie sicher ist Ihr Betrieb vor Cyberangriffen und CEO- Fraud? Laut DIHK war 2025 jedes fünfte kleine und mitt- lere Unternehmen von einem schwerwiegenden Cyber - sicherheitsvorfall betroffen. Umso wichtiger ist es, Risiken anzuerkennen und für den Ernstfall vorbereitet zu sein. Der erste Schrift dabei: Verste- hen, dass keine Firma immun ist. Auch Ihre nicht.
AUS DEN HOCHSCHULEN
Andreas Klingel ist Geschäftsführer und Gesellschafter der S+K
Die Universität Mann- heim hat den RegioRadar 2026 vorgelegt. Bei der nicht-repräsentativen Umfrage nennen die Teil- nehmer unter anderem „Schmutz/Lärm“, „Preise (Leben, Miete…)“ , „Armut/ Ungleichheit“ sowie „Verkehr/Infrastruktur“ als drängendste Herausfor- derungen.
Rhein-Neckar Buchhandels GmbH & Co. KG und Mitglied des IHK-Han- delsaus- schus- ses.
www.transfor-ma.de
Mehr auf Seite 10
IHK Magazin Impressum Herausgeber Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar Redaktion Matthias Schmitt (verantw.; MaS), Tel.: 0621 1709 - 213 Fax.: 0621 1709 - 5213 E-Mail: presse@rhein-neckar.ihk24.de Weitere Autoren Stefanie Ball (Ba), Sabine Braun (SB), Marion Brenner (MB), Stefan Burkhardt (Bu), Ulla Cramer (uc), Jörg Runde (JR), Catharina Zelt (Ze) Annegret Rupp (Ru) L1,2, 68161 Mannheim Neuigkeiten über Ihr Unternehmen ihk.de/rhein-neckar/firmennachrichten informiert Sie.
Mitgliederservice Bei nicht gewünschter Zeitschriften- Belieferung, Mehrfachzustellungen oder Adressänderungen wenden Sie sich bitte per E-Mail an: adressupdate@rhein-neckar.ihk24.de Die Zeitschrift ist das offizielle Organ der IHK Rhein-Neckar. Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der grundsätzlichen Beitragspflicht als Mitglied der IHK.
Gesamtherstellung, Verlag, Druck, Anzeigenservice Endriß + Prüfer Verlags-GmbH Ooser Bahnhofstr. 16 76532 Baden-Baden Tel. 07221 211917 E-Mail: verlag@endriss-pruefer.com www.endriss-pruefer.com
IHK Rhein-Neckar Haus der Wirtschaft Mannheim L 1, 2
68161 Mannheim Tel.: 0621 1709 - 0 Fax: 0621 1709 - 5511
E-Mail: ihk@rhein-neckar.ihk24.de Haus der Wirtschaft Heidelberg Hans-Böckler-Straße 4 69115 Heidelberg Tel.: 06221 9017 - 0 Haus der Wirtschaft Mosbach Oberer Mühlenweg 1/1 74821 Mosbach Tel.: 06261 9249 - 0 Haus der Berufsbildung Walter-Krause-Straße 11 68163 Mannheim Datenschutzrechtliche Informationen ihk.de/rhein-neckar/datenschutz
Anzeigenleitung Andrea Albecker
ISSN 1868-7008 Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2026
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 48 vom Januar 2026
Satz, Layout .punto design Werbeagentur Bernhard Kück 69469 Weinheim www.puntodesign.de
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IHK Magazin Rhein-Neckar 07 | 2026
ihk.de/rhein-neckar
TITELTHEMA | DIGITALISIERUNG
78% DER UNTERNEHMEN nutzen KI, um Texte, Bilder und Codes zu generieren
QUELLE: DIHK
Wer wartet, verliert Wer die Chancen von Digitalisierung und KI nutzen will, muss auch in IT-Sicherheit investieren. Denn Cyberrisiken nehmen zu.
TITELTHEMA | DIGITALISIERUNG
O rdner, Stempel und Faxe haben aus- gedient, dafür sind Authenticator-App, Fingerabdrucksensor und KI-Assisten- ten aus vielen Betrieben nicht mehr wegzudenken. Laut der DIHK-Digita- lisierungsumfrage sieht sich die Mehrzahl der Unternehmen bei Digitalisierung oder Cyberab- wehr grundsätzlich solide aufgestellt. Auf einer Skala von eins (sehr gut) bis sechs (ungenü- gend) ordnen sich die Unternehmen im Durch- schnitt bei 2,8 ein. Kostenersparnis, Qualitäts- verbesserungen und die Flexibilisierung des Arbeitens stehen bei den erhofften Vorteilen im Vordergrund, um so den zahlreichen aktuellen Herausforderungen zu begegnen: hohe Energie- preise, geopolitische Unsicherheiten, steigende Kundenanforderungen. Doch die Komplexität der digitalen Transformation ist nicht zu unter- schätzen, sie kostet Zeit und Geld. Gut aus- gebildete Mitarbeiter sind gefordert. Das breit aufgestellte Weiterbildungsangebot der IHK Rhein-Neckar setzt hier an (siehe Seite 19). Die DIHK-Umfrage zeigt auch: KI ist als Produk- tivitätsfaktor in den Unternehmen angekom- men. Bei 35 Prozent ist branchenübergreifend KI-Technologie im Einsatz. In der Informati- ons-/Kommunikationsbranche und der Finanz- wirtschaft wird der produktivitätssteigernde Einfluss von KI aufgrund der bereits etablierten digitalen Prozesse und datengetriebenen Ent- scheidungen am höchsten eingeschätzt. Die Unternehmen verwenden generative KI vor allem, um Texte, Bilder oder Codes zu erstellen. Hinzu treten personalisierte Kundenansprache und Kundensupport sowie Qualitätssicherung und Prozessüberwachung.
Während fehlendes Know-how im Vergleich zum Vorjahr seltener genannt wird, bleiben rechtliche Unsicherheiten und technische Hemmnisse die größte Herausforderung bei der Datennutzung (siehe Seite 20 und 21). Neue Vorgaben wie der EU AI Act gelten für alle, auch für KI-Start-ups wie CustomAIzed aus Oster- burken (siehe Seite 14). Zugleich bleibt die Bedrohungslage durch Cyberangriffe sehr hoch, ist die Krisenvorsor- ge ausbaufähig. Unternehmen wurden nach eigenen Angaben zwar seltener von Cybersicher- heitsvorfällen betroffen. Der Wirtschaft gelingt es wohl, sich besser zu schützen, hinzu tritt eine erhöhte Beurteilungskompetenz sowie die Er- füllung regulatorischer Vorgaben. Die zunehmende Vernetzung, geopolitische Friktionen und der Einsatz von KI durch Hacker vergrößern jedoch die Angriffsfläche. Diese Erkenntnisse der Digitalisierungs- umfrage kann der Experte Prof. Dr. Sachar Paulus bestätigen (siehe Seite 16). Und eine digitale Souveränität, um Abhängigkeiten von großen außereuropäischen Technologieunter- nehmen zu reduzieren, wird immer lauter gefordert. Das Gefährliche: Im Visier der Hacker sind nicht nur Großunternehmen, sondern auch kleine Betriebe. Die Metropol Fahrschule Heidelberg holte sich deshalb nicht nur bei der Digitalisie- rung der Geschäftsprozesse, sondern auch bei der Absicherung des Unternehmens IHK-Hilfe (siehe Seite 12). Texte im Titel: Stefan Burkhardt
Produktiver arbeiten, Qualität steigern Antworten auf die Frage „Was sind die Hauptgründe für Digitalisierung in Ihrem Unternehmen?“ (in Prozent)
Kosten sparen
65
Qualitätsverbesserung
64
Flexibilisierung
63
Entwicklung innovativer Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle
36
Kundenbindung
33
Bewältigung Fachkräftemangel 0
31
10
20
30
40
50
60
70
QUELLE: DIHK
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IHK Magazin Rhein-Neckar 07 | 2026
InhTIaTlEtLTHEMA | DIGITALISIERUNG
METROPOL FAHRSCHULE HEIDELBERG Sicher auf der Straße und im Netz Hacker kennen keine Betriebsgröße. Eine Erkenntnis, die auch die Heidelberger machen mussten und sich deshalb Unterstützung holten.
U nser Vertragspartner ist Opfer eines Cyberan- griffs: Susan Schneider kann sich noch genau erin- nern, als diese Nachricht im vergangenen November bei ihr eintrudelte. „Bei solch einem Angriff, bei dem die Gefahr besteht, dass Daten gestoh- len werden, fühlt man sich im ersten Moment allein auf weiter Flur. Aber man kann sich vorbereiten. Das hilft, mit solchen Situationen umzuge- hen.“ Susan Schneider und ihr Ehemann Philipp von der Met- ropol Fahrschule in Heidelberg nahmen das Ereignis deshalb zum Anlass, sich intensiver mit dem Thema IT-Sicherheit auseinanderzusetzen. „Fragen der Cyber- und Infor- mationssicherheit sind für uns sehr wichtig, insbesondere seit wir unser Kerngeschäft vor über einem Jahr konsequent digitalisiert haben“, erklärt Susan Schneider. Die Heidel- berger arbeiten mit Cloud Computing mittlerweile weit- gehend papierlos. Nicht nur der Anmeldeprozess der Fahr- schüler und die Ausstellung des Ausbildungsnachweises erfolgen elektronisch, auch der eigentliche Unterricht wird di- gital unterstützt: Eine App stellt den Fahrschülern alle wichti- gen Informationen bereit, die Simulatoren sind voll vernetzt und die Fahrlehrer haben über ein Tablet Zugriff auf alle Daten und können ihre Schützlinge optimal betreuen. Auch zahl- reiche Verwaltungsprozesse laufen heute digital und effi- zienter ab. Das erleichtert die Zusammenarbeit zwischen der
Gold wert, denn trotz unseres Wissens waren viele der The- men für uns noch Neuland“, erinnert sich Susan Schneider. Anschließend absolvierte das Team die ISMS-Werkstatt, um ein Informationssicherheits- Managementsystem zu initiie- ren (siehe Kasten auf Seite 13). Großen Gewinn zog Susan Schneider auch aus einer IHK-Veranstaltung zum daten- schutzkonformen Einsatz von Bürosoftware: „Mir wurde erst dort klar, wie leicht Kriminelle über herkömmliche Onlinelö- sungen Zugriff auf die Systeme erhalten können.“ Es sei nor- malen Nutzern nicht bewusst, in welchem Maße Daten ab- fließen können, da sie sich bei etablierten Lösungen großer Anbieter auf die Sicherheit der Plattformen verließen. „Wir finden es sehr gut, dass die IHK diese Schulungen anbietet und Unternehmen für diese Themen sensibilisiert.“
Zentrale in der Heidelberger Weststadt und den weiteren Standorten in Kirchheim und Rohrbach erheblich. Doch wie sollte sich das Unter- nehmen digital noch sicherer aufstellen? Für Susan Schnei- der ist die IHK in vielen Fragen erster Ansprechpartner. „Wir nutzen das Angebot der IHK sehr gerne und haben bereits einige Fortbildungen und Informationsveranstaltungen belegt, etwa zum Arbeitsrecht, zum Personalwesen oder zur Lohnbuchhaltung.“ Viele dieser Kurse seien kostenfrei oder kostengünstig. Das war auch bei der IT- und Informa- tionssicherheit der Fall: Um die Fahrschule hier besser aufzustellen, besuchte das Team zunächst den Cyber- sicherheitstag, den die IHK zusammen mit der Techni- schen Hochschule Mannheim jährlich veranstaltet. „Der dort gebotene Gesamtüberblick war
Mir wurde erst durch die IHK klar, wie leicht Kriminelle Zugriff auf die Systeme
erhalten können.
Susan Schneider
Cybersicherheit häufig bedroht Antwort auf die Frage, ob das eigene Unternehmen innerhalb des vergangenen Jahres (vermutlich) von mindestens einem erheblichen Cybersicherheitsvorfall betroffen war (in Prozent)
50
50
38
40
30
2024 2025
18
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10
0
Unternehmen bis 999 Beschäftigte
Unternehmen ab 1.000 Beschäftigte
QUELLE: DIHK
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IHK Magazin Rhein-Neckar 07 | 2026
ihk.de/rhein-neckar
TITELTHEMA | DIGITALISIERUNG
Wertvoll waren auch die Kontakte, die das Team zu Mitarbeitern anderer Unternehmen knüpfen konnte: „Die Gespräche haben uns weitere Anregungen für die Weiterentwicklung unserer IT-Sicherheit ge- geben.“ Der Newsletter der IHK trage ebenfalls dazu bei, den Austausch dauerhaft aufrechtzuerhalten (Anmerk. der Redaktion: zu abonnieren unter ihk.de/rhein-neckar/newsletter ). Im Anschluss an die IHK-Veranstaltungen überprüf- te die Metropol Fahrschule ihre IT-Strukturen auf Schwachstellen, analysierte den Handlungsbedarf und identifizierte weitere Optimierungsmöglich- keiten. „Die Umsetzung der Theorie in die alltäg- liche Praxis ist nicht ganz einfach“, resümiert Susan Schneider, die im Backoffice, also sozusagen im digitalen Maschinenraum, tätig ist: „Die Prozesse im Unternehmen entwickeln sich kontinuierlich weiter.“ Darüber hinaus seien die Sicherheitsmaßnahmen nicht nur kostenintensiv, sondern auch zeitaufwen- dig, etwa die Suche nach IT-Sicherheitsdienstleis- tern, die das Unternehmen bei der cybersicheren Konfiguration der Standardprogramme unterstüt- zen. Doch der Aufwand sei unvermeidlich: „Cyberse- curity geht alle Unternehmen an. Es ist besser, sich im Vorhinein damit auseinanderzusetzen und die eigenen IT-Systeme zu überprüfen als sich im Worst Case davon überraschen zu lassen, dass nichts mehr funktioniert.“
Susan und Philipp Schneider mit einem voll digitalen Simulator, der für die Führerscheinausbildung genutzt wird.
INFO
Das Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS)
Überwachen: Überprüfen des ISMS auf Wirksamkeit.
Ein ISMS… • dient dazu, die IT- und Informationssicherheit in einem Unternehmen dauerhaft zu definieren, zu steuern, zu kont - rollieren, aufrechtzuerhalten und fortlaufend zu verbessern. • umfasst entsprechend ISO/IEC 27001 die Rollen und Gremien, die entsprechenden Sicherheitsprozesse, ein- schließlich Risikomanagement, sowie die erforderlichen Richtlinien mit Verfahren und Regeln. • ist ein kontinuierlicher Prozess, der stets zu prüfen und
3.
4. Instandhaltung: Aktualisierung und Beseitigung von Schwachstellen, eventuell: Neuplanungen. Wo gibt es weitere Informationen? • Grundsätzlich können sich Unternehmen am IT-Grund - schutz des Bundesamtes für Sicherheit in der Informations - technik (BSI) orientieren, siehe www.bsi.bund.de • In der kostenfreien Workshopreihe ISMS-Werkstatt der Transferstelle Cybersicherheit erwerben Unternehmen in zwei aufeinander aufbauenden Kursen alle Kenntnisse, um ein ISMS zu entwickeln und umzusetzen. www.transferstelle-cybersicherheit.de • Außerdem bietet die IHK das Seminar „ISO/IEC 27001
gegebenenfalls anzupassen ist. Wie baut man ein ISMS auf?
1. Planen: Festlegen der Ziele und Strategien sowie der Sicherheitsmaßnahmen, die zu deren Erreichen notwendig sind. 2. Umsetzen: Planungen umsetzen und Prozesse verstetigen.
Informations-Sicherheits-Management“ an. ihk.de/rhein-neckar/weiterbildung-iso
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IHK Magazin Rhein-Neckar 07 | 2026
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TITELTHEMA | DIGITALISIERUNG
CUSTOMAIZED EU AI Act und Co.: Wenn auch ein KI-Start-up Beratung braucht Markteintritt, Fördermittel, Rechtliches: Das Unternehmen aus Osterburken nutzt bei vielen Digitalisierungsfragen das Wissen und das Netzwerk der IHK.
V or einigen Jahren noch undenkbar, bei Custom- AIzed Realität: Julian Nuss und Lukas Zimmer- mann setzen gleich mehr- fach auf generative KI-Tech- nologien, um Unternehmen aller Größen beim Wissens- management zu unterstützen. So sucht ein Chatbot selbst- ständig Antworten auf die ihm gestellten Fragen. Dabei greift er auf verschiedene Text-, Audio- und Video-Dateien aus unterschiedlichen Quellen der Unternehmen zurück, etwa Dokumentensammlungen, ERP- bzw. CRM-Systeme, E-Mails und Datenbanken. ERP steht für Enterprise Resource Planning und ist eine Soft- warelösung, welche die Res- sourcenplanung eines Unter- nehmens unterstützt. CRM ist die Abkürzung für Customer Relationship Management und stellt eine speziell auf das Kun- denbeziehungsmanagement zugeschnittene Software dar. „Der Clou: Um das implizite, nicht dokumentierte Wissen zwischen Alltagserfahrungen und Bauchgefühl abzufragen und so Lücken zu füllen, kön- nen sich auch KI-Agenten auf den virtuellen Weg machen, die Mitarbeiter im persön- lichen Gespräch auf dem Shopfloor befragen“, erklärt Nuss. Hier komme es nicht nur auf Fingerspitzengefühl an, mindestens ebenso wichtig sei die individuelle Anpassung der Software an die jeweiligen
vorteil: Wir kennen die Möglichkeiten und Grenzen der KI-Systeme und die Bedürfnisse der Unternehmen aus eigener Erfah- rung“, so Nuss. Die langjährige Ver-
bindung mit der IHK setzten die Gründer bei
CustomAIzed fort. „Wir wur- den von der Idee, über die Aus- gründung bis hin zum Markt- eintritt sehr gut beraten und unterstützt. Auch das techni- sche Niveau der Fachveranstal- tungen war und ist hervor- ragend“, erinnert sich der Geschäftsführer. Fördermittel konnte CustomAized zwar keine in Anspruch nehmen. Allerdings profitiert das Unter- nehmen indirekt dadurch, dass sich die Kunden über die Innovationsgutscheine des Landes Baden-Württemberg (siehe Kasten auf Seite 15) die Produkte der Osterburkener, die Integration und die Be- ratung fördern lassen können. „Die Förderung ist nicht gering und kann recht unkompliziert beantragt werden“, ordnet Nuss diese Unterstützung ein. Das mittlerweile siebenköpfige CustomAIzed-Team arbeitet bewusst mit kurzen Entschei- dungswegen und ohne starre Hierarchien. Das ermögliche eine flexible Aufstellung, die dem KI-Zeitalter entgegen- kommt. „Dank Künstlicher
Unternehmen: Wo bestehen besondere Bedürf- nisse? Wo liegen individuelle Herausforderungen? „Die Mühe lohnt sich, denn das ge- sammelte Wissen kann dann etwa zu Arbeitsanweisungen, Berichten und Onboarding- Dokumenten aufbereitet werden. Im Gegensatz zu manuellen Prozessen spart dies Kosten und Zeit“, ergänzt Lukas Zimmermann. Die CustomAIzed GmbH entstand 2025 aus der Praxis heraus. Julian Nuss und Lukas Zimmermann bringen langjäh- rige Erfahrung aus Leitungspo- sitionen in etablierten, mittel- ständischen Unternehmen mit und hatten sich dort bereits intensiv mit der Anwendung von KI in betrieblichen Kon- texten auseinandergesetzt. Ihre vorigen Arbeitgeber waren bereits seit vielen Jahren IHK-Mitglieder; Nuss und Zimmermann waren daher die IHK und ihre Angebote lange vor der Ausgründung vertraut. „Für uns ist dieses Wissen ein wichtiger Wettbewerbs-
Lukas Zimmer- mann (links) und Julian Nuss haben 2025 die Custom- AIzed GmbH ge - gründet.
Austausch zu Digitalisierungs- themen: ihk.de/rhein- neckar/ netzwerk- wirtschaftdigital
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TITELTHEMA | DIGITALISIERUNG
Intelligenz kann man mit relativ geringem Aufwand sehr vieles erschaffen“, weiß Nuss. Allerdings stellt die sich ständig ändernde KI- Welt auch ein KI-Unternehmen vor Herausforderungen. Was der EU AI Act (siehe Seite 21) für Custom- AIzed und das Geschäftsmodell des Unternehmens bedeutet, vermag der Geschäftsführer noch nicht endgültig abzuschätzen, da die Ge- schwindigkeit der Technologieent- wicklung die Regularien in vieler Hinsicht überfordere. Eines ist für ihn jedoch klar: „Jetzt wird erst einmal eine Phase der KI-Sicher- heit folgen.“ Bei all diesen Fragen bauen Julian Nuss und Lukas Zimmermann auf ihre langjährigen Partner- schaften in der mittelständischen Wirtschaft, ihre Kontakte in die Forschungslandschaft der Region und den Austausch mit der IHK. Fachveranstaltungen schaffen immer wieder neue Verbindun-
gen zwischen Praxis, Technologie und Forschung. „Diese Netzwer- ke können Menschen verbinden und Kräfte bündeln, was in den gegenwärtig herausfordernden Zeiten sehr wichtig ist“, sagt Lukas Zimmermann. Der stärkste Hebel sei jedoch die ständige KI-Anwen- dung in der betrieblichen Realität: „Wir erfahren täglich, was wirklich benötigt wird.“ CustomAIzed hilft mittlerweile über 40 Unternehmen im klassischen Mittelstand, aber auch Institutionen und Verwal- tungen dabei, KI in die Praxis zu bringen. Lukas Zimmermann und Julian Nuss freuen sich über den Erfolg ihres Unternehmens: „Wir haben anscheinend eine Nische getroffen“, so Nuss. Jetzt stehe die technische Weiterentwicklung und das personelle Wachstum auf dem Plan, CustomAIzed sucht gegen- wärtig Mitarbeiter. „Unsere Vision ist es, ein langfristiger KI-Partner für den Mittelstand zu werden“, betont Nuss.
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Kennen Sie diese Förderprogramme?
• Die Forschungszulage gewährt über Bundesfördermittel eine Steuergut - schrift für Personalmittel, die auch vier Jahre rückwirkend beantragt werden kann. • Der Innovationsgutschein „Mittel- stand trifft Start-up“ ist ein BW-Pro - gramm zur Förderung der individuellen Zusammenarbeit. • Es gibt zahlreiche weitere Fördermit - tel, über die die IHK bei der kostenfrei- en Veranstaltungsreihe „Fördermittel Aktuell“ informiert. ihk.de/rhein-neckar/foerdermittel- aktuell
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INTERVIEW „Die Anzahl der Angriffe nimmt stark zu“ Professor Sachar Paulus, Studiengangleiter Cyber Security an der Technischen Hochschule Mannheim, über aktuelle Bedrohungslagen
Konkret werden erstens die Cyberattacken durch den Ein- satz von KI und deren hoher Entwicklungsgeschwindigkeit immer passgenauer. Die An- zahl der Angriffe nimmt stark zu und ebenso die Schnellig- keit, mit der Schwachstellen ausgenutzt werden. Der Druck auf IT-Sicherheitsorganisatio- nen, zeitnah auf die Risiken und Angriffe zu reagieren, steigt. Zweitens müssen Unternehmen verstärkt darauf achten, dass über die KI-Nut- zung ihrer Mitarbeiter keine Kunden- und Mitarbeiterdaten oder als Geschäftsgeheim- nisse deklarierten Informa- tionen abfließen. Darüber hinaus können sich auch urheber- und lizenzrechtliche Probleme ergeben, etwa wenn man Programmcode durch KI optimieren lässt. Das wird ins- besondere bei Open-Source- Software oft übersehen. Drit- tens müssen die Unternehmen ihre Datenbestände besser aufbereiten und strukturieren, um sie durch KI analysieren zu lassen und auf dieser Grund- lage bessere Entscheidungen treffen zu können. Kann KI auch helfen, um Unternehmen trotzdem cybersicher aufzustellen? Paulus: Definitiv. IT-Security- Dienstleister setzen KI ein, um Standardkonfigurationen schneller abzudichten, die Administration zu vereinfa- chen und die Umsetzungsge- schwindigkeit zu erhöhen.
Krisenmeeting. Weiß in Ihrem Unternehmen jeder Mitarbeiter, was bei einem Cyberangriff zu tun ist?
Modells. Wie bei vielen ande- ren Digitalisierungsprozessen gibt es auch im KI-Bereich Vor- reiter, die schnell Innovationen vorantreiben und andere, die etwas behutsamer vorgehen. Welche Auswirkungen hat die verstärkte KI-Nutzung für die Cyber- und Informations- sicherheit sowie die digitale Transformation der Unternehmen? Paulus: Grundsätzlich funk- tioniert Abschottung heute immer schlechter und ist über Produktivitätsverluste mit hohen Kosten verbunden: Cloudservices dominieren die Geschäftswelt und die Leistungsfähigkeit der großen KI-Modelle überflügelt auf- grund der hohen Innovations- geschwindigkeit in kürzester Zeit alle Inhouse-Lösungen.
Herr Professor Paulus, welche Entwicklungen gab es im Be- reich Unternehmen und Digi- talisierung in den vergangenen Monaten? Prof. Dr. Sachar Paulus: Das Thema KI ist weiterhin domi- nierend. KI ist mittlerweile in den Unternehmen angekom- men und wird zunehmend jen- seits der Experimentierphase eingesetzt, um die Unterneh- mens- und Produktionspro- zesse zu verbessern. Das kann niederschwellig durch öffent- lich verfügbare KI geschehen, um etwa Konzepte zu erstellen oder Texte zu überarbeiten. Darüber hinaus ist vieles mög- lich und wird bereits durch technisch versierte Personen erprobt und produktiv genutzt, zum Beispiel der Einsatz von KI-Agenten oder der lokale Betrieb eines Open-Source-KI-
Seminar „OT und Cyber Security in der Industrie”: ihk.de/rhein- neckar/wb- cybersecurity
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IHK Magazin Rhein-Neckar 07 | 2026
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Grundlegend ist meines Erachtens aber die Qualifizie- rung der Mitarbeiter: Neben der Awareness-Schulung gegen Phishing-Attacken ist das zweite große Erfordernis heute, zu beurteilen, welche Informationen an eine KI ge- geben werden dürfen und wel- che nicht. Insbesondere sollte man nochmals kritisch analy- sieren, welche Daten wirklich Geschäftsgeheimnisse sind. Auf den sicheren Umgang mit diesen Informationen, wie zum Beispiel zentrale Pro- duktionsgeheimnisse, sollte man sich bei der Schulung der Mitarbeiter konzentrieren. Ähnlich würde ich auch bei der IT-Organisation vorgehen: Welche Teile der IT sind für die eigene Wertschöpfung zentral? Diese Systeme müs- sen gut funktionieren und gut abgesichert sein. Andere Teile der IT können hingegen eher an Dienstleister outgesourct werden. Die Informations- sicherheit von Cloudservices ist nochmals eine ganz andere Baustelle. In den nächsten Jahren müssen die Unterneh- men die Supply-Chain-Securi- ty hier deutlich professioneller aufstellen als sie dies heute tun.
IT-Sicherheit und Recht: die Maschinenverordnung
Um was geht es? Die „EU-Verordnung über Maschinen- produkte“ ist bereits am 19. Juli 2023 in Kraft getreten und wird in vollem Umfang ab dem 20. Januar 2027 in allen Mit- gliedsstaaten der EU gelten. Welche Unternehmen sind betroffen? Betroffen sind nicht nur Hersteller von „Maschinen und dazugehörigen Produkten“, sondern alle Wirtschaftsak- teure, die diese in der EU auf dem Markt bereitstellen, in Verkehr bringen oder in Betrieb nehmen. Ob ein Produkt unter die EU-Maschinenverordnung fällt, ist in Artikel 1 der Verordnung geregelt. Wieso tangiert die Maschinenverordnung die Themenfelder IT-Sicherheit und Digitalisierung? Die Verordnung passt die Vorgaben zur Maschinensicherheit an den „Stand der Technik“ unter Berücksichtigung der technologischen Entwicklung der Digi- talisierung an. Dies betrifft etwa mit dem Internet verbundene Maschinen und die Auswirkungen von Software-Updates. Hersteller müssen Vorkehrungen gegen böswillige Handlungen Dritter (zum Beispiel Hacker-Angriffe) treffen, die im Zusammenhang mit der Maschi- nensicherheit stehen. Das gilt für Ma-
nipulationen durch die Kommunikation mit anderer Hardware ebenso wie für die Maschinen-Software. So dürfen durch die Kommunikation mit einer „anderen Einrichtung“ keine gefährlichen Situatio- nen entstehen. Software und Daten, die für die Übereinstimmung der Maschine mit den Gesundheits- und Sicherheitsan- forderungen der Maschinenverordnung entscheidend sind, müssen als solche benannt und gegen unbeabsichtigte oder vorsätzliche Verfälschung geschützt werden. Die für den sicheren Betrieb einer Maschine installierte Software ist kennt- lich zu machen und die entsprechenden Informationen müssen jederzeit in leicht zugänglicher Form bereitgestellt werden können. Die Maschine muss Beweise sammeln für ein rechtmäßiges oder unrechtmäßi - ges Eingreifen in ihre Software oder eine Veränderung der in der Maschine oder ihrer Konfiguration installierten Software. Die EU-Maschinenverordnung enthält außerdem Vorgaben für KI-Systeme, um Wechselwirkungen zwischen Maschinen- komponenten zu berücksichtigen.
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InhTIaTlEtLTHEMA | DIGITALISIERUNG
In sieben Schritten zum KI-Champion
Datenabfluss die IT- und Infor- mationssicherheit bedrohen. Eine KI-Richtlinie kann dem entgegen- wirken, indem sie festlegt, welche KI-Tools mit welchen Daten verwen- det werden dürfen. Die Richtlinie sollte eher erlauben, als verbieten. So kann sie auch einen gemein- schaftsstiftenden Effekt entfalten: Eine KI-Richtlinie zeigt, dass Ge- schäftsführung und Mitarbeiter an einem Strang ziehen. 5. Tipp 5: Datenqualität verbessern Die Unternehmensdaten sind nicht immer für den unmittelbaren KI- Gebrauch geeignet. Oft müssen sie aufbereitet und auch anonymisiert werden, um ein gutes, sicheres Er- gebnis beim Einsatz von KI-Tools zu erreichen. Datenpflege sollte jedoch auch in die Gegenrichtung erfolgen: Der EU AI Act schreibt eine Kenn- zeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte fest (siehe Seite 21).
Tipp 1: Nicht alles auf einmal versuchen
6. Tipp 6: Den richtigen Hebel betätigen
1.
Verzichten Sie darauf, aus dem Stand die große KI-Transformation anzu- streben. Hier fehlen den meisten Unternehmen die Erfahrungen. Ein kleines, klar abgegrenztes KI-Projekt führt zu den besten Lessons Lear- ned. Verwirklichen Sie dieses Projekt intern mit einem selbst gewählten KI-Tool oder zusammen mit externen Partnern.
Kleine KI-Lösungen lassen sich ohne größere Folgen für das Betriebsergeb- nis erproben: Sie funktionieren oder funktionieren nicht. Je größer die KI- Projekte werden, desto stärker wirkt der transformative Hebel in beide Richtungen. Unternehmen ohne grö- ßere KI-Erfahrung sollten deshalb in den Folge-Projekten nicht gleich den vermeintlich größten Hebel wählen: Wenn man die Produktion grundle- gend auf KI trimmen lässt und mehr als 100.000 Euro investiert, kann dies auch scheitern. Tipp 7: Die richtigen Koopera- tionspartner finden Ob erste KI-Idee oder konkretes Vor- haben: Partner sind wichtig. Kooperationspartner für Digitalisie- rungsprojekte gesucht? 7.
Tipp 2: Mögliche KI-Themen sammeln
2.
Auf der Grundlage der mit kleineren Projekten gesammelten Erfahrungen können Sie weiterplanen. Sammeln Sie zusammen mit Ihrer IT-Abteilung mögliche Projekte und priorisieren Sie die Vorhaben im Sinne einer Di- gital- oder KI-Strategie. Entscheiden Sie, ob Sie externe Coaches für die Erstellung einer KI-Potenzialanalyse oder einer KI-Strategie heranziehen wollen und überlegen Sie dann ge- meinsam die nächsten Schritte. Tipp 3: Mitarbeiter mitnehmen und Freiräume schaffen Große Ideen müssen durch die Mit- arbeiter unterstützt werden, um 3. produktivitätssteigernde Wirkung zu entfalten. Motivation ist das Zauber- wort: Mitarbeiter wissen oft aus der Praxis am besten, wo Automatisie- rungspotenzial besteht und KI sinn- voll eingesetzt werden kann. Diese Hinweise sind Gold wert, um Schritt für Schritt voranzukommen. Schaffen Sie Veranstaltungsformate zum per- sönlichen oder virtuellen Erfahrungs- austausch und stellen Sie ein Tool zur Verfügung, um Prompts, Ideen oder Vorschläge zu KI-Anwendungen für das gesamte Team zu sammeln. 4. Tipp 4: Eine KI-Richtlinie sorgt für Klarheit Ein ungeregelter KI-Gebrauch kann durch den Kontrollverlust beim
ihk.de/rhein-neckar/ technologietransfer
Vielfältiger KI-Einsatz in den Betrieben Antwort auf die Frage, wie KI-Technologie im eigenen Unternehmen eingesetzt wird (in Prozent)
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Erzeugung Texte, Bilder, Codes, etc.
Kundenansprache und Kundensupport
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Qualitätssicherung / Prozessüberwachung
38
Produktentwicklung/-optimierung
34
Risikoanalyse und -management
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HR-Prozesse
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Logistik (z. B. Lieferketten, Abverkaufsprognosen)
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Automatische Wartung
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Sonstige
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60
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QUELLE: DIHK
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ihk.de/rhein-neckar
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GUT AUFGESTELLT FÜR KI & CO. Die IHK-Weiterbildungen im Überblick
ten voraus. Das Seminar „Prompt Engi- neering“ vermittelt alle Kenntnisse, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
KI im Unternehmen implementieren Die Weiterbildung „KI-Transfor- mation Leader“ befähigt Führungskräfte und Entscheidungs- träger, KI strategisch und verantwor- tungsvoll in ihre Unternehmenspro- zesse zu integrieren. Das Webinar „KI-Manager“ erlaubt es den Teilnehmern, aus einer langfristigen KI-Vision eine Umsetzungsstrategie zu entwickeln und die Implementierung im Unter- nehmen zu begleiten. Die Zertifikatslehrgänge „Techni- sche/-r KI-Manager/-in“ und „Generative AI Expert“ vermitteln digital affinen Fachkräften das Rüst- zeug, um KI-Lösungen umzusetzen. Prozesse und Unternehmen absichern Der „Cyber Security Advisor“ stärkt die Informationssicher- Der „IT-Grundschutz-Praktiker“ unterstützt bei der Umsetzung heit und reduziert Risiken. von Sicherheitsmaßnahmen nach BSI-Standards. Das Webinar „Betriebliche/-r KI-Beauftragte/-r“ vermittelt das notwendige Know-how, um KI sicher, verantwortungsvoll und rechtskonform einzusetzen. Der IHK-Zertifikatslehrgang „AI Compliance Manager“ ermöglicht ein tiefes Verständnis der rechtlichen Anforderungen an KI und den Aufbau eines KIMS (Künstliche-Intelligenz-Ma- nagementsystem) nach ISO 42001. INFO: Alle Angebote können von Einzelpersonen, Teams oder gan- zen Unternehmen gebucht werden. Möglich sind kompakte Workshops, mehrwöchige Lehrgänge und auch Inhouse-Varianten.
Grundlagen der digitalen Transfor- mation und Change Management
Die Kurse „Digital Change Manager“ und „Digitalisie-
KI verändert das Marketing grundlegend und eröffnet
rungsmanager“ bereiten Mitarbeiter vor, digitale Projekte selbstständig zu planen, Prioritäten zu setzen und Veränderungen vor Ort umzusetzen. erwerben Beschäftigte die Fähigkeit, Daten zu sammeln, auszuwerten und daraus handlungsfähige Entscheidun- gen abzuleiten. KI im Arbeitsalltag anwenden Mit dem „Business Data Professional Programm“ Der Lehrgang „KI-Tool-Expert“ vermittelt praktische Fähigkei- ten im Umgang mit aktuellen KI-Tools zur Text-, Bild- und Videogenerierung und Datenanalyse. Sowohl die Arbeit mit Chatbots als auch die Entwicklung von KI-Agenten setzt zielgerichtetes Promp-
vielfältige neue Möglichkeiten. Das Seminar „KI im Marketing“ vermit- telt zentrale Kompetenzen, um moderne KI-Anwendungen in die Marketingstrategie zu integrieren. Wettbewerberanalyse leicht ge- macht zeigt, wie man mit KI Markt- daten gewinnen und die Unterneh- mensposition stärken kann. Das Seminar „Social Media & KI im Business“ gibt Tipps, um kreative Inhalte effizient mit KI zu erstellen und nachhaltige, digitale Communi- ties aufzubauen. Ein „KI-Spezialist/-in für Business Analytics“ gewinnt mit modernen Daten- und KI-Technolo- gien Erkenntnisse für fundierte Unternehmensentscheidungen.
Größte Hürden sind Zeit und Komplexität Antwort auf die Frage nach den Herausforderungen bei der Digitalisierung im eigenen Unternehmen (in Prozent)
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Zeit
56
Komplexität
Geld
40
Sicherheitsrisiken
37
Rechtliche Unsicherheiten
32
Akzeptanz und Weiterbildungsbedarf im Unternehmen
31
Fehlende IT-Fachkräfte
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Akzeptanz bei Kunden und Geschäftspartnern 0
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QUELLE: DIHK
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