IHK-Magazin Ausgabe 7/2026

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ELIZABETH MAAL Vom Zirkus ins eigene Studio

Die gebürtige Venezolanerin hat in Heidelberg ihr eigenes Aerodance-Studio eröffnet. Hier verbindet Elizabeth Maal Bewegung mit Kreativität und Lebensgefühl.

E ine Frau hängt kopfüber in einem Tuch, das von der Decke des Studios in der Heidelberger Weststadt herabhängt. Ihre Arme zittern ob der Anstrengung. Trainerin Elizabeth Maal steht daneben und korrigiert die Position um wenige Zentimeter. Als die Pose sitzt, lässt sie los und nickt zufrieden. Um die Beiden herum tauchen Salzlampen den Raum in warmes Orange, auf den Fensterbänken stehen Pflanzen und im Hintergrund läuft Musik. Mit Aerodance hat sich Maal ein kleines Studio für kreative Bewegung aufgebaut, das Pole Dance, Aerial Arts, Yoga sowie Kraft- und Flexibilitätstraining vereint. Aerial Arts meint das Training an von der Decke hängenden Tüchern, Ringen oder Trapezen. Dieses verbin- det dabei Elemente aus Zirkus- akrobatik, Tanz und Kraftsport. „Ich bin eine harte Trainerin“, sagt Maal und lächelt. „Aber nur, weil ich will, dass meine Schüler und Schülerinnen besser werden und es auf das nächste Level bringen.“ Es ist nicht das erste Studio, das Maal leitet. In Venezuela, ihrer Heimat, gab sie mehrere Jahre lang Kurse, bevor wirtschaftli- che und politische Unsicherheit sie zwangen, diesen Lebens- abschnitt hinter sich zu lassen. Vor drei Jahren kam sie der Liebe wegen nach Deutschland.

Auswandern, sagt Maal, sei für sie immer eine schöne Vorstel- lung gewesen. „Ich reise gern und lerne neue Orte kennen“. Ihre Ausbildung sammelte Elizabeth Maal über Landes- grenzen hinweg: Die Zerti- fizierung zur Pole-Dance- Trainerin erwarb sie in Argentinien und Brasilien, die Lizenz als Yoga- und Pilates- Trainerin in Venezuela. Parallel zu ihrer Arbeit als Trainerin stand Maal selbst im Rampenlicht und trat im Zirkus auf. „Ich liebe es, vor Publikum aufzutreten“, sagt die Artistin mit leuchtenden Augen. „Ich wollte immer etwas Unwirkliches schaffen. Etwas, das die Menschen aus ihrem Alltag holt.“ Als Pole-Dance-Athletin trat sie international an, unter anderem beim Pole-Dance- World-Cup in Rio de Janeiro. Aus dieser Zeit als Wettkämp- ferin hat die Jungunterneh- merin sich etwas bewahrt, das heute den Kern ihres Unter- richts bildet: „Unterstützung war für mich immer entschei- dend. Ohne die Menschen, die an mich geglaubt haben, wäre ich nicht so weit gekommen. Genau das will ich jetzt weiter- geben.“ Teilnehmer können bei ihr ein- zelne Kurse oder ein Monatspa- ket buchen, Freunde mitbringen und zwischen den Disziplinen wechseln. Organisiert wird

Elizabeth Maal in Aktion

alles über eine App, in der auch Hausaufgaben, Anleitungen, Rezepte und Musik zu finden sind. „Es geht nicht nur um Sport“, betont Maal „Es ist ein Life- style.“ Die Trainerin selbst lebt vegan, liebt Pflanzen und Tiere, interessiert sich für Spirituel- les. Einmal im Monat bietet sie eine Sound-Bath-Session mit Livemusik an, dazu gibt es Events zu mentaler Stärke und Choreografie-Workshops. Jeden Tag plant Elizabeth Maal ihre Kurse neu, indi- viduell abgestimmt auf die Teilnehmer. „Wenn man in meinen Kursraum kommt, soll es sich anfühlen wie eine andere Welt“, sagt die Grün- derin. „Ein Ort, an dem man sich nicht nur um den Körper kümmert, sondern auch um den Geist.“ Ze

Mein Studio ist ein Ort, an dem man sich nicht nur um den Körper kümmert, sondern auch um den Geist.

Elizabeth Maal

instagram.com/aerodance.studio

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IHK Magazin Rhein-Neckar 07 | 2026

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