IHK-Magazin Ausgabe 7/2026

AUS DEN UNTERNEHMEN

kaufen wir sie.‘ Dieses Vertrauen möchte ich auch der nächsten Genera- tion entgegenbringen.“ Dass der Nach- wuchs Schritt für Schritt Verantwor- tung übernimmt, freut auch Johannes Schimscha (59). „Es macht mich stolz, dass der Familienbetrieb mit unseren Kindern weiter wächst und lebt.“ Und das Unternehmen wächst nicht nur, auch frischen Wind will die fünfte Generation in den Betrieb bringen. Wie das konkret aussehen kann, zeigt sich im digitalen Auftritt: mit einer komplett neuen Webseite, einem Auftritt in den sozialen Medien und gezielter Werbung über digitale Kanäle, von Katrin Schimscha augen- zwinkernd als „Klinkenputzen 4.0“ be- zeichnet. Der Imagefilm „Schimscha – Heavy Metal Made in Baden-Würt- temberg“ wurde sogar mit dem renommierten Deutschen Preis für Onlinekommunikation ausgezeichnet. Auch in der Produktion treibt die nächste Generation die Moderni- sierung voran. Ein neues digitales Planungs- und Steuerungssystem schaffe mehr Transparenz über Kapa- zitäten, Engpässe und Materialflüsse. So lasse sich schneller erkennen, wo Handlungsbedarf besteht. Mit dem Ziel, Durchlaufzeiten zu verkürzen und Liefertermine noch verlässlicher einzuhalten. „Das war die größte Revolution in unserer 130-jährigen Firmengeschichte“, sagt der techni- sche Leiter Dominik Schimscha. Gleichzeitig solle, da sind sich alle Familienmitglieder einig, die Tradition

gewahrt werden, zuverlässige Lösun- gen für höchste Kundenansprüche zu entwickeln und zu fertigen. Hier ist Jan Schimscha gefragt, der nach seiner Ausbildung zum Mechatroniker im Familienbetrieb zunächst als Ma- schinenbediener angefangen hat und deshalb weiß, worauf es ankommt. Inzwischen ist er Produktionsleiter. Lilli-Sophie, nach dem gerade abge- schlossenen Studium inzwischen in leitender Position im Personalmanage- ment, hat sich unter anderem vorge- nommen, beim Blechbearbeiter auch ein duales Studium zu ermöglichen. Dass sie den Familienbetrieb eines Tages selbst weiterführen wollen, steht für die Vier außer Frage. Bis dahin begleiten die heutigen Ge- schäftsführer Johannes und Michael Zweites Standbein für unicake-Grün- derin Luisa Gallardo Leon: Sie hat in der Mannheimer Innenstadt ihr Café er- öffnet. Dort wo früher die Floristen der „Feldblume“ beheimatet waren, werden jetzt Strawberry-Cookies und Zitro- nenkuchen verkauft. Den Online-Ver- sandhandel unicake gibt es seit 2022; der Fokus liegt auf Cookies, Kuchen und Brownies. Und es gibt noch mehr Neuigkeiten: Seit September ist das Buch „Sweet Cravings“ auf dem Markt.

Einblick in die Produktion bei Schimscha

Schimscha die nächste Generation auf ihrem Weg und geben Schritt für Schritt ab. „Wir wachsen nach und nach in die unternehmerische Ver- antwortung hinein. Unsere Väter neh- men uns an die Hand. Bis zum Tag X des Betriebsübergangs“, sagt Katrin Schimscha. Natürlich sei die Unter- nehmensnachfolge kein Selbstläufer. „Aber wenn wir an dieser besonderen familiären Verbundenheit festhal- ten, dann wird es der Renner“, ist sie überzeugt. Und spricht auch hier für die anderen Vertreter der fünften Familiengeneration. SB

schimscha.de

NAMEN SIND NACHRICHTEN

Hier verrät die 28-jährige Unternehme- rin laut Titel „die besten Kultrezepte“, um Cookies, Brownies, Bars und Sheet Cakes „easy zu Hause zu backen“. Ru

INFO Luisa Gallerdo Leon im IHK-Inter- view über ihr Geschäftsmo- dell gibt es via QR-Code.

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IHK Magazin Rhein-Neckar 07 | 2026

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