InhTIaTlEtLTHEMA | DIGITALISIERUNG
In sieben Schritten zum KI-Champion
Datenabfluss die IT- und Infor- mationssicherheit bedrohen. Eine KI-Richtlinie kann dem entgegen- wirken, indem sie festlegt, welche KI-Tools mit welchen Daten verwen- det werden dürfen. Die Richtlinie sollte eher erlauben, als verbieten. So kann sie auch einen gemein- schaftsstiftenden Effekt entfalten: Eine KI-Richtlinie zeigt, dass Ge- schäftsführung und Mitarbeiter an einem Strang ziehen. 5. Tipp 5: Datenqualität verbessern Die Unternehmensdaten sind nicht immer für den unmittelbaren KI- Gebrauch geeignet. Oft müssen sie aufbereitet und auch anonymisiert werden, um ein gutes, sicheres Er- gebnis beim Einsatz von KI-Tools zu erreichen. Datenpflege sollte jedoch auch in die Gegenrichtung erfolgen: Der EU AI Act schreibt eine Kenn- zeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte fest (siehe Seite 21).
Tipp 1: Nicht alles auf einmal versuchen
6. Tipp 6: Den richtigen Hebel betätigen
1.
Verzichten Sie darauf, aus dem Stand die große KI-Transformation anzu- streben. Hier fehlen den meisten Unternehmen die Erfahrungen. Ein kleines, klar abgegrenztes KI-Projekt führt zu den besten Lessons Lear- ned. Verwirklichen Sie dieses Projekt intern mit einem selbst gewählten KI-Tool oder zusammen mit externen Partnern.
Kleine KI-Lösungen lassen sich ohne größere Folgen für das Betriebsergeb- nis erproben: Sie funktionieren oder funktionieren nicht. Je größer die KI- Projekte werden, desto stärker wirkt der transformative Hebel in beide Richtungen. Unternehmen ohne grö- ßere KI-Erfahrung sollten deshalb in den Folge-Projekten nicht gleich den vermeintlich größten Hebel wählen: Wenn man die Produktion grundle- gend auf KI trimmen lässt und mehr als 100.000 Euro investiert, kann dies auch scheitern. Tipp 7: Die richtigen Koopera- tionspartner finden Ob erste KI-Idee oder konkretes Vor- haben: Partner sind wichtig. Kooperationspartner für Digitalisie- rungsprojekte gesucht? 7.
Tipp 2: Mögliche KI-Themen sammeln
2.
Auf der Grundlage der mit kleineren Projekten gesammelten Erfahrungen können Sie weiterplanen. Sammeln Sie zusammen mit Ihrer IT-Abteilung mögliche Projekte und priorisieren Sie die Vorhaben im Sinne einer Di- gital- oder KI-Strategie. Entscheiden Sie, ob Sie externe Coaches für die Erstellung einer KI-Potenzialanalyse oder einer KI-Strategie heranziehen wollen und überlegen Sie dann ge- meinsam die nächsten Schritte. Tipp 3: Mitarbeiter mitnehmen und Freiräume schaffen Große Ideen müssen durch die Mit- arbeiter unterstützt werden, um 3. produktivitätssteigernde Wirkung zu entfalten. Motivation ist das Zauber- wort: Mitarbeiter wissen oft aus der Praxis am besten, wo Automatisie- rungspotenzial besteht und KI sinn- voll eingesetzt werden kann. Diese Hinweise sind Gold wert, um Schritt für Schritt voranzukommen. Schaffen Sie Veranstaltungsformate zum per- sönlichen oder virtuellen Erfahrungs- austausch und stellen Sie ein Tool zur Verfügung, um Prompts, Ideen oder Vorschläge zu KI-Anwendungen für das gesamte Team zu sammeln. 4. Tipp 4: Eine KI-Richtlinie sorgt für Klarheit Ein ungeregelter KI-Gebrauch kann durch den Kontrollverlust beim
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Vielfältiger KI-Einsatz in den Betrieben Antwort auf die Frage, wie KI-Technologie im eigenen Unternehmen eingesetzt wird (in Prozent)
78
Erzeugung Texte, Bilder, Codes, etc.
Kundenansprache und Kundensupport
43
Qualitätssicherung / Prozessüberwachung
38
Produktentwicklung/-optimierung
34
Risikoanalyse und -management
22
HR-Prozesse
18
Logistik (z. B. Lieferketten, Abverkaufsprognosen)
15
Automatische Wartung
12
Sonstige
11
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60
80
QUELLE: DIHK
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IHK Magazin Rhein-Neckar 07 | 2026
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