IHK-Magazin Ausgabe 7/2026

AUS DER IHK

ANALYSE Schwierige Lage auf dem Ausbildungsmarkt 3.124 junge Menschen haben zum 1. September eine Ausbildung gestartet, ein Minus von zehn Prozent. Viele Stellen sind unbesetzt geblieben, und Bewerber unversorgt.

auch wegen des verstärkten Einsatzes von KI unter Druck. Viele administrativen Tätig- keiten dürften in Zukunft mit Hilfe von KI erledigt werden. So gingen die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungs- verhältnisse für Kaufleute für Büromanagement um 26 Pro- zent zurück. Betrachtet man die Zahl der neuen Ausbildungsverträge nach Teilregionen, reicht die Spanne von minus acht Pro- zent in Heidelberg und minus neun Prozent in Mannheim Was fällt im Vergleich der Regionen auf? über minus elf Prozent im Rhein-Neckar-Kreis bis zu -14 Prozent im Neckar-Oden- wald-Kreis. Hier schlagen sich sowohl die schlechten Erwar- tungen von Industriebetrieben nieder als auch die demografi- sche Entwicklung, die bereits zu einer deutlichen quantitati- ven Reduktion von potenziel- len Bewerbern führt. dungszahlen ein? „Der Ausbildungsmarkt erfährt gleichzeitig von zwei Seiten Druck“, kommentiert IHK- Präsident Manfred Schnabel. Auf der einen Seite gibt es gravierende Passungsproble- me zwischen Bewerbungen und den angebotenen Stellen. Hinzu kommt die insgesamt schrumpfende Zahl potenziel- ler Bewerber aufgrund des Wie ordnet die IHK die Entwicklung der Ausbil-

Wer bei Berufswunsch und regional flexibel ist, kann auch im schon begonnen Ausbil- dungsjahr noch einen Aus- bildungsvertrag abschließen. Gleichzeitig sei die steigende Zahl der unversorgten Bewer- ber bei vielen offenen Stellen ein Hinweis auf die nach wie vor großen Passungsprobleme. Wie ist die Lage bei den kaufmännischen Beru- fen, wie bei den gewerblich- technischen? Der Rückgang bei den kauf- männischen Berufen (-11,9 Pro- zent) fällt deutlicher aus als bei den gewerblich-technischen Berufen (-6,4 Prozent). Die kaufmännischen Berufe stehen

Wie hat sich der Ausbil- dungsmarkt allgemein

Hotelmitarbeiter- innen am Ein- decken. Weniger junge Menschen haben 2026 eine Ausbildung in kaufmännischen Berufen gestartet.

entwickelt? Dass der Ausbildungsmarkt vor großen Herausforderun- gen steht, zeigen neben der IHK-Bilanz auch die Zahlen der regionalen Agenturen für Arbeit. Nachdem jahrelang – mit Ausnahme des ersten Pan- demiejahres – die Zahl der bei den Agenturen gemeldeten un- besetzten Stellen stets die der gemeldeten unversorgten Be- werber überstieg, hat sich das Verhältnis 2026 umgekehrt. Auffällig dabei: Die Zahl der zum Ausbildungsstart noch offenen Stellen ist gleichzeitig mit 1.340 weiterhin hoch. Das zeigt aus IHK-Sicht zweierlei:

Mehr auf Seite 3: Das fordert IHK-Präsident Manfred Schnabel von der Politik.

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IHK Magazin Rhein-Neckar 07 | 2026

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