Eliteness 2026 - DE

D ie Krankheit Alzheimer ist kein vorbestimmtes Schicksal. Was ist Ihr Heilmittel? Für die Vorbeugung gegen den geistigen Verfall gibt es kein Wundermittel und auch keinen einzelnen Hebel, den man ansetzen kann. Es geht vielmehr um die gesamte Ökologie des Gehirns, um das Zusammenspiel von intellektueller Stimulation, körperlicher Aktivität, sozialen Bindungen und Schlaf. Muss man dem Neuen den Vorrang geben, um sein Gehirn zu stärken? Nicht alle Aktivitäten haben den gleichen Stellenwert. Kreuzworträtsel unterhalten vorhandene Schaltkreise, beanspruchen sie aber auf repetitive Weise. Das Erlernen einer Sprache, eines Musikinstruments oder einer Software mobilisiert hingegen gleichzeitig Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Koordination und Denken. Diese Komplexität begünstigt – vor allem, wenn sie neu ist – die Schaffung neuronaler Verbindungen und hält unsere grauen Zellen instand. Das Gehirn mag keine Routine. Es macht Fortschritte, wenn es mit Neuem konfrontiert wird. Eine Aktivität entwickelt schützende Wirkung, wenn sie echtes Engagement erfordert. Der Indikator ist nicht die Schwierigkeit an sich, sondern das Gefühl, dass man ein wenig unter Druck gesetzt wird. Eine leichte geistige Ermüdung, Fehler oder ein Anpassungsbedürfnis, all das sind Anzeichen dafür, dass das Gehirn hilfreich arbeitet. Ist es zu einfach, langweilt es sich; ist es zu schwierig, wird es entmutigt. Kann man im vorgerückten Alter noch lernen? Die zerebrale Plastizität, das heisst die Fähigkeit, neuronale Netze zu unterhalten

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ELITENESS 2026 | Vitalität

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