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IHK-UMFRAGE Aussichten so schlecht wie seit vier Jahren nicht Die Lage zeigt sich noch recht stabil, allerdings sind die ersten Folgen des Iran-Krieges zu spüren. Dieser hat Auswirkungen auf die Stimmung in den Betrieben.
höheren Arbeitskosten. Eine gewisse konjunkturwirksame Gegenbewegung geht derzeit in einer Reihe an Unterneh- men von einem Lageraufbau aus, der mit dem Ziel getätigt wird, eventuell aufkommende Lieferschwierigkeiten überbrü- cken zu können. Was belastet die Betriebe? Mit 59 Prozent nimmt die schwache Inlandsnachfrage weiterhin den ersten Platz bei den am häufigsten genannten Geschäftsrisiken ein (Mehr- fachnennungen möglich). Sie teilt sich den ersten Platz aktuell jedoch mit den hohen Energiepreisen, die ebenfalls von 59 Prozent der Unternehmen als bedrohlich angesehen werden. Hier zeigt sich aufgrund der Krise im Persischen Golf ein deutlicher Anstieg um 20 Prozentpunkte seit Jahresbeginn. Die hohen Arbeitskosten stellen für 53 Prozent der Unternehmen ein Risiko dar. Hier zeigt sich gegenüber der Vorumfrage keine Veränderung. Ein deut- licher Anstieg zeigt sich hin- gegen bei den geopolitischen Spannungen (43 Prozent) und bei den hohen Rohstoffpreisen (39 Prozent). Bei allen Risiko- faktoren gibt einen Anstieg im Vergleich zur IHK-Vorjahres- umfrage, außer beim Thema Fachkräftemangel. Lag dieser Faktor im Januar noch mit 41 Prozent auf Platz drei der am meisten genannten Ge- schäftsrisiken, so bezeichnen
aktuell nur noch 35 Prozent der Unternehmen den Mangel an Fach- und Arbeitskräften als Geschäftsrisiko. Das ist der niedrigste Wert seit dem Corona-Jahr 2020 und zeigt, wie sehr sich der Arbeitsmarkt gedreht hat. Mit Blick auf die Export- absichten hielten sich zu- nehmende und rückläufige Ausfuhrpläne zu Jahresbeginn noch die Waage. Im Frühsom- mer gehen per saldo neun Pro- zent der Industriebetriebe von rückläufigen Exporten in den kommenden zwölf Monaten aus. Vor allem die US‑Zoll- politik und die daraus resul- tierende hohe Unsicherheit belastet das Exportgeschäft vieler Industriebetriebe. Die Ausfuhrpläne auf den nord- amerikanischen Markt sind daher im Frühsommer weiter- hin rückläufig. Ähnlich sieht es bei den Ausfuhrplänen auf die Märkte innerhalb der Euro- zone und den weiteren EU- Ländern aus. Auch auf dem asiatischen Markt zeigt sich ein leichter Rückgang. Zu- und Was ist mit dem Auslandsgeschäft? abnehmende Ausfuhrpläne hielten sich zu Jahresbeginn noch die Waage, aktuell liegt der Saldo bei -4 Punkten. Ein positiver Exportsaldo zeigt sich mit Blick auf Südamerika und das Vereinigte Königreich. Beide Märkte wiesen schon zu Jahresbeginn eine positive Entwicklung auf.
Wie hat sich die Konjunktur seit der IHK-Umfrage im Januar entwickelt? Der IHK-Konjunkturklima- index, Gradmesser für die wirtschaftliche Entwicklung, fällt von 104 im Januar auf 96 Punkte im Frühsommer. Erst Werte oberhalb der wichti- gen 100-Punkte-Marke zeigen tendenziell Wachstum an. Mit welchen Erwartungen blicken die Unternehmen in die Zukunft? Der Iran-Krieg wirkt sich auf die Geschäftsaussichten deutlich stärker aus als auf die aktuelle Lageeinschätzung. Vielfach werden Sorgen geäu- ßert vor Lieferkettenstörungen, einem längerfristigen Ausfall der Golfregion als weltwirt- schaftlichem Motor und einer wieder deutlich anziehenden Inflation und in Folge auch
Wie sieht die Lage in der Produktion aus? Eine Reihe von Betrieben stocken derzeit ihr Lager auf, um möglichen Lie - ferschwierigkeiten zuvorzukommen.
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IHK Magazin Rhein-Neckar 04 | 2026
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