IJAB Jahresbericht 2025

SPOTLIGHTS

Vertiefung mit Substanz in fünf thematischen Workshops

Im ersten Workshop ging es um die inklusive Projekt - gestaltung in der internationalen Jugendarbeit (IJAB & JUGEND für Europa). Es wurde herausgearbeitet, dass Inklusion – auch bei Überlagerung durch andere aktuelle Herausforderungen – grundlegend in Aus- tauschformaten und -förderungen verankert sein sollte, anstatt sich bei der Teilnehmenden-Akquise auf Personen mit Förderbedarf auszurichten. Im zweiten Workshop (Brigitte Binder, freiberufliche Trainerin KI for Good) lag der Fokus vor allem darauf, die Chancen und Risiken von künstlicher Intelligenz zu verstehen und einen verantwortungsvollen Umgang damit zu finden. Der Workshop Sichtbar handeln! Gegen Antisemitismus (Ilira Aliai, ConAct – Koordinierungs - zentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch) zielte darauf ab, für das Thema Antisemitismus im Alltag zu sensibilisieren. Anhand von Fallbeispielen motivierte die Referentin die Teilnehmenden, eine bewusste Hal - tung einzunehmen und sich mit Betroffenen zu soli - darisieren. Sie verwies auf die gleichnamige, alltags- taugliche Handreichung von ConAct und warb für das gemeinsame Diskursprojekt von ConAct und IJAB, das – trotz erschwerter politischer Lage – von April bis Juni 2025 in Deutschland und Israel umgesetzt wurde. Ein weiterer Workshop (Aurélien Durbec, IKAB und Maria Acs, freiberufliche Prozessbegleiterin) widmete sich der Formulierung und Aushandlung von Kontro- versen – mit dem Ziel, Auseinandersetzungen auszu- halten und unter Anwendung der Methode „Bewegte Diskussion“ Dynamik in der eigenen Meinungsbildung zuzulassen. Im fünften Workshop (Rita Bergstein, JUGEND für Europa und Maximilian Deinlein, FAU Nürnberg-Erlangen) wurden bestehende Netzwerke analysiert, Begriffe und Strukturen reflektiert und dis - kutiert, wie diese effektiver genutzt werden können. Dabei lag der Fokus vor allem auf Kompetenzgewinn und der Definition von Netzwerkgrenzen.

Mareike Ketelaar, IJAB-Geschäftsbereichsleiterin, begrüßt die Teilnehmenden der Jahrestagung 2025

Blick nach vorn mit Inspiration und Motivation Mit einem Ausblick zeigten JUGEND für Europa und IJAB, wie sie die von den Teilnehmenden angesprochenen Herausforderungen angehen werden: In Bezug auf die Sorge um eine sichere Finanzierung stehen bei JUGEND für Europa Verhandlungen für die Programm - generation Erasmus+ an; die Anerkennung der Inter- nationalen Jugendarbeit auf politischer Ebene wird mithilfe des Aktionsmonats #internationalheart im September 2025 in den Blick genommen; junge Ziel- gruppen werden beim Jugendbeirat von JUGEND für Europa einbezogen und ein vielfältiges Angebot an Qualifizierungsmöglichkeiten steht sowohl bei IJAB als auch bei JUGEND für Europa zur Verfügung. Einig - keit herrschte bei allen Beteiligten darüber, dass trotz aller Herausforderungen Optimismus und Motivation gefragt sind. Sämtliche Beiträge aus der Veranstaltung wurden auf dem Padlet: Jahrestagung 2025: „Fach- kräfte im Blick“ veröffentlicht.

Die nächste Jahrestagung findet im Februar 2026 statt.

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