IJAB Jahresbericht 2025

Vorwort

Liebe Leser*innen,

im Jahr 2025 stand Internationale Jugendarbeit im Spannungsfeld globaler Umbrüche: Kriege und Kri- sen, wachsende demokratische Herausforderungen im In- und Ausland sowie zunehmende Polarisie- rung prägen die Lebensrealitäten junger Menschen weltweit. Gerade in dieser Zeit zeigt sich, wie unver- zichtbar internationale Begegnung, Austausch und Zusammenarbeit sind. Sie schaffen Räume für Dialog, stärken Resilienz und fördern ein demokratisches Mit - einander über Grenzen hinweg. IJAB hat auch 2025 wichtige Impulse gesetzt, um diese Potenziale sichtbar zu machen und weiterzu- entwickeln. Mit der Jahrestagung „Fachkräfte im Blick” rückte IJAB die Menschen in den Mittelpunkt, die Inter- nationale Jugendarbeit tragen und gestalten – denn ihre Kompetenzen entscheiden über Qualität und Zukunftsfähigkeit. Ein besonderes Signal ging von der internationalen Begegnung „Youth4Peace“ aus: Junge Menschen enga- gieren sich aktiv für Frieden, bringen ihre Perspektiven in politische Prozesse ein und gestalten internationale Verständigung konkret mit. Dieses Engagement ist angesichts globaler Konflikte wichtiger denn je. Auf dem Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Leipzig hat IJAB Internationale Jugendarbeit einem breiten Fachpublikum als unverzichtbaren Teil der Kinder- und Jugendhilfe präsentiert. Mit der Initiative „#internationalheart” und der internationalen Tagung „Democracy in Action – Youth Work Matters” haben wir zugleich für mehr Sichtbarkeit und politischen Rückhalt geworben – und gemeinsam mit dem Deut - schen Bundesjugendring in der Beyond-Sonderaus - gabe „Junge Zivilgesellschaft unter Druck” gezeigt, warum demokratische Räume auch in Deutschland verteidigt werden müssen.

Dirk Thesenvitz Vorsitzender

All diese Aktivitäten zeigen: Internationale Jugend- arbeit ist kein „Add-on“, sondern ein zentraler Bau- stein für eine offene, demokratische und friedliche Gesellschaft. IJAB wird auch weiterhin daran arbeiten, junge Menschen zu vernetzen, Fachkräfte zu stärken und internationale Perspektiven in die Kinder- und Jugendhilfe einzubringen. Für die Förderung unserer vielfältigen Aktivitäten dan - ken wir dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), den Bundes- ländern und der Europäischen Kommission. Für die gute Zusammenarbeit gebührt den IJAB-Mitgliedern, dem BMBFSFJ, nationalen und europäischen Institu- tionen wie z. B. dem Europarat, den Trägern der Kin- der- und Jugendhilfe und den Partnereinrichtungen im In- und Ausland sowie den Mitarbeitenden der IJAB-Geschäftsstelle ebenso unser Dank. 2025 brachte zudem personelle Veränderungen: Bei der Mitgliederversammlung im Dezember wurde der Vorstand neu gewählt. Der bisherige Vorsitzende Rolf Witte übergab sein Amt – IJAB dankt ihm und den aus - geschiedenen Vorstandsmitgliedern herzlich für das langjährige Engagement.

Ich wünsche Ihnen nun eine anregende Lektüre!

Ihr Dirk Thesenvitz

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