FORUM
UK-Germany Youth Summit
Why can’t we be leaders of the present?
Cathrin Piesche
Vier Tage intensiver Austausch, fünf Workshops und eine gemeinsame Vision: Beim UK-Germany Youth Summit, der vom 19. bis 22. März 2026 in Berlin stattfand, kamen 70 junge Menschen aus Deutschland und dem Vereinigten Königreich zusammen, um Antworten auf eine zentrale Frage zu finden: Wie lassen sich demokratische Gesellschaften widerstandsfähig und inklusiv gestalten? Am Ende standen klare Forderungen und konkrete Lösungen für die Zukunft demokratischer Gesellschaften.
Demokratie als Praxis – zuhören, streiten, gestalten
Über Unterschiede hinweg lernen Der Summit entwickelte sich zu einem Ort intensiver Diskussionen, neuer Begegnungen und gemeinsamer Lernprozesse. Eine offene und zugleich konzentrierte Atmosphäre prägte die Zusammenarbeit über nationale, sprachliche und kulturelle Unterschiede hinweg. Im Mittelpunkt standen fünf Workshops zu zentralen Herausforderungen demokratischer Gesellschaften: Von Polarisierung und Krisen über Medienkompetenz bis hin zu Fragen von Vielfalt, Teilhabe und demokratischem Lernen. Dabei ging es nicht nur um Analyse, sondern vor allem um das gemeinsame Entwickeln von Ideen und Lösungsansätzen. Unterschiedliche Perspektiven wur- den aktiv eingebracht und als Ressource genutzt. Gleich- zeitig zeigte sich, dass solche Prozesse Offenheit und Aushandlung erfordern und genau darin ihre Stärke liegt. “Working in diverse groups always brings new ideas and perspectives.” *
Schon zum Auftakt wurde unterstrichen: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern etwas, das immer wieder neu gelernt, erlebt und ausgehandelt werden muss. Marion Binder vom deutschen Jugendministeri- um ordnete den Summit entsprechend ein. Demokrati- en stünden aktuell unter Druck – umso wichtiger sei es, junge Menschen als aktive Mitgestalter*innen einzube- ziehen und ihnen Räume für demokratische Praxis zu eröffnen. Was das konkret bedeutet, brachte Ian Wood von der britischen Botschaft in Berlin mit den Worten “Listening carefully, engaging respectfully, being open to challenge – those are core democratic skills” auf den Punkt. Der Sum- mit wurde damit bewusst als ein Ort gestaltet, an dem genau diese Fähigkeiten nicht nur diskutiert, sondern im gemeinsamen Arbeiten, im Austausch und auch im Widerspruch praktisch erprobt werden konnten.
* Alle Zitate stammen von Teilnehmenden des Summits (Anm. d. Red.)
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