Wucht dieser Erfahrung ist Faschismus keine Option mehr. Wer sich ihr aussetzt, kann hinter die eigene Erkenntnis nicht zurücktreten, ohne in einen inneren Widerspruch zu geraten.
Der Bezug zur Gegenwart ist erschreckend offensichtlich. Die Ähnlichkeiten zwischen Hitlers Rhetorik und der heutiger Rechtsextremer ist eine Tatsache. Doch ANNES KAMPF macht auch die hinter den Worten liegende Absicht fühlbar: die Herbeimordung einer homogenen Volksgemeinschaft. In einer Zeit, in der diese Ideologie, die eine Volksgemeinschaft über Blut und Boden konstruiert, wiedererstarkt, in der sich Rechtsextreme hinter einer bürgerlichen Maske verstecken und sich in unsere Parlamente wählen lassen, ist es wichtig, den Kampf des kleinen Tagebuchs gegen den großen Diktator aufzuzeigen, um so einmal mehr ein Gespür und Gehör für unsere Geschichte zu entwickeln. Denn Geschichte besteht immer aus Geschichten. Und Geschichten bestehen aus Schicksalen. Die Collage wird musikalisch durch authentische jiddische Lieder (entstanden z.T. im Ghetto oder im Arbeitslager), deutsche Schlager, Gassenhauer und Durchhaltelieder aus der Zeit ergänzt, die von Marianne Blum live gesungen werden. Sie fügen dem Stück nicht nur den authentischen Sound der Zeit bei, sie holen auch auf eindrückliche Weise die Gesamtheit der Verfolgten auf die Bühne, für die Anne Frank ein prominentes Beispiel ist.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Projekt Stolpersteine Sprendlingen
So. 8.11.2026, 19 Uhr Konzert SALUT SALON heimat Bürgerhaus Dreieich Eintritt 51/46/41 €
Zwei Geigen, ein Cello, ein Klavier - und ein Übermaß an kreativer Energie: Salut Salon sind „Hamburgs charmantester Kultur-Export“ (Hamburger Abendblatt). Seit über 20 Jahren gastieren die vier Virtuosinnen mit ihren „Masterpieces of ‚classical ‘comedy“ (The New York Times) in den renommiertesten Konzerthäusern weltweit und begeistern ihr Publikum mit irrwitzigen Parforceritten zwischen Vivaldi und Vokalakrobatik, Tango und Tatort, Rap und Rachmaninov - „Wunderbar!“ (The Economic Times India). Mit ihrem neuen Programm „heimat“ feiern Salut Salon ab 2025 zugleich das Finale einer Konzert-Trilogie: Auf „Liebe“ und „Träume“ folgt nun das nächste große, fast allumfassende Thema. Ein Wort, das einem ganz selbstverständlich über die Lippen geht. Und das trotzdem sofort die Frage aufwirft: Was genau ist das eigentlich? Ist Heimat ein Ort? Tradition? Ein Gefühl? Sind es die Menschen, die einen umgeben? Oder vielleicht Worte, Sprachen, Klänge? Auf jeden Fall ist Heimat ein sehr bewegendes Thema - besonders für die Musikerinnen von Salut Salon, die aus weit verstreuten Heimaten zwischen Hamburg und Estland, der Ukraine und den USA stammen und nun gemeinsam in allen Winkeln der Welt konzertieren. Auf all diesen Reisen hat das Quartett, mit offenen Ohren und feinem Gespür, Stücke verschiedenster Couleur gesammelt. Und genau die bringen sie jetzt, in unverkennbarer Salut Salon-Manier, auf die Bühne: Werke von Mozart, Saint-Saëns oder Copeland, Lieder aus Finnland, Frankreich und Ägypten, Unbekanntes,
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