Der Vorstand
berichtet
positive Entwicklungen und eine stabile Fort- führung unserer Strategie. Umgesetzt wurde dies durch Personalumbau, gezielte Investi- tionen in Komplexitätsreduktion bei internen Abläufen, Digitalisierung, Partnerschaften und neuen Kooperationen. Aufgrund der Aufhebung des Kooperationsver- trages zwischen der Asklepios Großhandels- gesellschaft mbH und der P.E.G. eG im De- zember 2024, wurden im Folgejahr Anpassun- gen in der Organisation notwendig: Personal- wechsel, Umstrukturierungen im Vertrieb und Strategischen Einkauf sowie der fortgeführte Fokus auf Kosteneffizienz haben sich, trotz des erwarteten Umsatzverlustes, positiv auf die Gewinn- und Verlustrechnung ausgewirkt. Die internen Prozesse und Systeme wurden wei- ter modernisiert, um die Mitgliederbetreuung zu verbessern und die wirtschaftliche Stabilität der PEG zu sichern. Der Change-Prozess wird zielgerichtet fortgeführt, mit klaren Rollen, Ver- antwortlichkeiten und Erfolgskriterien. Wichtig bleibt dabei eine transparente Governance, regelmäßige Reviews, Feedback-Schleifen mit Mitgliedern und Partnern sowie eine konsisten- te Berichtsführung. Im Fokus standen im Jahr 2025 sicherlich die Gespräche zwischen der clinicpartner eG und der P.E.G. eG. Nach 2021 war dies der zweite Anlauf, die beiden genossenschaftlich organi- sierten Einkaufsgemeinschaften zusammen zu bringen. Die auf den beiden Generalversamm- lungen im Sommer 2025 von den Mitgliedern
gefassten Beschlüsse, die Prüfung für eine mögliche Verschmelzung im Jahr 2026 einzu- leiten (Verschmelzungsprozess), wurden ab der zweiten Jahreshälfte 2025 umgesetzt. Im Rahmen der Verhandlungen traten ab Herbst aber bereits erste Brüche in dem ursprünglich vereinbarten Zielbild auf. Die als Fusion geplan- te Verschmelzung der beiden Genossenschaf- ten nahm immer mehr die Züge einer Über- nahme der PEG durch clinicpartner an, was für zahlreiche Mitglieder der PEG den bewusst herbeigeführten Austritt aus der Genossen- schaft zur Folge hätte. Die Ankündigungen unserer Marktbegleiter über eigene Fusions- bzw. Übernahmeaktivitäten (EKK plus & AGKAMED GmbH sowie Vivecti Group & Sana Einkauf und Logistik GmbH) hatten uns darin bestärkt, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben; vermitteltes Einkaufsvolumen und Größe spielen im Wettbewerb zwischen den Einkaufsgemeinschaften eine immer größere Rolle. Allerdings wird die PEG diesen Weg nicht um jeden Preis zu Ende gehen. Auch im Jahr 2025 blieb das Thema Nachhal- tigkeit und die PEGreen-Initiative zentrales Alleinstellungsmerkmal unserer Genossen- schaft. Die Ankündigung der EU-Omnibus-I- Richtlinie veränderte die Rahmenbedingungen von Nachhaltigkeitspflichten, doch die Teilnah- me an Nachhaltigkeitsveranstaltungen sowie die Pflege von Kooperationen wurden trotzdem fortgeführt, um Expertise und Netzwerke wei- ter auszubauen. Die eigene CO 2 -Bilanz wurde um 9,59 % verbessert, belastbare Messgrößen
werden jährlich veröffentlicht. Darüber hinaus arbeiten wir an einer erweiterten Berichterstat- tung zu Lebenszyklusanalysen, nachhaltigem Einkauf und sozialer Verantwortung. Der Strategische Einkauf wurde noch stärker an den Kundensegmenten der PEG ausgerichtet, um Effizienz, Kostenkontrolle und Mitgliederbe- treuung weiter zu verbessern. Gespräche mit potenziellen Partnern zur Sicherung von Ein- kaufsvorteilen wurden fortgesetzt und weitere Lieferanten neu gelistet. Im vergangenen Jahr standen darüber hinaus die Verhandlungen über neue Rahmenverträge mit Schlüssellieferanten an, die, aufgrund der Ankündigung der geplan- ten Verschmelzung, komplexer waren als in den Jahren zuvor. Neben der Verhandlung besserer Preise und Konditionen für unsere Mitglieder, standen auch Transparenz und Vorhersehbarkeit im Fokus, die die gegenseitige Verbindlichkeit erhöhen sollen. In den Verhandlungen wurden zahlreiche Erfolge erzielt und wichtige Verträge langfristig gesichert. Als Unterstützung zur Erreichung der Geschäfts- ziele wurden digitale Innovationen vorange- trieben. Die IT-Ausstattung wurde unterjährig weiter modernisiert und kontinuierlich verbes- sert. Die Migration vorhandener Systeme er- folgte dabei schrittweise, um Betriebsunterbre- chungen zu minimieren. Ein besonderer Fokus lag im Jahr 2025 auf dem Thema Cybersecu- rity. Die internen IT-Prozesse und Fähigkeiten wurden dabei gestärkt (u. a. Mitarbeiterschu- lungen über sosafe), um Sicherheit und Effi-
Im vergangenen Jahr standen Verhandlungen über neue Rahmenverträge mit Schlüssellieferanten an.
Wir konzentrierten uns im Jahr 2025 auf positive Entwicklungen und eine stabile Fortführung unserer Strategie.
Auch im vergangenen Jahr blieb die globale Lage angespannt. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine setzte sich fort. Der Gaza- Konflikt eskalierte zunächst, bevor es im Ok- tober zu einem fragilen Waffenstillstandsab- kommen zwischen Israel und der Hamas kam. Die Vereidigung Donald Trumps zum 47. US- Präsidenten und die damit verbundene Antritts- rede warf ernsthafte Fragen zur zukünftigen globalen Ordnung auf. Zudem traten weitere geopolitische Entwicklungen und Bruchlinien auf, die Auswirkungen auf die Wirtschaft und das Gesundheitswesen hatten. Die zuneh- menden Spannungen internationaler Akteure beeinflussten Lieferketten, Preise und Handels- politik – auch wenn der direkte Einfluss auf die PEG dabei oft moderat blieb. Es zeigten sich jedoch Unterschiede zwischen Märkten, Regi- onen und Branchen: Während etablierte Indus- trien defensiver agierten, suchten Wachstums- märkte nach neuen Impulsen für Investitionen und Konsum. Die Welt ist kompliziert – in der Regel deutlich komplizierter, als wir sie in Schubladen einordnen möchten. Neben den dadurch verursachten Problemen, eröffnet dies auch ständig neue Möglichkeiten, mit denen kaum jemand rechnet. Das macht Mut: Wir konzentrierten uns im Jahr 2025 deshalb auf
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