IHK-Magazin Ausgabe 3/2026

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NOMIKA Coaching mit Pferdestärke Katja Schmitt begleitet Teams und Führungskräfte in Entwicklungsprozessen. Immer an ihrer Seite: Pferde mit feinem Gespür für Körpersprache

Coaching hörte, fügte sich vieles zusammen. Sie ab- solvierte eine entsprechende Ausbildung nahe Bremen. Kurz darauf zog die Familie berufs- bedingt um, suchte bewusst ländlicher und fand schließlich ein Grundstück in Wilhelms- feld. Im Sommer 2022 gründe- te Katja Schmitt das Unter- nehmen Nomika und holte die ersten beiden Pferde zu sich. Der Name „Nomika“ kommt übrigens aus dem Hinduismus und steht für diejenige, deren Ziel es ist, eine bessere Welt und eine humanere Gesell- schaft zu schaffen. Inzwischen gehören drei Pferde zu Nomika. Viele Menschen hätten zunächst Respekt vor den Tieren – aus Sicht der Gründerin ein Vorteil. „Pferde bringen Menschen schnell aus ihrer Komfortzone; also dort- hin, wo Entwicklung möglich wird“, erklärt sie. Als Flucht- tiere reagieren Pferde sensibel auf Körpersprache, Spannung und innere Haltung. Als Coach beobachtet Schmitt die Situ- ation und reflektiert mit den Teilnehmern. „Veränderungen werden dabei oft unmittelbar sichtbar. Etwa, wenn jemand beginnt, klarer aufzutreten oder Grenzen deutlicher zu setzen“, berichtet sie. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt neben Workshops zu Kon- flikt- und Veränderungsma- nagement sowie Stressbewäl- tigung und Resilienzstärkung vor allem auf Team-Coachings. Die Gruppen in einer Größe von bis zu sechs Personen ver- bringen dann meist einen

Nomika-Gründerin Katja Schmitt und Stute Nora

G enüsslich kaut Stute Nora an einem Heuballen. Als Katja Schmitt den offenen Stall betritt, hebt das Tier neugierig den Kopf. Nora ist eine von drei ganz beson- deren Kolleginnen, mit denen Schmitt in Wilhelmsfeld zusammenarbeitet. Denn sie coacht Einzelpersonen sowie Teams und wird dabei von ihren Pferden unterstützt. Da- bei geht es nicht ums Reiten oder eine Therapie, sondern um Beobachtung, Interaktion und Reflexion, wie Schmitt erklärt. Der Weg dorthin war weder geradlinig noch geplant. Fast 15 Jahre war die Jungunter- nehmerin bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale

Zusammenarbeit tätig. Immer mehr wuchs in ihr jedoch der Wunsch, direkter mit Men- schen zu arbeiten. So absol- vierte Schmitt zunächst eine Weiterbildung zur Mediatorin, später noch eine Coaching- Ausbildung. Ein Gespräch mit ihrem Mann brachte schließlich eine alte Er- innerung zurück: Momente mit den Pferden aus ihrer Kindheit. Zu diesem Zeitpunkt lebte sie in der Nähe von Frankfurt; ein eigenes Pferd war keine Option. „Künftig mit Pferden zu arbeiten war ein spontaner Gedanke, der plötzlich da war“, sagt Schmitt. Aber er blieb. Als sie schließlich zum ersten Mal von pferdegestütztem

Pferde brin- gen Menschen schnell aus ihrer Kom- fortzone; also dorthin, wo Entwick- lung möglich wird.

Katja Schmitt

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IHK Magazin Rhein-Neckar 03 | 2026

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