maxon Produktprogramm 2026/27

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Use-Cases für maxon MIND

abgeglichen werden. Je nach Anwen- dung geschieht dies stündlich, täglich oder nach Bedarf. Die Qualität der Daten spielt eine zentrale Rolle. Um valide Ergebnisse zu erzielen, müssen die aufgenomme- nen Signale eine ausreichende Reprä- sentativität für den Betriebszustand der Maschine aufweisen. Deshalb arbeitet maxon eng mit den Kunden zusammen, um geeignete Messzyklen zu definieren. Diese können beispielsweise standar- disierte Bewegungsabläufe umfassen, die typische Belastungssituationen ab- bilden. Auf diese Weise entsteht ein auf die Kundenanwendung abgestimmtes Eine wichtige Rolle bei maxon MIND spielt auch der Umgang mit Daten. Standardmässig erfolgt die Datenver- arbeitung in der Cloud. Kunden können ihre Daten einsehen und herunterladen. Es werden keine personenbezogenen Informationen benötigt, alle Daten kön- nen vom Kunde anonymisiert werden. und robustes Modell. Eine offene Plattform In automatisierten Laborsystemen ist die Zuverlässigkeit der Antriebe ent- scheidend für die Integrität der Proben und den Durchsatz. Mit historischer Trendanalyse und prädiktiven Warnmel- dungen können Labore die Systemleis- tung feinjustieren, den Wartungsauf- wand senken und eine gleichbleibend hohe Qualität sicherstellen. → Medizinische Geräte In der Medizintechnik können selbst kurze Unterbrechungen die Patienten­ sicherheit gefährden. maxon MIND ermöglicht die frühzeitige Erkennung von Anomalien in Antriebssystemen, die in chirurgischen, diagnostischen und lebenserhaltenden Geräten einge- setzt werden. → Industrielle Automatisierung In Produktionslinien kann der Ausfall eines einzelnen Motors den gesamten Betrieb lahmlegen. maxon MIND lie- fert Echtzeit-Einblicke, die helfen, Ver- schleiss frühzeitig zu erkennen und Ausfälle zu verhindern. Dies verbessert die Gesamtanlageneffektivität (OEE). → Laborautomation

eignet für Anwendungen, in denen unerwartete Ausfälle frühzeitig erkannt werden müssen – etwa zur Erhöhung der Personensicherheit oder zur Mini- mierung von Downtime. Dabei erkennt maxon MIND auch Probleme, die in klassischen Tests verborgen bleiben. Erklärbare, optimierte KI Technologisch basiert maxon MIND auf erklärbarer, künstlicher Intelligenz. Da- mit ist sichergestellt, dass jegliche Di- agnosen und Voraussagen nachvoll- ziehbar sind. Das ist insbesondere in sicherheitskritischen und stark regulier- ten Anwendungen essenziell. Das von maxon entwickelte Machi- ne-Learning-Modell kommt zudem mit wenig Daten aus und kann auf einfacher Hardware betrieben werden. Der Vorteil: Minimalinvasive Integration in der An- wendung und geringer (Zeit-)Aufwand für das Modelltraining. Zudem benö- tigt das Modell keine GPU-Infrastruktur, was insbesondere ein Kostenvorteil für Neuentwicklungen ist. Auch Retrofits in Bestandesanwendungen sind möglich.

Die Datenverarbeitung folgt einem klar strukturieren Ablauf. Zuerst werden die Rohdaten während des Maschinenbe- triebs erfasst. Diese werden vorverar- beitet, bevor sie in das Machine- Lear- ning-Model gelangen. Dort prüft das Modell die Daten und analysiert jede Abweichung von einem gesunden Be- triebszustand. Das Ergebnis wird an- schliessend im Frontend visualisiert. Glassbox statt Blackbox: Jeder Verar- beitungsschritt ist rückverfolgbar. Ein wesentliches Merkmal von ma- xon MIND ist die Integration von do- mänenspezifischem Know-how in das Modell. Die physikalischen Zusammen- hänge eines mechatronischen Systems fliessen direkt in die Modellierung ein. Dadurch wird eine hohe Prognosequa- lität bei geringem Datenbedarf erreicht. Das System lernt zudem aus der re- alen Anwendung: Bei der Inbetriebnah- me der Maschine wird ein Initialzustand erfasst, der den Motor im Kontext seiner Umgebung beschreibt. Im laufenden Betrieb werden dann regelmässig neue Daten eingespeist, die mit dem Modell

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