IHK-Global Business Ausgabe 11/2026

AMERIKAS

MEXIKO Investitionen in die Stromerzeugung

Regierung auf umgerechnet 26,1 Milliarden US$. Hinzu kommen Projekte, die sich bereits in der Umsetzung befinden. Insgesamt soll die Produktionskapazität der CFE von rund 46,6 Gigawatt im Jahr 2025 auf 70,7 Gigawatt in 2030 steigen. Eine zentrale Rolle spielt der Ausbau emissionsarmer Stromerzeugung, wozu die CFE neben den erneuerbaren Ener- gien auch Kernkraft und eine effiziente Kraft-Wärme-Kopp- lung zählt. Von den geplanten 18,6 Gigawatt neuer Kapazitä- ten sollen rund 15,2 Giga- watt auf diese als emissions- frei eingestuften Technologien entfallen. Dies markiert einen Kurswechsel, nachdem die Vorgängerregierung fossile Energien priorisiert hatte. Parallel ist der Ausbau der Netzinfrastruktur geplant, die immer wieder zu Engpässen führt. Für die Stromübertra- gung sind Investitionen von rund 7,4 Milliarden US$ vor- gesehen. Insgesamt sollen 7.545 Kilometer Übertragungs- leitungen installiert werden. Weitere 2,9 Milliarden US$ sollen in den Bau und die Er- weiterung von Umspannwer- ken und in Verteilnetze fließen. Investieren muss die CFE nicht nur in neue Projekte, sondern auch in die Moderni- sierung alter Kraftwerke. Dem unabhängigen Mexikanischen Institut für Wettbewerbsfähig- keit IMCO zufolge sind viele CFE-Kraftwerkparks 40 bis 50 Jahre alt und weisen lange Ausfallzeiten auf. Im 1. Halb- jahr 2026 standen konventio- nelle Wärmekraftwerke laut IMCO wegen Störungen und Wartungsarbeiten 25,7 Prozent der Zeit still, Kohlekraftwerke 23,7 Prozent. GTAI/IHK

Erneuerbare Ener- gien im Fokus: Der neue Entwicklungs- plan der mexikani- schen Regierung setzt verstärkt auf den Ausbau von Wind-, Wasser- und Solarenergie.

von Präsidentin Sheinbaum (2024-2030). Bei der Finan- zierung setzt es auf gemischte Investitionsmodelle staat- licher und privater Geldgeber, wobei CFE stets eine Mehrheit von mindestens 54 Prozent an den jeweiligen Projekten halten soll. Hintergrund ist die Strategie der Regierung, die Energiesouveränität als zentrale Voraussetzung für die nationale Versorgungssicher- heit betrachtet. Ende 2025 kontrollierte der mexikanische Staat 60 Prozent der installierten Stromerzeu- gungskapazität, davon 51 Pro- zent über die CFE und 9 Pro- zent über den Infrastruktur- treuhandfonds FONADIN. Im Mittelpunkt des Pro- gramms steht ein deutlicher Ausbau der Stromerzeugung. Bis 2030 sind 52 neue Erzeu- gungsprojekte mit einer Ge- samtkapazität von 18,6 Giga- watt vorgesehen. Die Investi- tionen dafür veranschlagt die

Die mexikanische Regierung hat das Entwicklungsprogramm

„Programa de Desarrollo CFE 2026-2030" für den staatli- chen Stromversorger Comisión Federal de Electricidad (CFE) vorgestellt. Es ist Teil des Infrastrukturplans „Plan México” und soll sicherstellen, dass die Stromversorgung mit dem erwarteten Wirtschafts- wachstum Schritt hält. Der Handlungsbedarf ist groß, denn bereits heute stößt die Strominfrastruktur in mehre- ren Industrieregionen an ihre Grenzen. Das Programm sieht bis 2030 Investitionen von um- gerechnet 36,4 Milliarden US-Dollar (US$) beziehungs- weise 651 Milliarden mexika- nischen Pesos vor. Es ersetzt den bisherigen Geschäftsplan und konkretisiert die Aus- bau- und Investitionsstrate- gie des Staatsunternehmens bis zum Ende der Amtszeit

231 PROJEKTE umfasst das Entwicklungs- programm der mexikanischen Regierung ins-

gesamt für die Be- reiche Stromerzeu- gung, -übertragung und -verteilung.

QUELLE: CFE

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