• Geschichte wird persönlich und haptisch greifbar; • Ort interkultureller Begegnung sowie • politischer und diplomatischer Bedeutung • geleitet von einem erweiterten Friedensverständnis • und die pädagogischen Prinzipien: mahnendes statt heldenhaftes Gedenken, Biografiearbeit, Thematisierung des Spannungsfelds Täter–Opfer) Wie wird das Thema Schutz konkret umgesetzt, und wie werden ehrenamtliche Teamer*innen darauf vorbereitet (Fortbildungen, Umgang mit schwierigen Situationen, Peer-to-Peer)? • Wie wird das Thema Konflikt gerahmt – auch im Sinne von Safeguarding? • Wie geht man mit aktuellen Kriegen um (Beispiel Ukraine, Errichtung von Grabstätten)? Denn für jede Situation gilt es, den richtigen Zeitpunkt und den historischen Rückblick zu finden. • Wie wird jungen Menschen angesichts von Krieg Hoffnung und Perspektive vermittelt? In der anschließenden Diskussion wurden u. a. folgende Fragen aufgeworfen: •
Ergebnisse
• Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg. Auch der Volksbund selbst ringt um eine Definition: Frieden bedeutet Freiheit, schließt Sicherheit, die Überwindung von Ungleichheit und nachhaltige Entwicklung ein. Frieden ist kein passiver Zustand, sondern erfordert ständige Bemühung.
• Friedensarbeit ist mehr als punktuelles Gedenken – sie zielt auf die Motivation zur Übernahme von Verantwortung und ist ein elementares, übergeordnetes Bildungsziel, das externen Einflüssen unterliegt.
• Nationale Narrative lösen sich immer mehr auf: In multiethnischen, internationalen
Gesellschaften gibt es keine klassischen, homogenen nationalen Narrative mehr; jede Gruppe ist bereits eine interkulturelle Begegnung mit eigenen Erfahrungen und Geschichten. Entscheidend wird die Frage, von welchem Ausgangspunkt aus Geschichte betrachtet wird.
• Streit als konstruktives Element: Produktiv geführte Konflikte ermöglichen es, verschiedene Perspektiven auf Geschichte und Narrative einzunehmen. Zugleich haben Narrative einen Imperativ- Charakter – die Frage nach dem Umgang mit Schuld und Unrecht bleibt zentral.
• Bedingungen wirksamer Arbeit: mehr Wissen, klarere Strukturen sowie Sicherheits- und Safeguarding-Konzepte – sowohl für Haupt- als auch für Ehrenamtliche.
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