From Local to Global: Friedensarbeit in der IJA

Hintergrund Internationale Jugendarbeit schafft Räume für Begegnung, Verständigung und Teilhabe. Sie leistet damit seit jeher einen Beitrag zur Friedensarbeit. Angesichts gegenwärtiger Kriege, Krisen und gesellschaftlicher Spaltungen stellt sich jedoch neu die Frage, wie Friedensarbeit heute gedacht, begründet und praktisch gestaltet werden kann. Welche Rolle kommt dabei der Internationalen Jugendarbeit zu? Und welche Bedeutung haben junge Menschen in diesem Kontext? Mit dem Fachtag „Local to Global: Friedensarbeit in der Internationalen Jugendarbeit“ haben IJAB und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. – mit Unterstützung des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten e. V. (AdB), der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (AEJ), des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR) und von jugendgerecht.de – Arbeitsstelle Eigenständige Jugendpolitik – am 11. Juni 2026 in Bonn insgesamt 53 Fachkräfte, Engagierte und Entscheidungsträger*innen aus der Internationalen Jugendarbeit und der Friedensarbeit zum Austausch zusammengeführt.

Anlass und Zielsetzung

Mit Veranstaltungen wie der internationalen Jugendbegegnung „Youth4Peace”, der internationalen Konferenz „Democracy in Action – Youth Work Matters!” und der deutsch-ukrainischen online-Tagung „Europäische Jugendarbeit unter Kriegsbedingungen” leisteten IJAB, die Fach- und Förderstellen der Internationalen Jugendarbeit, der Europarat sowie weitere nationale und internationale Partner 2025 einen Beitrag zur Demokratiestärkung und Friedensgestaltung. Auf dem IJAB-Panel zu „Jugend, Frieden und Sicherheit” beim 18. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag 2025 wurde zugleich deutlich, dass die Rolle der Internationalen Jugendarbeit für die Friedensarbeit – insbesondere auf der lokalen Ebene – nicht ausreichend sichtbar ist. Dadurch werden Strukturen, Synergien, Methoden und Instrumente nicht ausreichend zusammengeführt. Hier setzte der Fachtag an: Ziel war es, Ansätze zu finden, um diese Lücke zu schließen und Brücken zwischen den Akteur*innen zu bauen: Träger der Internationalen Jugendarbeit waren eingeladen, ihre Arbeit im Kontext der Friedensarbeit zu verorten und mit anderen Akteur*innen aus Praxis und Forschung in den Austausch zu kommen. Projekte der Friedensarbeit wurden vorgestellt mit dem Ziel, gemeinsam zu reflektieren, wie sie in einen globalen Kontext – zum Beispiel der Youth, Peace and Security-Agenda – einzuordnen sind.

„Internationale Jugendarbeit kann Kriege vielleicht nicht verhindern, aber sie schafft die Bedingungen für Frieden. Sie schafft Räume der Begegnung, in denen junge Menschen Empathie und Konfliktfähigkeit lernen.“ (Pawel Prokop – Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.)

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