BZ 03-04:2026 AUSGABE APRIL:MAI

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FORST-, HOLZ- UND BAUWIRTSCHAFT

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Vom Stamm zum Lebensraum: Wie aus Langholz hochwertiges Bauholz entsteht

Die Auswahl geeigneter Bäu- me erfolgt nach Kriterien wie Wuchsform, Astigkeit, Dichte und Gesundheitszustand. Besonders für Bauholz sind gerade gewach- sene, möglichst astarme Stämme gefragt. Die Fällung erfolgt heute überwiegend maschinell durch Harvester. Diese hochspeziali- sierten Maschinen entasten den Baum direkt nach dem Fällen und schneiden ihn in sogenannte Langholz- oder Fixlängen. Während Langholz meist in größeren, ungeschnittenen Ab- schnitten transportiert wird, sind Fixlängen bereits auf bestimm- te Verwendungszwecke abge- stimmt.

Holz ist einer der ältesten Baustoffe der Menschheit – und zugleich einer der modernsten. Zwischen nachhaltiger Forstwirt- schaft, industrieller Präzision und handwerklicher Verarbeitung ent- steht ein Werkstoff, der in Zeiten von Klimawandel und Ressour- cenknappheit eine zentrale Rolle einnimmt. Doch bevor aus einem Baum tragendes Bauholz wird, durch- läuft er einen komplexen, hoch abgestimmten Prozess – vom Langholz im Wald bis zum ferti- gen Bauteil.

gelieferte Rundholz wird zunächst vermessen und klassifiziert. Mo- derne Anlagen erfassen mittels Lasertechnik und 3D-Scanning die exakte Geometrie jedes Stam- mes, um den optimalen Einschnitt zu berechnen. Der Einschnitt – also das Auf- trennen des Stammes in Bretter, Bohlen oder Kanthölzer – folgt einem klaren Ziel: maximale Aus- beute bei bestmöglicher Qualität. Hier entscheidet sich, ob ein Stamm später als Konstruktions- vollholz, Brettschichtholz oder etwa als Schalungsware Verwen- dung findet. Ein zentrales Qualitätsmerkmal ist dabei die sogenannte Jahr- ringstruktur, die Rückschlüsse auf Festigkeit und Tragfähigkeit zu- lässt. Auch Astigkeit, Rissbildung und Verfärbungen werden bereits in dieser Phase bewertet. Trocknung und Sortierung: Voraussetzung für Stabilität Frisch geschnittenes Holz ent- hält einen hohen Feuchtigkeitsan-

teil und ist für den direkten Einsatz im Bau ungeeignet. Die techni- sche Trocknung – meist in com- putergesteuerten Trockenkam- mern – reduziert die Holzfeuchte auf ein definiertes Maß (in der Re- gel zwischen 12 und 18 Prozent). Dieser Schritt ist entscheidend: Nur ausreichend getrocknetes Holz bleibt formstabil, rissarm und dauerhaft tragfähig. Gleichzeitig werden durch den Trocknungs- prozess Schädlinge und Pilze re- duziert. Im Anschluss erfolgt die Sortie- rung – entweder visuell oder ma- schinell. Dabei wird das Holz nach Festigkeitsklassen eingeteilt. Die- se Klassifizierung ist die Grundla- ge für die statische Berechnung und damit unverzichtbar für den Einsatz im modernen Bauwesen.

Der Ursprung im Wald: Auswahl und Ernte

Am Anfang steht der Wald – und mit ihm die Verantwortung. Nachhaltige Forstwirtschaft be- deutet, den Rohstoff Holz nicht nur zu nutzen, sondern aktiv zu pflegen und zu erneuern.

Vom Rundholz zum Schnittholz: Präzision im Sägewerk Qualität, die man fühlt – jeden Sommer. Deine Holzterrasse von H&W

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