Digitale Modellbahn

SCHAUANLAGEN

Betriebsmittelpunkt der Anlage des MEC Schwenningen ist ein großer Haupt- bahnhof, der direkt an einen großen Schattenbahnhof angeschlossen ist.

60 Jahre Modelleisenbahnclub Schwenningen DIGITAL MIT TRADITION

Der Modelleisenbahnclub Schwenningen blickt auf eine 60-jährige Geschichte zurück. Schon immer wurden die Vereinsanlagen durch jeweils aktuelle Technik gesteuert. Hans-Jürgen Götz hat den Verein besucht und beschreibt die Entwicklung hin zu aktueller Digitaltechnik mit TrainController und LocoNet-Komponenten verschiedener Hersteller. B ereits beim Bau ihrer ersten Anlage

einem Nebenraum. Bei der Ausfahrt aus dem Kopfbahnhof können die Züge auf verschiedene Strecken geleitet werden. An deren Enden finden sich weitere Schattenbahnhöfe, sodass ein ständig wechselnder und abwechslungsreicher Zugverkehr präsentiert werden kann. UMSTIEG AUF INTELLIBOX Eigentlich war mit Einführung der Mit- termeier-Steuerung alles perfekt, doch hat sich die Computerwelt weiterentwi- ckelt: DOS wurde durch Windows abge- löst. Als im Jahre 2010 eine Intellibox II von Uhlenbrock zum Test zur Verfügung stand, war das Ende der Eigenentwick- lung besiegelt. Für einen ausgiebigen Test und umfassende Einarbeitung be- schloss man den nächsten Anlagenteil

„Modellelektronik“ fand sich ein Bau- vorschlag für eine analoge Modellbahn- steuerung. Der Elektroniker Christoph Mittermeier setzte diese Idee in die Rea- lität um. Dabei erweiterte er die Steue- rung von 16 auf 64 Fahrstufen. Die Schaltung entstand komplett im Eigen- bau, wurde in einem imposanten 19-Zoll-Rack untergebracht und über einen DOS-PC gesteuert. Die gesamte Steuerungssoftware wurde in der Pro- grammiersprache C ebenfalls selbst ge- schrieben. Die Triebfahrzeuge mussten dafür nicht umgebaut werden: Sie fuh- ren weiterhin analog. Zentraler Dreh- und Angelpunkt ist der große Hauptbahnhof. Der hat es in sich, denn im verdeckten Bereich führt er in eine große, mehrgleisige Kehr- schleifen-Konstruktion. Diese steht in

im Jahre 1962 entwickelten die Schwenninger zur Steuerung ihrer da- maligen Zweileiter-Anlage in H0 ein re- laisgesteuertes Tastenstellwerk. Anfang der 80er-Jahre wurde es durch eine Ei- genentwicklung des damaligen techni- schen Leiters Dieter Hinz auf Basis des Mikroprozessors Intel 8085 ersetzt. Das neue Stellwerk wurde aufwendig in der damals üblichen Fädeltechnik mit Lack- draht aufgebaut. 1993 wurde diese Anlage wegen eines Gebäudeverkaufs abgerissen. Zwei Jah- re später konnte der Verein dann einen anderen Gebäudeteil kaufen und zum neuen Vereinsheim umbauen. Eine komplett neue Anlage wurde geplant und dabei gleich eine Computersteue- rung vorgesehen. In der Zeitschrift

DIGITALE MODELLBAHN 3|2022 74

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